Märzenbecher

Leucojum vernum - die Frühlings-Knotenblume, der weisse Frühlingsbote mit den Glockenblüten

Märzenbecher Lubera
Märzenbecher Lubera
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Märzenbecher Lubera
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Der Märzenbecher – auch als Frühlings-Knotenblume oder Märzbecher geläufig – ist die fast sinnbildliche Verkörperung des Frühlingsstarts im Garten. Wenn die Frühlingsglockenblume zwischen Februar und April blüht, ist der Frühling gekommen – oder er beginnt sich mindestens langsam durchzusetzen. Damit blühen die Märzenbecher häufig noch früher, als ihr Name verspricht (März), vielfach auch vor den Schneeglöckchen, mit denen sie häufig verwechselt werden. Märzenbecher sind geduldige Stamm-Gäste in jedem Garten, wachsen problemlos an schattigen und halbschattigen Orten; nur brauchen sie genügend Feuchte, damit sie gut gedeihen können (was allerdings nicht mit stehendem Wasser und Staunässe zu verwechseln ist). 

Die wichtigsten Vorteile der Märzenbecher

  • ausdauernde Frühlingsboten mit vergleichsweise langer Blütezeit (Februar bis April)
  • selbst an schattigen bis halbschattigen Plätzen sehr gute Wuchseigenschaften
  • Kultivierung gelingt bei entsprechender Feuchte weitestgehend unabhängig von der Bodenart
  • die auch zum Schnitt geeigneten zauberhaft anzuschauenden Märzbecher sind eine ausgezeichnete Nahrungsquelle für viele nützliche Garteninsekten

Die Herkunft der Märzenbecher

Der Märzenbecher ist in seiner ursprünglichen Form in Mittel- und Osteuropa beheimatet. Dort wachsen diese Frühlingsblüher aus der Familie der Amaryllisgewächse auf den frischen Böden der Auwälder, aber auch inmitten feuchter Wiesengebiete. Sind die Pflanzen jedoch erst mal sesshaft geworden, samen sie sich – oft zusätzlich von fleissigen Ameisen unterstützt – sogar selbstständig aus. Grössere Vorkommen von Märzbechern in der freien Natur finden sich hierzulande unter anderem im südlichen Niedersachsen. Da es sich um eine geschützte – weil in ihrer Existenz gefährdeten - Pflanzenart handelt, dürfen Märzenbecher in der Natur nicht geschnitten oder ausgegraben werden – sie stehen auf der "Roten Liste". Ein Grund mehr, die weissen Frühlingsboten hier bei Lubera in unserem Shop zu bestellen.

Wie unterscheiden sich Schneeglöckchen und Märzenbecher?

Auf den ersten Blick verwechselt man die Märzenbecher (lat Leucojum vernum) leicht mit Schneeglöckchen (lat. Galanthus), die allerdings wesentlich kleiner sind und zunächst etwas später mit ihrer prachtvollen Blütenbildung starten. Darüber hinaus lassen sich die Frühlingsknoten-Blumen an den hellgrünen bis fast gelben Spitzen ihrer weissen Blütenblätter sowie den arttypischen grünen Knoten (deshalb Knotenblume…) über jeder hängenden Blüte zweifelsfrei erkennen. Allerdings haben auch die Schneeglöckchen teilweise grüne Punkte an den Spitzen der Blütenblätter, aber nur an den inneren Blütenhüllblättern. Die Ähnlichkeit von Märzenbechern und Schneeglöckchen ist natürlich kein Zufall, beide gehören zu den Amaryllisgewächsen.

Der beste Standort für Märzenbecher

Märzenbecher bevorzugen ebenfalls einem Standort mit ausreichender Feuchtigkeit. Auf sandigen Böden kommen die Märzenbecher nicht zurecht, es sei denn, Ihr Garten liegt in einer regenreichen bzw. atlantisch beeinflussten Region, in Küstennähe oder auf Ostfriesland. Besser als Sandböden sind mittelschwere bis schwere, am besten auch humusreiche Böden mit einem hohen Wasserspeichervermögen. Um das Austrocknen der Zwiebeln zu verhindern, werden Märzenbecher auch relativ tief gepflanzt (10-15cm). Sind die Pflanzen jedoch erst mal sesshaft geworden, samen sie sich – oft zusätzlich von fleissigen Ameisen unterstützt – sogar selbstständig aus.

Wann sollen die Frühlingsknotenblumen gepflanzt werden?

Diese Art der Zwiebelgewächse steht in dem Ruf, sich etwas schwierig im Garten ansiedeln zu lassen. Das liegt nicht etwa an den Pflanzen selbst, sondern hängt damit zusammen, dass die Zwiebeln nur eine kurze Lagerzeit vertragen. Für ein erfolgreiches Gedeihen ihrer Frühlingsblüher sollten Sie daher gleich zum Beginn der Pflanzzeit – ab September – bei Lubera Märzenbecher kaufen und unmittelbar nach Erhalt der Lieferung gleich einpflanzen. Sie vermeiden damit, dass sich aufgrund überlagerter Zwiebeln nur geschwächte Pflanzen entwickeln, die sich am Ende nicht wie gewünscht und nur mit sehr verhaltener Blühkraft im Garten etablieren. Die wenigsten Zwiebel- und Knollenpflanzen verzeihen auf lange Sicht einen ungeeigneten Standort. Das gilt besonders für die Bodenbeschaffenheit, an die je nach Herkunft der Frühlingsgewächse, unterschiedliche Ansprüche gestellt werden. Die horstbildenden Leucojum vernum lieben gut fruchtbaren, lehmigen, frischen bis feuchten Boden, in dem ihnen ein mittlerer bis hoher Nährstoffgehalt geboten wird. 

