Die Pinie - perfekter Partner für alle mediterranen Pflanzen

Pinus pinea - Mittelmeer-Kiefer, Schirm-Kiefer oder Italienische Steinkiefer

Pinie (Pinus pinea)
Pinie (Pinus pinea)
Pinie (Pinus pinea)
Pinie (Pinus pinea)
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Lieb Kind hat viele Namen und dieses Kind des Südens hat wahrlich viele, was auf ihre grosse Beliebtheit zurück zu führen ist. Immerhin ist es die Pinie, die uns die wunderbar leckeren Pinienkerne schenkt! Im nördlichen Mittelmeerraum wird sie gross und prächtig und alt-ehrwürdig, nämlich über 200 Jahre alt. In ihrer heissen Heimat wird sie stattliche 20 Meter hoch, aber keine Angst, bei uns - als Kübelpflanze, bleibt sie handlich und relativ klein.

Vorteile der Pinie

  • würziger Geruch der dunkelgrünen Nadeln
  • immergrün
  • pflegeleicht und anspruchslos
  • stilvolle Schirmform

Wuchs und Schnitt

Die Pinie wächst selbst auf kargen Böden zügig heran. Die breiten Kronen (in jungen Jahren nur ein rundliches "Krönchen") schieben sich im Laufe der Zeit natürlich nach oben und bilden die typischen, breiten Schirmkronen aus. Man kann, wenn man denn möchte, diesen Vorgang beschleunigen, indem man ein paar der unteren Äste entfernt. Der Fachmann nennt diesen Schnitt „aufasten“. Man kann im späten Winter/zeitigem Frühling auch die frischen Triebspitzen um 2/3 einkürzen, noch bevor sich die Nadeln aus den Jungtrieben entfalten. Allerdings sollte man nie ins alte Holz schneiden, da dieses meist nicht neu austreibt.

Ansprüche und Überwintern

Die Pinie wächst dort, wo wir gerne Urlaub machen, nämlich - grob ausgedrückt - im nördlichen Mittelmeer-Raum. Wenn man das im Hinterkopf hat, weiss man, was sie liebt: Sonne und Wärme im Sommer, frostfreie aber kühle Überwinterung in der kalten Jahreshälfte. Am besten pflanzt man sie in durchlässige Kübelerde (z.B. unsere Fruchtbare Erde Nummer 1, die aber auch gerne noch mit Sand, Bimsgranulat oder Perlit angereichert werden darf), stellt sie im Frühling und Sommer auf die Terrasse (oder einen sonnigen Platz im Garten), giesst ausreichend (superwichtig: gute Drainage, wie alle mediterranen Pflanzen verabscheut die Pinie Staunässe!) und stellt sie dann im Herbst zurück in ein kühles Zimmer im Haus, die Garage oder ein Kalthaus (wohl dem, der eines hat, ein kühler Wintergarten oder ein kühler Flur tun es aber auch). Zwar verträgt die Pinie im Topf kurzzeitig bis etwa minus 5 bis minus 8 Grad, aber der Herbst kann täuschen und es wird oftmals schneller kalt als wir denken, und es wünschen. Also lieber rechtzeitig reinstellen und - idealerweise - die Pinie bei 3-10 Grad Celsius überwintern. Als Faustregel gilt bei allen mediterranen Pflanzen: Je heller sie im Winter steht, desto mehr Wärme verträgt sie. Im Winterlager natürlich nur ganz sparsam giessen.

In milden Gebieten kann man die Pinie auch ausgepflanzt im Garten überwintern lassen, aber auch hier ist ein Winterschutz, zumindest in den ersten Jahren, mit wärmeisolierendem, atmungsaktivem Vlies und anderen Winterschutzmassnamen ratsam. Die kritische Temperaturgrenze dürfte bei etwa minus15 Grad liegen. Da die Pinie immergrün ist, sollte sie in längeren, trockenen, aber frostfreien Perioden auch im winterlichen Garten ab und zu gegossen werden.

Düngung

Im Frühling und Sommer alle zwei Wochen einen schwachen, flüssigen Volldünger verwenden (z.B. unseren Fruitilizer Bloom), aber immer dran denken, dass mediterrane Pflanzen ursprünglich auf kargem Boden wachsen und wenig Dünger brauchen, im Falle der Pinie heisst es also düngen JA aber sparsam.

Besonderheit

Im Christentum sieht man die Pinie als Lebensbaum und ihre Zapfen gelten als Symbole der Auferstehung und Unsterblichkeit. Auch die alten Griechen liebten diese Symbolik und die Römer brachten die Pinie auf ihren Feldzügen sogar mit nach Grossbritannien. Dort findet man sie immer noch in geschützten Lagen in besonders milden Regionen wachsend. Der Pinienzapfen ist seit dem Altertum bis heute ein beliebtes Symbol und schmückt alte Wappen wie auch moderne Gärten, z.B. als kleine (manchmal auch grosse) Tonskulptur.

Fazit

Jeder mediterrane Garten braucht eine Pinie - finden wir. Was wäre denn ein Mittelmeerurlaub ohne diese stattlichen und so typischen Bäume, in deren Schatten wir vor uns hindösen und philosophieren können? Nun, bevor es im heimischen Garten soweit ist, müssen wir lange Warten, aber hier wollen sie wir sie haben, damit sie uns ans Mittelmeer erinnert, wir wollen den würzige-harzigen Duft der Nadeln in der Hitze des Sommers geniessen und ihre immergrüne Pracht auch im Winter als sprichwörtlichen Lichtblick sehen. Und last but not least: Sie ist durch ihre Nadeln die perfekte Ergänzung zu anderen mediterranen Pflanzen im Garten, die ja meist entweder Blätter oder Palmwedel haben.

Kurzbeschreibung der Pinie

Blüte: bildet nach vielen Jahren Zapfen
Blätter, Blattform: dunkelgrüne, lange Nadeln
Wuchs: schlanker Stamm, breite Schirmkrone
Schnitt: möglich, aber nicht nötig
Endgrösse: ausgepflanzt nach vielen Jahren an die 15 Meter, aber im Kübel und mit Schnitt wesentlich kleiner
Exposition: sonnig
Kübelpflanze/Auspflanzen: beides möglich
Winterhärte: bedingt winterhart, nur in milden Regionen auspflanzen, Winterschutz bei jungen Pflanzen erforderlich

Fragen, Antworten und Gartenstorys zu Die Pinie - perfekter Partner für alle mediterranen Pflanzen (1)

Frage
03.09.2019 - Pinie Umtopfen
ich habe nun meine Pinie bekommen und hätte gerne mal gewusst wann eine Pinie umgetopft werden sollte, und in welcher Jahreszeit.
Gibt es eine Faustformel zu Wuchshöhe und Topfgröße bzw. zu Kronenumfang und Topfgrösse.

Beste Grüsse
Mathias
Antworten (1)
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Name: Die Pinie - perfekter Partner für alle mediterranen Pflanzen Botanisch: Pinus pinea
Blätterfarbe: grün Sonne: Vollsonne
Boden Schwere: schwer, mittelschwer, leicht Boden pH-Wert: alkalisch, schwach alkalisch, neutral, sauer, schwach sauer
Winterhärte: Schutz über Winter notwendig (im Freiland), bedingt winterhart / winterhart nur im milden Mikroklima Verwendung: Beet/Rabatten, Wege/Mauern, Outdoor, Kübel, Hecke, Gruppenpflanze, Einzelpflanze
Erhältlich: Februar bis November