Wildspargel Lancia verde

Asparagus acutifolius - Die ungezähmte Avantgarde des Frühlingsgemüses

Wilder Spargel aspargus acutifolius
Wilder Spargel aspargus acutifolius
Wilder Spargel aspargus acutifolius
Wilder Spargel aspargus acutifolius
Kein Produktbild vorhanden

Der wilde Spargel, Asparagus acutifolius Lancia verde lässt die Spargelsaison aus dem eigenen Garten am frühesten beginnen. Die Frosttage weichen wohliger Frühlingswärme und die ersten Sprosse schiessen wie von Geisterhand gezogen aus dem Boden. Der wilde Spargel ist nicht nur der früheste Spargel, er ist auch der aromareichste und wird – da sehr selten – allerhöchstens in der Sterneküche serviert. In Kroatien und in Slowenien allerdings ist das Sammeln von wilden Spargeltrieben im Frühling ein richtiger Volkssport. Die kulinarische Reise nach Südeuropa ist aber nicht nötig, wenn sie den wilden Spargel bei sich zu Hause im eigenen Garten kultivieren…

Die Vorteile des Wildspargels

  • Der ‘Wilde Spargel’ bildet den vielversprechenden Auftakt der Gartengemüsesaison: Im zeitigen Frühling vermag er den ersten grossen Hunger nach saisonalem Grün zu stillen. 
  • Ein ‘Wilder Spargel’ im Garten bringt weit mehr als nur Spargeln auf den Teller. Dekorativer Wuchs und Blütenfülle schenken zusätzlich Freude.  Ein grüner Schleier legt sich im Sommer über die Spargelecke und über benachbarte Pflanzen
  • Asparagus acutifolius, der spitzblättrige Wildspargel kommt zwar deutlich schlanker (dünner und noch spitziger) daher, als der kultivierte Gemüsespargel, dafür ist er frei von jeglichen "Zivilisationskrankheiten": Robust und mit einer ungezähmten Geschmacksintensität – Spargelaroma neu definiert. Der Wilde Spargel Lancia verde ist immun gegen Spargelrost und hat auch eine weitgehende Toleranz gegen Fusarium

So fühlt sich der ‘Wilde Spargel’ wohl: Anspruch an Boden und Klima

Der ‘Wilde Spargel’ – auch spitzblättriger Spargel genannt- hat seinen Ursprung im europäischen Mittelmeerraum, wo er heute noch traditionell in den lichten Buschwäldern als Delikatesse gesammelt wird. Manchmal wird er auch als Asparagus corruda bezeichnet.  In der gehobenen Gastronomie ist er eine gesuchte Rarität, gerade weil er sich nicht im grossen Stil (und somit konventionell) produzieren lässt. Um dieses Stück mediterraner Wildnis in den eigenen Garten zu holen, braucht es nicht viel mehr als einen sonnigen, windgeschützten Standort im Freien, einen leichten Boden ohne Staunässe - und ein wenig Geduld. 

Wildspargel pflanzen

Wie schon erwähnt, passt es dem Wildspargel in einem schweren lehmigen Boden gar nicht. Wenn Sie im Garten keinen leichten Boden haben, heben sie das Pflanzbeet ca. 40 cm tief aus, bringen am Boden Sand oder feinen Kies aus (Split), und füllen das Beet wieder mit einem Gemisch von 50% Mutterboden und 50% Kompost (gut gereift und gelagert).

Die eigentliche Pflanzgrube sollte relativ tief sein, die Oberkante des Jungpflanzentopfs darf gut und gerne mit 5-10cm neuer Erde abgedeckt sein.

Die Wildspargelpflanzen werden bei Lubera im Topf angeboten und könnten theoretisch problemlos das ganze Jahr gepflanzt werden. Ideal ist aber eine Pflanzung im frühen Frühling bis im Sommer, bei einer Pflanzung ab September sollte der wilde Spargel gleich etwas angehäufelt werden, um die jungen Wurzeln vor dem Winterfrost zu schützen (siehe auch weiter unten).
Der empfohlene Pflanzabstand in der Reihe ist 30-40cm, zwischen den Reihen 50cm. Gerade in einem kleinen Garten kann der Wildspargel auch gut in ein gemischtes Staudenbeet gepflanzt werden und zeigt dann im Sommer mit seinen schleierartigen Trieben, besetzt mit grün-gelb-weissen Blüten und später auch Beeren seinen Zierwert. Seine normalerweise bis zu einem Meter langen Triebe (die in einzelnen Fällen auch mal bis 2m wachsen können, legen sich schmiegsam neben und über die benachbarten Pflanzen, ohne diese wirklich zu bedrängen, da ja die lichten Treibe und das nadelartige feine Laub genügend Licht durchlassen.