Märzenbecher pflanzen – so geht es richtig

Legen Sie die Zwiebeln im Herbst etwa 10-15 cm tief an einer absonnigen oder halbschattig bis schattigen Stelle in den Boden, der zu dieser Zeit keinesfalls trocken sein darf. Vollsonnige Gartenstellen sollen vermieden werden, da werden sie mit den Märzbecher keinen Erfolg haben Am besten geeignet ist humushaltiger Lehm- oder Tonboden. Günstige Partnerpflanzen in der Nachbarschaft der Märzenbecher sind Waldstauden, immergrüne Waldgräser und Farne. Geben Sie den Pflanzen ein wenig Zeit zum Etablieren. Mitunter erscheinen im Jahr der Pflanzung nur wenige Blätter und die Blüten sogar erst im zweiten Frühling.

Verwendung und Kombination der Märzbecher

Um die gewünschte Wirkung zu erzielen und das Signal ‚der Frühling ist da!‘ auszusenden, sollten Märzenbecher immer in Gruppen gepflanzt werden, mindestens mit 10 Pflanzen im Abstand von 10cm (allerhöchstens 15cm). Eine richtige Wow-Wirkung ergibt sich bei einer Quadratmeterpflanzung von 50-100 Zwiebeln… Besonders schön wirken die Märzenbecher in Kombination (immer gruppenweise) mit Krokussen, Schachbrettblumen oder Winterlingen.
Da es sich um sehr pflegeleichte Frühlingsblüher handelt, passen die 10-30 cm hohen Knotenblumen besonders gut in bunte Beet- und Staudenpflanzungen, wirken aber an Gehölzrändern, unter Bäumen, am Rand einer Hecke ebenfalls sehr schön. 

Märzenbecher pflegen

Staunässe vertragen die Märzenbecher ebenso wenig wie zusätzliches Giessen nach der Blüte. Verblühte Pflanzenteile empfehlen wir regelmässig zu entfernen. Ausser gelegentlichem Düngen ist keine weitere Pflege notwendig. Wenn Frühlings-Knotenblumen vermehrt werden sollen, kann nach der Samenreife entweder direkt ausgesät werden oder sie entfernen nach dem Ausgraben der Pflanzen einfach die sich inzwischen gebildeten Tochterzwiebeln. 

Kurzbeschreibung der Märzenbecher

Zwiebelgrösse: 8/+ 
Pflanztiefe in cm: 10-15 cm
Abstand in cm: 10cm (bis allerhöchstens 15cm)
Blütenfarbe: reinweiss mit zartem hellgrün an der Spitze der relativ breiten Blütenblätter (viel breiter als bei Schneeglöckchen; breitglockig, nickend und nach Honig duftend
Blattfarbe: saftig grün, schmal und lineal; erscheinen zur Blütezeit und ziehen sich im späten Frühjahr wieder zurück;
Blütezeit: Februar bis April
Höhe: 20-30cm
Breite: 8 bis 10 cm
Verwendung: Gehölzränder, unter Gehölze, Steingärten, Beete und Misch-Rabatten im Hausschatten oder in Teichnähe; Rasen- und Uferbepflanzung; gute Verwilderung, dauerhaft haltende Schnittblume;
Standort: halbsonnig bis schattig (keine Vollsonne!), nährstoff- und humusreich bei frischer Bodenfeuchte und schwach alkalischer bis schwach saurer Erde;
Winterhärte: Z5 (-28,8 °C bis -23,4 °C)
Giftigkeit: Ja (das giftige Alkaloid Lycorin kann die Gesundheit von Mensch und Tier erheblich gefährden!);

Fragen, Antworten und Gartenstorys zu Märzenbecher (0)

Name: Märzenbecher Botanisch: Leucojum vernum
Blütezeit: Anf. Feb. bis Anf. April Blütenfarbe: weiss
Endhöhe: 20cm - 40cm Sonne: Schatten, Halbschatten
Erhältlich: September bis Dezember
Kundenbewertung 4.3/5
3 Bewertungen
11.10.2021 | 16:52:22
Hab sehr lange gesucht, bis ich diese Sorte niedriger Märzbecher gefunden habe.
01.10.2021 | 10:24:13
Selten zu bekommen. Hab mich umso mehr gefreut.
12.03.2020 | 12:32:39
Leider sind die Zwiebeln nichts geworden. Es kann aber auch sein, dass ich den falschen Standort gewählt habe. Laut Anleitung sollte es leicht feucht sein und ich habe die Zwiebeln in Teichnähe gesetzt. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass das etwas zu feucht war...