Apfel Rheinischer Bohnapfel

Malus 'Rheinischer Bohnapfel' - der «ewig haltbare Apfel» aus dem Rheinland

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Vorteile Apfel 'Rheinischer Bohnapfel'

  • unglaubliche Lagereigenschaften bis weit in den Juni
  • milde Säure mit ausgewogenen Fruchtzuckeranteil, anfangs herb schmeckend
  • ideal als Koch- und Mostapfel

Was seinen Ursprung anbelangt, braucht über den 'Rheinischen Bohnapfel' nicht lange gerätselt werden. Wir haben es bei diesen ansprechend gefärbten Winteräpfeln mit einer sehr frostharten und erfreulich robusten Sorte zu tun, die sich ausgezeichnet für den Anbau bis in rauen Lagen hinein eignet.

Geschichte von Apfel "Rheinischer Bohnapfel"

Nach der Sichtung alter Überlieferungen gilt es als erwiesen, dass es sich bei dieser Apfelsorte mit grosser Wahrscheinlichkeit um einen Zufallssämling handelt, der zwischen 1750 und 1800 im mittelrheinischen Neuwieder Becken erstmals entdeckt wurde. Bekannt geworden ist der 'Rheinische Bohnapfel' inzwischen auch unter anderen Bezeichnungen und Synonymen wie beispielsweise 'Grosser Bohnapfel', 'Weisser Bohnapfel', 'Gros-Bohn', 'Pomme Bohn', 'Jockerle', 'Salzhäuser Rheinischer' oder 'Anhalter'. Geschätzt wird diese Sorte – sofern es bei optimalen Wetterverhältnissen zu einer vollständigen Ausreifung der Früchte kam - insbesondere aufgrund ihres ausgeprägten Aromas. 

Wuchseigenschaften des ‘Bohnapfel’

Das Wachstum dieser alten Apfelsorte ist anfangs auffallend stark, aber wird mit den Jahren etwas schwächer. Bei durchschnittlichen Wuchsgeschwindigkeiten zwischen 30 und 50 cm jährlich kann ein 'Rheinischer Bohnapfel' bei einer Breite von 4 bis 6 m bis über 6 m hoch werden. Die Halb- und Hochstämme bilden bei mittelfrüher und langdauernder Blüte kugelige, grossvolumige – mitunter sogar pyramidenförmige – Kronen aus mittellangen Trieben mit kurzen Seitenverzweigungen und gelten als sehr langlebige Gehölze. Die mittleren bis hohen Erträge setzen vergleichsweise spät ein und sind stark alternierend. Einen 'Rheinischen Bohnapfel' Baum im Lubera Shop kaufen erfordert ab und an schliesslich auch einen Griff zur Schere. Die vielblättrigen Triebe wachsen von Natur aus sehr dicht, sodass wir ein regelmässiges Auslichten (bei möglichst seltener Verjüngung) der Krone empfehlen.

Standort- und Bodenanforderungen

Ein 'Rheinischer Bohnapfel' ist bezüglich seiner Ansprüche an Klima und Bodenqualität äusserst anpassungsfähig. Beachten Sie bei der Standortsuche, dass die Bäume zwar grundsätzlich als sehr bestandssicher gelten, aber in Höhenlagen ab 600 bis 700 m durchaus mit Ertragseinbussen zu rechnen ist. Geringfügige Abstriche müssen darüber hinaus auch beim Fruchtgewicht sowie dem Zucker- und Säureanteil der Äpfel hingenommen werden. Beim Einpflanzen genügt ein allgemein apfelfreundlicher, normaler Standort mit lockerem Erdreich, an dem es nicht zu kühl sein sollte. Beachten Sie, dass es bei zu trockenen bzw. übermässig feuchten sowie wechselfeuchten Böden beim Wuchs eines 'Rheinischen Bohnapfel' Baums möglicherweise zu Konditionsproblemen kommen kann, wodurch die an sich äusserst robuste Sorte krankheitsanfälliger wird. 

Der ‘Bohnapfel ist triploid

Die Apfelsorte 'Rheinischer Bohnapfel' gehört zu den triploiden Apfelsorten. Die meisten Pflanzen besitzen, wie wir Menschen auch, einen zweifachen (diploiden) Chromosomensatz. Manche älteren Apfelsorten sind jedoch triploid, sie haben also jedes Chromosom in dreifacher Ausführung. Diese natürliche Mutation führt dazu, dass solche Sorten meist wüchsiger sind und große bis sehr große Früchte ausbilden. Jedoch bilden sie gleichzeitig kaum Pollen und können somit keine anderen Apfelsorten bestäuben. 