Anbau und Ernte des Wildspargels

Der ‘Wilde Spargel’ ist ausgesprochen anspruchslos, neben Wärme und lockerem, vorzugsweise leicht sandigem Boden braucht er nicht viel. Bei der Ernte ist darauf zu achten, dass jeweils 2-4 der letzten Triebe verschont werden. Ab Mitte Juni sollte man in jedem fall mit der Ernte aufhören, damit das Rhizom stärker und die nächstjährige Ernte grösser wird.

Die Kultur und Ernte erfolgt letztlich analog zum Grünen Spargel, das heisst die Spargelpflanze wird im Frühling nicht wie der weisse Spargel angehäufelt, sondern wächst grün aus dem Pflanzbeet und wird bei ca. 20-40cm länge geerntet, indem man den dünnen speerartigen Trieb mit einem scharfen Messer bodeneben abtrennt. Ernten Sie den wilden Spargel, bevor der Trieb zu verholzen beginnt!

Im Pflanzjahr sollte der wilde Spargel gar nicht geerntet werden, so dass er genügend Triebe entwickeln und sein Wurzelwerk für die erste Ernte im zweiten Standjahr verstärken kann. Im zweiten Jahr können einige der ersten feinen Triebe (20-40cm lang) geerntet werden, später kann mehr geerntet werden und erst im Juni lässt man dann die letzten Triebe auswachsen.

Die stehengelassenen Sprosse mit ihren nadelartigen Blättern wachsen zu dekorativen, wüchsigen Stauden heran und versorgen das Rhizom für einen kräftigen Neuaustrieb im kommenden Frühjahr. Ganz nebenbei sorgen sie für verträumtes, wildes Ambiente im Garten. Die ab August blühenden und später beerentragenden Zweige eignen sich zudem wunderbar zur Verzierung eines Blumenstrausses. Leicht und fein setzen die hellgelb-grünlichen Blüten verspielte Akzente.

Achtung: der Wilde Spargel ist wie der bekannte Gartenspargel eine zweihäusige Pflanze, bildet also rein männliche und rein weibliche Pflanzen und nur die weiblichen Pflanzen setzen auch Früchte und Samen an, die im Herbst langsam grösser werden und dann von Grün nach Schwarz ausreifen. Selbstverständlich können sowohl weibliche als auch männliche Pflanzen geerntet und auch genossen werden. Über die Jahre entwickeln sich die männlichen Pflanzen in der Regel etwas stärker, da sie keine Beeren ernähren müssen. Da es sich beim wilden Spargel Lancia verde um Sämlingspflanzen handelt, werden Sie sowohl weibliche als auch männlichen Pflanzen erhalten.

Wildspargel schneiden

Die jungen, unverholzten und essbaren Sprosse gut etablierter Pflanzen werden April bis Anfang/Mitte Juni geerntet, indem die dünnen, 20-40cm langen Stangen bodeneben mit einem scharfen Messer abgetrennt werden. Die Sommertriebe des Spargels werden bis zum nachfolgenden Frühling an der Pflanze belassen, sie trocknen im Herbst und Winter ein, sind aber auch in diesem Zustand noch sehr dekorativ. Erst im März, meist Anfang März, gleichzeitig mit dem Abhäufeln der über den Winter mit zusätzlicher Erde/Kompost geschützten Pflanzen, werden die alten Triebe bodeneben abgeschnitten (soweit man sie nicht schon im Herbst für Trockengebinde und ähnliches verwendet hat). 

Wildspargel: wenig giessen und kaum düngen

Wildspargel hält auch gut etwas Trockenheit aus, das ist er sich von seiner südlichen Heimat gewöhnt, er muss also nicht gegossen werden (ausser bei Topfkultur, aber auch da zurückhaltend). Seien sie auch bei der Düngung zurückhaltend, der Wilde Spargel ist leichten und armen Boden gewöhnt. Wenn Sie bei der Pflanzung auch dann auch für das winterliche Anhäufeln Kompost verwenden, so reicht das aus.

Kochen mit Wildspargel

Lassen Sie sich bei der Verarbeitung von Wildspargel von der mediterranen Küche inspirieren. Die dünnen Spargelspeere werden in kleine, ca. 5cm lange Stücke geschnitten und können dann extrem vielseitig verwendet werden. Als Frischgemüse, mit etwas Olivenöl in der Pflanze gebraten, oder aus dem leicht gezuckerten Siedewasser gezogen. Wenn sie die Wildspargeln nur leicht angaren oder kochen (so dass das Gemüse noch knackig bleibt), können Sie die feinen Stangen nachher auch im Rührei, in Omeletten oder in einer Suppe verwenden.

Wie kann der Wildspargel überwintert werden?

