Apfel 'Ingrid Marie'

Malus 'Ingrid Marie' - Bescheiden in seinen Ansprüchen, reich tragend bei der Ernte

Apfel 'Ingrid Marie'
Apfel 'Ingrid Marie'
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Mit dem Apfelbaum 'Ingrid Marie' – Synonym in Norddeutschlad 'Hoed Orange‘ – können wir unseren Kunden eine sehr fruchtbare Herbstapfelsorte anbieten, die sich hauptsächlich in den maritimen und kühleren Regionen Nordeuropas zu Hause fühlt. Nicht nur die traumhafte dunkelrote Optik lässt bei den ab Mitte September erntereifen Früchten einen köstlichen Hochgenuss vermuten. 'Ingrid Marie' gehört auch zu den Apfelbäumen, die eine vernünftige Toleranz gegen Schorf und Mehltau aufweisen. Die Anfälligkeit für Obstbaumkrebs ist aber vorhanden, so dass nie an eine besonders feuchte Stelle gepflanzt werden sollte. Insgesamt ist die Robustheit der bis zu -31 °C winterharten Bäume ist wohl zum grossen Teil darauf zurückzuführen, dass der erste Sämling von der dänischen Insel Fünen kam. Vorrangig herrscht hier Ozeanklima, die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 11 °C, und bei einer Jahresniederschlagsmenge von 295 mm vergeht kein Monat, an dem es auf Fünen nicht wenigstens 7 Tage regnet. Ein einigermassen mildes, aber dennoch ziemlich raues Klima, das dem Apfelbaum 'Ingrid Marie' aber ausgezeichnet bekommt. Dass die Bäume in Dänemark, Norwegen und Schweden prächtig gedeihen, weist auf ihren sehr bescheidenen Wärmebedarf hin. Interessanterweise ist Ingrid Marie aber auch im grössten Obstanbaugebiet Europas, im Südtirol, als Erwerbsanbausorte immer noch präsent, wenn auch nur in einer Nebenrolle. Hier wird die extrem gute Winterhärte eine Rolle gespielt haben. 

Vorteile Apfel 'Ingrid Marie'

  • wahrscheinlicher Nachkomme von Cox Orange und Elternteil der Apfelsorte Elstar
  • auch als Weihnachtsapfel bekannt
  • sehr gut geeignet als Tafelapfel, aber auch gerne im Müsli oder zum Backen
  • köstliche Früchte mit fein-säuerlichem Geschmack und guter Haltbarkeit
  • dichte Verzeigung und gute Ertragsfähigkeiten, als Hochstamm damit eine eher kleine Krone bildend

Standortanforderungen und Wuchseigenschaften für den Apfelbaum 'Ingrid Marie'

Zu den Erkennungsmerkmalen der Ingrid Marie-Bäume zählt ein mittelstarker Wuchs, der besonders am Anfang die Bildung recht steil wachsender Leitäste einschliesst. Bis zum Vollertragsalter haben sich bei den als Halb- und Hochstamm gezogenen Apfelbäumen 'Ingrid Marie' ausladende und auffällig breitkugelige Kronen entwickelt. Voraussetzungen für diese beachtlichen Wuchsleistungen sind ein sonniger, notfalls auch halbschattiger Standort und ein normal durchlässiger, mittelgründiger sowie frischer Gartenboden mit einem kleinen Anteil aus sandigem Lehm. Darüber hinaus wird ein regelmässiger Rückschnitt empfohlen, bei dem sämtliche Zweige, die nach oben bzw. von innen in die Baumkrone hineinwachsen, entfernt werden. Aufgrund des etwas sparrigen und steilen Wuchses ist es notwendig, die Leitäste zu Beginn auf einen 45°Winkel runterzubinden.

'Ingrid Marie': Ernte und Lagerfähigkeit

Bei zusagenden Standorten und halbwegs stimmigen klimatischen Verhältnissen kann ab Mitte September mit dem Beginn der Pflückreife gerechnet werden. Die Früchte sind in der Mehrzahl klein (gut 50 Prozent zwischen 55 und 65 mm Durchmesser) bis mittelgross (etwa 30 Prozent 70 bis 80 mm gross) und kommen mit einem Durchschnittsgewicht von etwa 100 bis 140 Gramm vom Baum. Die Genussreife ist im Dezember erreicht und endet gekühlt bei ca. +3 °C zum Ende Januar. Eine Langzeitlagerung ist bei den Früchten des Apfelbaums 'Ingrid Marie' nicht zu empfehlen, da der geschmackliche Wert mit der Zeit spürbar abnimmt.

Wie schmeckt die Apfelsorte 'Ingrid Marie'?

