Rote Heckenkirsche
Lonicera xylosteum - Heimisches Vogelschutzgehölz mit leuchtend roten Früchten
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Breite: 2m - 3m
Standort: Sonne bis Halbschatten, auch lichter Schatten
Boden: humos, frisch bis mässig trocken, nährstoffreich, durchlässig
Wasser: mittlerer Wasserbedarf
Blüte: paarweise angeordnete Röhrenblüten
Blütenfarbe: cremeweiss bis gelblichweiss
Blütezeit: Mai bis Juni
Eignung für Bienen: sehr gut
Duft: leicht duftend
Wuchshöhe: 200–300 cm
Wuchsbreite: 200–300 cm
Wuchsgeschwindigkeit: 20–40 cm pro Jahr
Blattform: eiförmig bis elliptisch
Blattfarbe: mittelgrün
Herbstfärbung: gelblich
Laubverhalten: sommergrün
Wurzelsystem: Herzwurzler
Pflanzabstand: 150–250 cm
Winterhärte: bis etwa -40 °C (WHZ 3)
Verwendung: Wildhecke, Naturgarten, Vogelschutzgehölz, Gehölzrand, Blütenhecke
Windverträglichkeit: sehr gut
Eignung für die Kultur im Kübel: bedingt geeignet
Familie: Geissblattgewächse (Caprifoliaceae)
Herkunft: Europa, Westasien und Sibirien
Züchter: Wildart
Geselligkeit: Gruppenpflanzung, Heckenpflanzung oder Einzelstellung
Besonderheiten: frühe Blüte, wertvolle Vogelnährpflanze, heimisches Wildgehölz, leuchtend rote Beeren
Die Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum) gehört zu den wertvollsten heimischen Wildgehölzen für naturnahe Gärten. Bereits im Frühjahr bietet sie zahlreichen Insekten Nahrung, während ihre auffälligen roten Früchte im Sommer von vielen Vogelarten geschätzt werden. Mit ihrer Robustheit, Winterhärte und ökologischen Bedeutung ist sie eine hervorragende Wahl für Wildhecken und naturnahe Pflanzungen.
Herkunft
Die Rote Heckenkirsche ist in weiten Teilen Europas, Westasiens und Sibiriens heimisch. Sie wächst natürlicherweise an Waldrändern, in Heckenlandschaften und lichten Gehölzbeständen. Aufgrund ihrer hohen Anpassungsfähigkeit zählt sie zu den klassischen Bestandteilen naturnaher Hecken und Feldgehölze.
Als heimische Art spielt sie eine wichtige Rolle im ökologischen Gefüge und bietet zahlreichen Tierarten Nahrung und Schutz.
Bevorzugter Standort und Wuchseigenschaften
Die Rote Heckenkirsche gedeiht sowohl an sonnigen als auch an halbschattigen Standorten. Selbst lichter Schatten wird gut vertragen. Besonders wohl fühlt sie sich auf humosen, nährstoffreichen und ausreichend frischen Böden.
Der Wuchs ist dicht verzweigt, breitbuschig und natürlich aufgebaut. Mit einer Höhe von zwei bis drei Metern eignet sich die Art hervorragend für Wildhecken, Gehölzränder und naturnahe Sichtschutzpflanzungen.
Die graubraunen Triebe und die dicht belaubte Krone bieten zahlreichen Vögeln sichere Nistmöglichkeiten.
Besonderheiten – vor allem der Frucht
Im Frühjahr erscheinen zahlreiche kleine cremeweisse bis gelbliche Blüten, die paarweise an den Trieben sitzen. Sie werden von Wildbienen, Hummeln und vielen weiteren Insekten besucht.
Aus den Blüten entwickeln sich im Sommer die charakteristischen leuchtend roten Beeren. Die Früchte sitzen meist paarweise zusammen und sorgen für einen attraktiven Fruchtschmuck. Für den Menschen sind sie leicht giftig und nicht zum Verzehr geeignet.
Für viele Vogelarten stellen die Früchte hingegen eine wichtige Nahrungsquelle dar. Dadurch leistet die Rote Heckenkirsche einen wertvollen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt im Garten.
Verwendung im Garten
Die Rote Heckenkirsche ist ein ideales Gehölz für naturnahe Gartenkonzepte. Besonders in Wildhecken entfaltet sie ihren ökologischen Nutzen und bietet Nahrung sowie Schutz für zahlreiche Tierarten.
Auch als Bestandteil gemischter Blüten- und Vogelschutzhecken überzeugt sie durch ihre Anpassungsfähigkeit und ihren natürlichen Charme. In grösseren Naturgärten kann sie ebenso als freiwachsender Solitärstrauch eingesetzt werden.
Durch ihre Robustheit eignet sie sich auch für schwierige Standorte und extensive Pflanzungen.
Pflege
Die Rote Heckenkirsche ist ausgesprochen anspruchslos und langlebig.
Drei spezielle Kulturtipps
- Pflanze mehrere heimische Gehölzarten zusammen, um den ökologischen Nutzen deutlich zu erhöhen.
- Schneide ältere Sträucher bei Bedarf alle paar Jahre aus, um die Vitalität und Blühfreudigkeit zu fördern.
- Verzichte möglichst auf häufige Formschnitte, damit sich Blüten und Früchte optimal entwickeln können.
Vergleich mit anderen Sorten
Im Vergleich zu den essbaren Maibeeren (Lonicera kamtschatica) besitzt die Rote Heckenkirsche deutlich kleinere, rote Früchte, die ausschliesslich Zier- und Vogelnährwert besitzen. Gegenüber dem Roten Geissblatt (Lonicera brownii) überzeugt sie durch ihre höhere Winterhärte und ihren deutlich grösseren ökologischen Nutzen. Für naturnahe Heckenpflanzungen zählt sie zu den wertvollsten heimischen Sträuchern überhaupt.
Pflanzpartner
Kornelkirsche (Cornus mas) – ergänzt die Heckenkirsche mit sehr früher Blüte und essbaren Früchten für Mensch und Tier.
Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) – sorgt mit spektakulärem Fruchtschmuck und intensiver Herbstfärbung für zusätzliche Attraktivität.
Schwarzer Holunder (Sambucus nigra) – bietet wertvolle Blüten und Früchte und erhöht den ökologischen Wert der Pflanzung deutlich.
Felsenbirne (Amelanchier lamarckii) – verbindet Frühlingsblüte, essbare Früchte und leuchtende Herbstfarben mit dem naturnahen Charakter der Heckenkirsche.
Alles was zu tun bleibt, ist beim Auslichten des Uferbewuchses keine davon zu fällen.
Mit dem kühlen und feuchten Klima, Wintertiefsttemperaturen von bis zu -28°C und selbst mit kurzzeitiger Überschwemmung hat die gewöhnliche Heckenkirsche jedenfalls nicht das geringste Problem.
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