Asparagus acutifolius ist von der Herkunft her eine mediterrane Pflanze, die schon die Römer rund um das Mittelmeer und darüber hinaus verbreitet haben. Die Kultur in unserem mitteleuropäischen Klima ist aber problemlos möglich, indem man vor allem in den ersten Kulturjahren die Spargelpflanzen im Vorwinter leicht mit Erde und Kompost anhäufelt, um die Wurzel vor langfristigem Frost zu schützen. Der eingewurzelte und akklimatisierte Wildspargel hält aber gut -12°C bis -15°C aus, wenn er zusätzlich angehäufelt und geschützt wird, sogar noch mehr. Achtung: Im Gegensatz zum Bleichspargel, der im Frühling angehäufelt wird, wird der Wildspargel dann im März, wenn die tiefsten Minustemperaturen nicht mehr zu erwarten ist, abgehäufelt, so dass er seine zarten Sprossen leichter an die Oberfläche schieben kann.

Wildspargel im Topf kultivieren

Wenn Sie keinen geeigneten Pflanzort mit leichter Erde haben, können sie den Wildspargel auch in einen Topf (1-3 Pflanzen in einem Kübel von 10-30l) pflanzen. Achten Sie auch hier auf eine tiefe Pflanzung, die Oberkante des Topfs sollte 5-10cm mit Topferde bedeckt sein. Wählen Sie die lockere und luftige Kübelpflanzenerde Lubera’s Fruchtbare Erde Nr. 1. Wenn Sie zusätzlich am Boden des Topfs noch einige zusätzliche Löcher anbringen und den Topfboden mit Kies oder Steinen auslegen, verbessern Sie die Drainage.
Auch im Topf kann erst ab dem zweiten Jahr geerntet werden, gegebenenfalls hört man bei einer Topfkultur auch in späteren Jahren nicht erst im Juni mit der Ernte auf, sondern schon etwas früher, um möglichst viele ausgewachsene und dekorative Triebe zu erhalten, die im Sommer ihrer Terrasse und den umgebenden Töpfen ein wunderschönes mediterranes Flair verleihen.
Der Topf wird im Winter am besten unter einem Vordach an einem schattigen Ort überwintert und bei langfristig kalten Temperaturne unter -5°C mit isolierendem Material abgedeckt oder eingepackt.

Kurzbeschreibung ‘Wilder Spargel’

Wuchs: 0.6m-2m hohe verzweigte dünne Stauden mit ganz leicht stachligen, nadelartigen Blättern. Überwinterung als Rhizome (wie eine Staude). Die oberirdischen Triebe trockenen im Herbst und Winter ein und können im Februar /März bodeneben abgeschnitten werden.
Blüte: Blüht grün-gelb ab August/September und trägt danach kleine, bei Vollreife schwarze (ungeniessbare) Beeren (nur die weiblichen Pflanzen).
Ernte: Die Sprosse werden jeweils im Frühling. geschnitten. Um ein starkes Rhizom heranzuziehen, sollten den ersten 2 Jahren jeweils nur wenige Triebe geschnitten werden; im Ersten Jahr, wenn möglich keine Ernte.
Geschmack: Nussig, leichte Getreidenote bis grasig-herb, intensiver als der herkömmliche Spargel, soll eine gute Eisenquelle sein, reich an Vitamin A und B.
Winterhärte: bis -12°C, bei kälteren Temperaturen über den Winter anhäufeln.

Fragen, Antworten und Gartenstorys zu Wildspargel Lancia verde (1)

Frage
18.09.2021 - Welcher Standort?
Hallo,
Welchen Standort benötigt Wildspargel? Ich habe in meinem Garten eigentlich nur halbtags Sonne. Reicht das dem Wildspargel?
Leider habe ich in meinem Garten aufgrund der Nähe zu einem Bach extrem viele Nacktschnecken. Ist der Wilspargel anfällig auf Schneckenverbiss?
Vielen Dank vorab,
H.S.
Antworten (1)
» Helfen Sie einem Gartenfreund und beantworten Sie diese Frage...
Name: Wildspargel Lancia verde Botanisch: Asparagus acutifolius
Lubera Selektion: ja Blätterfarbe: grün
Blütenfarbe: gelb, grün Endhöhe: 60cm - 2m
Boden Schwere: mittelschwer, leicht Boden pH-Wert: schwach alkalisch, neutral, schwach sauer
Winterhärte: winterhart Verwendung: Beet/Rabatten
Erhältlich: Februar bis November
Kundenbewertung 3.0/5
1 Bewertung

09.06.2021 | 09:59:26
kein und herzig....aer die wachsen ja noch ;-)
#1 von 3 - Erdnüsse ernten - wie geht das?
#2 von 3 - Erdnüsse aus dem eigenen Garten - Lubera selektioniert Erdnuss-Sorten für den Hausgarten
#3 von 3 - Tipps zu Grünspargel und Purpurspargeln