Sachalin-Pfaffenhütchen, Grossfruchtiges Pfaffenhütchen
Euonymus planipes - Grossfrüchtiges Ziergehölz mit spektakulärem Herbstschmuck
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Breite: 3m - 4m
Standort: Sonnig bis halbschattig
Boden: Frisch bis mässig feucht, humos, nährstoffreich, durchlässig; schwach sauer bis kalkhaltig
Wasser: Mässiger Wasserbedarf, gleichmässig frisch; kurzzeitig trockenheitsverträglich
Blüte: Kleine, unscheinbare Blüten in Trugdolden
Blütenfarbe: Grünlich-weiss bis gelbgrün
Blütezeit: Mai bis Juni
Eignung für Bienen: Gut, Nektar- und Pollenquelle für Wildbienen und andere Insekten
Duft: Ohne nennenswerten Duft
Wuchshöhe: 4–5 m
Wuchsbreite: 3–4 m
Wuchsgeschwindigkeit: Ca. 20–40 cm pro Jahr
Blattform: Elliptisch bis eiförmig, fein gesägt
Blattfarbe: Frischgrün bis mittelgrün
Herbstfärbung: Leuchtend karminrot bis purpurrot
Laub: Sommergrün, laubabwerfend
Wurzelsystem: Flach bis Herzwurzler, fein verzweigt
Pflanzabstand: 2–3 m
Winterhärte: Bis etwa -34 °C, Winterhärtezone 4 (WHZ 4)
Verwendung: Solitärgehölz, Blütenhecke, Naturgarten, Gehölzrand, Vogelschutzgehölz, Parkanlagen
Windverträglichkeit: Gut
Eignung für die Kultur im Kübel: In grossen Kübeln einige Jahre möglich, langfristig Freiland bevorzugt
Familie: Spindelbaumgewächse (Celastraceae)
Herkunft: Sachalin, Japan, Kurilen und Nordost-Asien
Züchter: Wildart (Euonymus planipes), keine Züchtung
Geselligkeit: Solitär oder kleine Gruppen von 3–5 Pflanzen
Besonderheiten: Besonders grosse, vierlappige Fruchtkapseln mit orangefarbenen Samenmänteln; hervorragende Herbstfärbung; ökologisch wertvolles Gehölz
Das Sachalin-Pfaffenhütchen (Euonymus planipes) zählt zu den eindrucksvollsten Herbstgehölzen überhaupt. Im Herbst schmücken unzählige grosse, rosarote Fruchtkapseln mit leuchtend orangefarbenen Samen den Strauch und bilden zusammen mit der intensiven karminroten Herbstfärbung ein spektakuläres Farbenspiel. Gleichzeitig ist das robuste Gehölz pflegeleicht, winterhart und eine wertvolle Nahrungsquelle für viele Vogelarten.
Herkunft
Das Sachalin-Pfaffenhütchen stammt aus den gemässigten Regionen Nordostasiens. Sein natürliches Verbreitungsgebiet umfasst die Insel Sachalin, die Kurilen sowie Teile Japans. Dort wächst es an Waldrändern und in lichten Laubwäldern. Aufgrund seines aussergewöhnlichen Fruchtschmucks zählt die Art heute zu den attraktivsten Pfaffenhütchen für Gärten und Parkanlagen.
Bevorzugter Standort und Wuchseigenschaften
Euonymus planipes gedeiht sowohl in der Sonne als auch im Halbschatten. An sonnigen Standorten entwickeln sich die Herbstfärbung und der Fruchtbehang besonders intensiv. Der Boden sollte humos, nährstoffreich und gleichmässig frisch sein, wobei die Art insgesamt sehr anpassungsfähig ist.
Der Strauch wächst breit aufrecht und entwickelt mit zunehmendem Alter eine locker aufgebaute, malerische Krone. Mit einer Endhöhe von 4 bis 5 Metern eignet sich das Sachalin-Pfaffenhütchen hervorragend als Solitär oder für grössere freiwachsende Hecken.
Besonderheiten – vor allem der Frucht
Die grünlich-weissen Blüten im Mai und Juni sind eher unscheinbar, bilden jedoch die Grundlage für den spektakulären Fruchtschmuck. Im Spätsommer entstehen ungewöhnlich grosse, vierkantige Fruchtkapseln, die sich im Herbst kräftig rosarot verfärben. Nach dem Aufspringen erscheinen leuchtend orangefarbene Samenmäntel, die einen eindrucksvollen Kontrast bilden.
Die dekorativen Früchte bleiben oft über Wochen am Gehölz und werden von verschiedenen Vogelarten gerne angenommen. Für Menschen sind alle Pflanzenteile – insbesondere die Früchte – giftig und nicht zum Verzehr geeignet.
Verwendung im Garten
Das Sachalin-Pfaffenhütchen entfaltet seine grösste Wirkung als Solitär, wo sich der aussergewöhnliche Fruchtbehang und die intensive Herbstfärbung ungestört präsentieren können. Ebenso eignet es sich hervorragend für naturnahe Gehölzpflanzungen oder freiwachsende Blütenhecken.
In Kombination mit Gehölzen, die eine attraktive Rindenfarbe oder Winterstruktur besitzen, sorgt es für ganzjährigen Zierwert. Auch in grösseren Gärten oder Parkanlagen setzt es eindrucksvolle saisonale Akzente.
Pflege
Das Grossfrüchtige Pfaffenhütchen ist ausgesprochen robust und pflegeleicht.
Drei Kulturtipps:
- Pflanze möglichst an einen sonnigen Standort – dort entwickeln sich Fruchtbehang und Herbstfärbung am intensivsten.
- Arbeite beim Pflanzen Kompost ein, damit sich das Gehölz rasch etabliert.
- Ein Rückschnitt ist nur bei Bedarf erforderlich und sollte im Spätwinter erfolgen. Entferne dabei lediglich abgestorbene oder sich kreuzende Triebe.
Vergleich mit anderen Pfaffenhütchen
Im Vergleich zum heimischen Europäischen Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) zeichnet sich das Sachalin-Pfaffenhütchen durch deutlich grössere Fruchtkapseln und eine noch eindrucksvollere Herbstfärbung aus. Das Flügel-Pfaffenhütchen (Euonymus alatus) beeindruckt vor allem mit seinen korkigen Zweigen und der flammend roten Herbstfärbung, erreicht jedoch meist nicht die Grösse und Wirkung des Fruchtschmucks von Euonymus planipes. Wer spektakuläre Herbstfrüchte sucht, findet im Sachalin-Pfaffenhütchen eine der schönsten Arten überhaupt.
Empfehlenswerte Pflanzpartner
Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii) – ihre weisse Frühlingsblüte, essbaren Früchte und leuchtende Herbstfärbung ergänzen das Pfaffenhütchen perfekt und sorgen für mehrere Höhepunkte im Jahresverlauf.
Zaubernuss (Hamamelis × intermedia) – übernimmt mit ihrer Winterblüte den Zierwert nach dem spektakulären Herbstauftritt des Pfaffenhütchens und verlängert die Gartensaison.
Roter Hartriegel 'Midwinter Fire' (Cornus sanguinea 'Midwinter Fire') – seine gelb-orange-roten Wintertriebe setzen nach dem Laubfall eindrucksvolle Farbakzente und harmonieren hervorragend mit der Herbstfärbung des Pfaffenhütchens.
Rispenhortensie 'Limelight' (Hydrangea paniculata 'Limelight') – ihre grossen cremeweissen Blütenstände bringen Helligkeit in die Pflanzung und schaffen einen reizvollen Kontrast zu den intensiven Herbstfarben des Pfaffenhütchens.
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