Insgesamt lässt sich den voll ausgereiften Äpfeln ein wohltuend milder, feinsäuerlicher (mittlerer Zuckergehalt um die 11,5 Prozent, Säure etwa 8 g / l) und aromatischer Geschmack bescheinigen, der den erfahrenen Apfelkenner ein wenig an 'Cox Orange' erinnern wird. Das Fruchtfleisch färbt sich von grünlich gleich unterhalb der Schale bis cremefarben in Richtung Kernhaus, ist angenehm fest und erfrischend saftig. Seine besondere Eignung als Weihnachtsapfel hat 'Ingrid Marie' der ein wenig blaustichigen und appetitlich dunkelroten Färbung zu verdanken, die von hellen Sternchen und Pünktchen (den sogenannten Atmungszellen, Lentizellen) durchsetzt ist. Werden die Früchte gleich frisch verzehrt, sind sie eine himmlische Gaumenfreude für Gross und Klein. Hinzu kommen ihre vielseitigsten Weiterverarbeitungsmöglichkeiten als appetitlich duftender Kuchenbelag, leckeres Apfelmus oder gesundes Trockenobst für die vitaminärmeren Winterwochen. Und nicht unerwähnt soll bleiben: Wenn Sie bei Lubera einen Apfelbaum 'Ingrid Marie' kaufen, haben Sie endlich einen echten Hausbaum gefunden, der über viele Jahrzehnte mit seinen zahlreichen hellrosafarbenen Blüten und der reichen Ernte für Glücksgefühle bei der gesamten Familie sorgen wird.

Herkunft der Apfelsorte 'Ingrid Marie‘

Der Ursprung von 'Ingrid Marie‘ war – wie so oft bei Obstbäumen - eigentlich ein Zufallssämling, der vermutlich 1910 (aus der Muttersorte 'Cox Orange') auf dem Gelände der Gartenbauschule im dänischen Flemlöse angezogen worden ist. Die ersten Früchte gab es dann etwa fünf Jahre später, die Sorte wurde nach der Tochter des Lehrers K. Madsen benannt. In den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts kann Ingrid Marie auf eine rekordverdächtige Erntemenge. In Deutschland waren es stolze 36.000 t (zu 90 Prozent an der Niederelbe angebaut), Schweden kam auf 11.000 t und die Dänen liessen sich bis zu 7.000 t jährlich gut schmecken. Erfahrungen aus dem süddeutschen Raum zeigen, dass es beim Anbau von 'Ingrid Marie' Apfelbäumen in mässig bis sehr warmen Regionen und luftfeuchten Lagen zu einer sehr zeitigen Reife kommt.  Dabei hat sich allerdings gezeigt, dass die Saftigkeit der Früchte ein wenig nachlässt und ihre Haltbarkeit auch im gekühlten Lager etwas geringer ausfallen kann.

Kurzbeschreibung Apfelbaum 'Ingrid Marie'

Endgrösse: 5 bis 7m hoch und 4 bis 6 m breit (nach ca. 20-25 Jahren erreicht)
Wuchs: mittelstark wachsend, später schwächer bei jährlichem Zuwachs von etwa 20 bis 40 cm
Standort: sonnig bis halbschattig
Boden: normaler durchlässiger Boden mit geringem Lehm-Sand Anteil
Reifezeit: Mitte September, Genussreife September bis Dezember, im Kühllager bis Jan. lagerfähig
Blütezeit: April bis Mai
Lagerfähigkeit: bis Januar bei Kühlung lagerfähig
Frucht Aussehen/Form: mittelgross und breit, Schale dunkelrot, durchsetzt mit hellen Lentizellen
Geschmack: süsssäuerlich mit einem leichten Cox Orange Aroma
Herkunft/Geschichte: Es wird vermutet, dass 'Ingrid Marie' ein Nachkommen der Cox Orange Sorte ist. Gleichzeitig ist Ingrid Marie als Elternteil der beliebten Elstarsorte bekannt. Um 1910 wurde diese Sorte in Dänemark entdeckt und nach der Tochter des Lehrers K. Madsen benannt. 
Befruchtung: selbstunfruchtbar, brauchen aber keinen in der Nähe stehenden Befruchter, da die Insekten und Bienen zur Blütezeit genug Pollen auf sich tragen, um eine Befruchtung zu ermöglichen.
Ähnliche Früchte können Idared und Berner Rosen und Sternrenette haben
 

Fragen, Antworten und Gartenstorys zu Apfel 'Ingrid Marie' (0)

Name: Apfel 'Ingrid Marie' Botanisch: Malus
Blütezeit: Anf. April bis Ende Mai Reifezeit: Ende Sept.
Blätterfarbe: grün Sonne: Halbschatten, Vollsonne
Boden Feuchtigkeit: feucht Boden Schwere: schwer, mittelschwer, leicht
Boden pH-Wert: schwach alkalisch, neutral, schwach sauer Verwendung: Wildgarten, Gruppenpflanze, Einzelpflanze
Laubkleid: laubabwerfend Erhältlich: März bis November
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