‘Rheinischer Bohnapfel’: Erntezeit 

Ihr 'Rheinischer Bohnapfel' Baum hat ab Ende Oktober die Pflückreife erreicht, wobei die Früchte bis zum Abschluss einer vollständigen Genussreife möglichst noch bis in den Januar hinein an einem geeigneten Platz im Freien (bzw. frostsicheren Keller oder Schuppen) zwischengelagert werden sollten. Als Tafelfrucht bleibt er dort bis Mitte Juli haltbar und wird während dieser, für Äpfel extrem langen, Lagerzeit nichts von seiner ausgezeichneten Geschmacksqualität einbüssen. Die von ihrer Form her an Fässer oder Walzen erinnernden Früchte mit dem dicken, knopfigen Stiel sind mittelgross (zwischen 55 und 75 mm). Die glatte Schale ist zum Zeitpunkt der Ernte gelblichgrün und wird mit zunehmender Lagerdauer später hellgelb bis gelblichweiss (sonnenseits sind 30 bis 50 % braunrot marmoriert). Die Schale ist leicht wachsig, glatt sowie ein wenig hart und neigt mit der Zeit zu netzartigen Berostungen, die jedoch zu keinen negativen Folgen hinsichtlich der Fruchtqualität führen.

Früchte von Apfel 'Rheinischer Bohnapfel'

Bei grünlich-weissem bis cremefarbenem Fruchtfleisch wird der anfangs sehr feste 'Rheinische Bohnapfel' mehr und mehr mürbe, gewinnt dafür allerdings spürbar an Saftigkeit. Auffällig ist auch, dass sich die Früchte nach dem Aufschneiden innen relativ schnell gelb bis bräunlich verfärben. Anfangs schmecken die saftigen Äpfel noch ein wenig herb, wobei sich mit zunehmender Lagerdauer das Zucker-Säureverhältnis zugunsten eines später sehr angenehmen, fein-süsslichen Geschmacks ändert.

Verwendungsmöglichkeiten des ‘Bohnapfel’

Aufgrund der extrem hohen Lagerfähigkeit eignen sich die Früchte vom 'Rheinischen Bohnapfel' zum Frischverzehr, in einer Zeit wenn es sonst kein frisches Obst mehr aus dem Garten gibt. Die Bohnäpfel sind bis weit über den Winter hinaus ein ausgezeichneter Vitaminlieferant für die gesamte Familie. Was nicht als Essapfel verbraucht werden kann, lässt sich schliesslich auch noch ohne grossen Zeitaufwand zu sehr leckerem Dörrobst verarbeiten. Warten Sie mit dem Trocknen der 'Rheinischen Bohnapfel' Scheiben nicht zu lange, da das Fruchtfleisch bei den später mürbe werdenden Früchte rasch brüchig wird. In besonders ertragsstarken Jahren lässt sich die überschüssige Erntemenge sehr gut für die Süss- und Gärmosterzeugung verwenden und das eine oder andere Glas Apfelmus braucht bestimmt auch kein Wunschtraum bleiben.

Kurzbeschreibung Apfel 'Rheinischer Bohnapfel'

Grösse: 4 bis 6 m hoch und 4 bis 6 m breit
Wuchs: starker Wuchs, buschartig
Standort: sonnig bis halbschattig
Boden: normaler nährstoffreicher Boden 
Reifezeit: Ende Oktober; Genussreife frühestens ab Januar
Blütezeit: April bis Mai
Lagerfähigkeit: bis Juni lagerfähig
Frucht Aussehen/Form: mittelgross, gelb, sonnenseits roter Hauch
Geschmack: milde Säure mit ausgewogenen Fruchtzucker-Anteil, anfangs herb
Herkunft/Geschichte: Seit ca. 1750 berichtet man über den 'Rheinischen Bohnapfel'; er wurde als Zufallssämling in Rheinland-Pfalz, im Neuwieder Becken zwischen Andenach und Koblenz, entdeckt
Befruchtung: selbstunfruchtbar, brauchen aber keinen in der Nähe stehenden Befruchter, da die Insekten und Bienen zur Blütezeit genug Pollen auf sich tragen, um eine Befruchtung zu ermöglichen.

Fragen, Antworten und Gartenstorys zu Apfel Rheinischer Bohnapfel (0)

Name: Apfel Rheinischer Bohnapfel Botanisch: Malus
Blütezeit: Anf. April bis Ende Mai Reifezeit: Mitte Okt. bis Anf. Dez.
Blätterfarbe: grün Sonne: Halbschatten, Vollsonne
Boden Feuchtigkeit: feucht Boden Schwere: schwer, mittelschwer, leicht
Boden pH-Wert: schwach alkalisch, neutral, schwach sauer Verwendung: Wildgarten, Gruppenpflanze, Einzelpflanze
Laubkleid: laubabwerfend Erhältlich: Februar bis November
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