Apfelbaum Gravensteiner

Malus domestica 'Gravensteiner' - Der leckerste Sommerapfel seit über 350 Jahren

Apfel Gravensteiner
Apfel Gravensteiner
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Vorteile Apfel Gravensteiner 

  • Geschmacklich bester Sommerapfel: sehr süsser Apfel, würzig und aromatisch
  • alte Apfelsorten werden besser von Allergikern vertragen;
  • Apfel ist universal verwendbar: Tafelapfel, Backen, Apfelmus, Apfelwein, etc. 

Aufgrund seines ausgezeichneten, unvergleichlichen Geschmacks war die Apfelsorte ‘Gravensteiner’ zum Anfang des 20. Jahrhunderts einer der beliebtesten Tafeläpfel und bestbezahlten Handelsäpfel in Deutschland. Wenn Sie im Lubera Shop einen Apfelbaum ‘Gravensteiner’ Hochstamm kaufen wollen, wird Sie das verlockende, hellgelbe, beinahe noch weisse und überaus saftreiche, sowie edel gewürzte Fruchtfleisch mit seinem herrlich starken Aroma bei dieser Sorte überzeugen. Hinzu kommt bei den reifen Früchten, dass sie mit einem leichten Fetthauch überzogen scheinen, was dann insgesamt zu diesem einzigartigen «gravensteinereigenen» Geruch bei dieser Apfelsorte führt. Viele gute Gründe also, weshalb die Gravensteiner Apfelbäume sich schnell in Dänemark und Schleswig verbreitet haben. Ihre Früchte sind vielseitig einsetzbar und eignen sie hervorragend zum Backen, für Apfelmus oder Säfte sowie zum Rohverzehr. 

Geschichte des Gravensteiner Apfel

Bei der sehr wuchsstarken Apfelsorte ‘Gravensteiner’ haben wir es mit einem zufällig im Jahr 1669 entdeckten Apfelbaum zu tun. Der Sommerapfel wurde nach seinem Entdeckungsort – dem Flecken «Gravenstein» in Nordschleswig (heute Dänemark) benannt. Laut dem «National Apple Register of the United Kingdom» von Muriel W. G. Smith aus dem Jahr 1971 lässt sich die Ungewissheit zur Herkunft dieser alten Sorte an drei möglichen Versionen erklären:

  1. Es handelte sich damals um einen Zufallssämling aus dem Garten des Herzogs von Augustenburg (Nordschleswig auf Schloss Gravenstein);
  2. Die Historie vom Gravensteiner Apfelbaum begann mit einem aus Südtirol oder Italien nach Schleswig eingeführten Exemplar der Sorte «Ville Blanc»; oder
  3. Der ebenfalls in Nordschleswig auf Schloss Graasten residierende Graf Ahlefeldt bekam von seinem italienischen Bruder Baumreiser dieser Sorte zugeschickt, die schliesslich vor Ort kultiviert wurden.

Wie dem auch sei, so hat sich dieser aussergewöhnliche Apfel doch schnell nach seiner Entdeckung in ganz Europa verbreitet. 

Welche Ansprüche an den Standort gelten für den Apfelbaum ‘Gravensteiner’?

Da wir es mit einem Baum der norddeutschen Tiefebene zu tun haben, liebt der Gravensteiner das gemässigte Seeklima besonders. Sein Anbau- und Verbreitungsgebiet erstreckt sich heute praktisch von den süditalienischen Alpenregionen bis hoch in den nordeuropäischen Raum, also Schweden und Norwegen. Was Wärme anbelangt, ist er nur wenig anspruchsvoll, legt dafür aber allergrössten Wert auf konstante Bodenfeuchtigkeit und gute Durchlüftung. Sofern eine kontinuierliche Wasserversorgung über den Boden sichergestellt ist, gedeiht Ihr ‘Gravensteiner’ Hochstamm auch in einer weniger luftfeuchten Region. Zu vorzeitigem Fruchtfall kommt es gelegentlich auf wechseltrockenen bzw. zu feuchten Böden. Aufgrund der frostgefährdeten Blüten sind die wenig spätfrostgefährdete Lagen der ideale Standplatz für diese Apfelsorte.

Der ‘Gravensteiner’ ist triploid

Die alte Apfelsorte 'Gravensteiner' gehört zu den triploiden Apfelsorten. Die meisten Pflanzen besitzen, wie wir Menschen auch, einen zweifachen (diploiden) Chromosomensatz. Manch ältere Apfelsorten sind jedoch triploid, sie haben also jedes Chromosom in dreifacher Ausführung. Diese natürliche Mutation führt dazu, dass solche Sorten meist wüchsiger sind und große bis sehr große Früchte ausbilden. Jedoch bilden die triploiden Apfelbäume kaum Pollen und können somit keine anderen Apfelsorten bestäuben. 

Besondere Merkmale von ‘Gravensteiner’ Bäumen

Wenn Sie bei Lubera einen ‘Gravensteiner’ Hochstamm kaufen, können Sie mit einem starken bis sehr starken Wuchs rechnen. Darüber hinaus entwickeln die Hochstämme flach angesetzte sowie leicht erziehbare Leit- und Seitenäste. Hinzu kommen breit ausladende, dicht beblätterte und grosse Kronen mit hoher Wüchsigkeit. Ebenso typisch für die alte Apfelsorte sind die langovalen und dunkelgrün glänzenden Blätter mit ihrer platten Kontur, einer aufgesetzten Spitze und dem gezähnten Rand – von der Statur damit etwa genau so gross wie die Äpfel selbst. 

‘Gravensteiner Apfel’: Ernte, Aussehen, und Geschmack 

Die Früchte können beim ‘Gravensteiner’ zwischen Ende August und Anfang / Mitte September geerntet werden. Sie sind gross bis sehr gross (durchschnittlich kommen etwa 75 Prozent der Ernte auf eine Fruchtgrösse zwischen 70 bis 85 mm) und bringen es auf ein Gewicht von 170 bis 200 Gramm. Je nach Klima liegt der Zuckergehalt vollständig ausgereifter ‘Gravensteiner’ Äpfel bei etwa 9,7 bis 13,6 Prozent. Vom Geschmack her dürfen Sie sich trotz der gestalterisch etwas grob und nicht übertrieben ansprechenden Früchte auf ein einmaliges Apfelaroma bei ausgezeichneter Qualität freuen. Aufgrund ihrer angenehmen Würzigkeit sind die festen und sehr saftigen Äpfel erfreulich feinfruchtig und punkten mit ihrem besonders fruchtigen Duft. 

Verwendungsmöglichkeiten von ‘Gravensteiner’ Äpfeln

Dank der hohen und wochenlangen Stabilität des Fruchtfleischs passen Gravelsteiner Äpfel hervorragend als leckere Tafelfrucht für die ganze Familie. Gepresst erhalten Sie ebenso eine lohnende Ausbeute, entweder als frühreifender Mostapfel oder aber als aromatischer und vorzüglich schmeckender Apfelsaft. Auch bei der Verwertung zu Apfelmus und beim Brennen entfalten die Früchte ihr sortentypisches Aroma und sind allererste Wahl.

Rezeptidee für den Gravensteiner Apfel

Wenn Sie also in den nächsten Tagen im Lubera Shop Ihren Apfelbaum ‘Gravensteiner’ Hochstamm kaufen, werden zwar noch einige Monate ins Land gehen, ehe die ersten Früchte im Korb liegen. Eine Rezeptidee der besonderen Art geben wir Ihnen dennoch heute schon mal mit auf den Weg:

Schlafförderndes Gute-Nacht-Betthupferl

«Man schält und reibt auf einem Reibeisen 6 bis 8 schöne ‘Gravensteiner’ Äpfel ab, tut das Geriebene in eine Schüssel, klein geschnittene Zitronenschale, 2 bis 3 Löffel voll guten Kirschengeist und Zucker, bis es süss genug ist, dazu, rührt es mit 6 bis 8 Eiern recht gut durcheinander; macht alsdann in einem Topfe Schmalz heiss, giesst die Masse darein, gibt einen Deckel darauf, stellt es auf Kohlen und zieht es schön gelb auf. Dies ist ein guter Nachtgenuss. »
(Quelle: «Die vollkommene Köchin», Stuttgart 1844)

Kurzbeschreibung Apfelbaum ‘Gravensteiner’

Grösse: 4 bis 6 m hoch und 4 bis 6 m breit;
Wuchs: aufrecht, buschig, breit
Standort: sonnig bis halbschattig
Boden: durchlässig und nährstoffreich
Pflege: Erziehungsschnitt während der ersten Jahre, danach ca. alle zwei Jahre Erhaltungsschnitt
Reifezeit: Anfang August
Blütezeit: April bis Mai
Lagerfähigkeit: 4 Wochen
Frucht Aussehen/Form: gross; rot gestreift; Ertrag bei einem älteren Apfelbaum ‘Gravensteiner’ Hochstamm bis um die 100 kg / Jahr
Geschmack: sehr süss und würzig, nicht sauer
Herkunft/Geschichte: Zufällig entdeckter Sämling im Jahr 1669. Hat sich schnell in Dänemark und Schleswig verbreitet. Er ist vielseitig einsetzbar zum Backen, für Apfelmus oder Säfte sowie als Tafelapfel. 
Befruchtung: selbstunfruchtbar, brauchen aber keinen in der Nähe stehenden Befruchter, da die Insekten & Bienen zur Blütezeit genug Pollen auf sich tragen, um eine Befruchtung zu ermöglichen.

Fragen, Antworten und Gartenstorys zu Apfelbaum Gravensteiner (1)

Frage
13.02.2017 - Apfelbäume
Guten Tag

ich suche Apfelbäume der Sorten Gravensteiner, Cox-Orange und Boskoop. Sind diese auch als Halbstamm oder Spindelbusch erhältlich oder nur als Hochstamm. Könnten sie alternativen empfehlen?

beste Grüsse
Thomas Steinlin
Antworten (1)
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Name: Apfelbaum Gravensteiner Botanisch: Malus
Blütezeit: Anf. April bis Ende Mai Reifezeit: Anf. Aug. bis Ende Aug.
Blätterfarbe: grün Blütenfarbe: weiss
Endhöhe: 5m - 7.5m Endbreite: 4m - 5m
Sonne: Halbschatten, Vollsonne Boden Feuchtigkeit: feucht, trocken
Boden Schwere: schwer, mittelschwer, leicht Boden pH-Wert: schwach alkalisch, neutral, schwach sauer
Winterhärte: winterhart Verwendung: Einzelpflanze
Süsse: mittelsauer Laubkleid: laubabwerfend
Erhältlich: Februar bis November
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