Vitex agnus-castus var. latifolia 'Latifolia'
Breitblättriger Mönchspfeffer 'Latifolia' - mediterraner Blütenstrauch mit grossen blauvioletten Blütenrispen
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Breite: 2m - 3m
Standort: vollsonnig, warm und geschützt
Boden: durchlässig, humos, mässig nährstoffreich, sandig bis lehmig, frisch bis mässig trocken
Wasser: mässiger Wasserbedarf, nach dem Anwachsen gut trockenheitsverträglich, Staunässe vermeiden
Blüte: lange, aufrechte Blütenrispen
Blütenfarbe: blauviolett bis violettblau
Blütezeit: Juli bis September, bei günstiger Witterung bis Oktober
Eignung für Bienen: ausgezeichnet, sehr reich an Nektar und Pollen
Duft: Blüten leicht aromatisch, Laub würzig beim Zerreiben
Wuchshöhe: 200–400 cm
Wuchsbreite: 200–300 cm
Wuchsgeschwindigkeit: etwa 30–50 cm pro Jahr
Blattform: handförmig gefingert mit 5–7 grossen, breit lanzettlichen Fiederblättern
Blattfarbe: graugrün bis silbriggrün
Herbstfärbung: gelblich, unauffällig
Laub: sommergrün
Wurzelsystem: Herzwurzler mit kräftigem, tiefreichendem Wurzelsystem
Pflanzabstand: 200–250 cm
Winterhärte: bis etwa –18 °C, Winterhärtezone WHZ 7; in rauen Lagen Winterschutz empfehlenswert
Verwendung: Solitär, mediterraner Garten, Bienenweide, Blütenstrauch, Kübel (nur grosse Gefässe), Kiesgarten
Windverträglichkeit: gut, bevorzugt geschützte Standorte
Eignung für die Kultur im Kübel: gut, sofern ein ausreichend grosses Pflanzgefäss verwendet wird
Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Herkunft: Auslese von Vitex agnus-castus var. latifolia, deren Wildform aus Westasien und dem östlichen Mittelmeerraum stammt
Züchter: historische Selektion
Geselligkeit: einzeln oder in kleinen Gruppen pflanzen
Besonderheiten: grossblättrige Form des Mönchspfeffers mit besonders kräftigem Wuchs, langen Blütenrispen und aromatischen Früchten
Der breitblättrige Mönchspfeffer 'Latifolia' verbindet mediterranes Flair mit einer beeindruckenden Sommerblüte. Von Juli bis weit in den September schmücken lange, blauviolette Blütenrispen den Strauch und locken unzählige Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an. Mit seinem grossen, silbrig schimmernden Laub und seiner hohen Hitzeverträglichkeit ist er die ideale Wahl für sonnige Gartenbereiche und moderne, trockenheitsverträgliche Pflanzungen.
Herkunft
Vitex agnus-castus ist seit Jahrhunderten im Mittelmeerraum und in Westasien heimisch. Dort besiedelt der Strauch sonnige Flussufer, trockene Kiesflächen und warme Hänge. Die Varietät var. latifolia zeichnet sich durch ihre deutlich breiteren Blätter und den kräftigeren Wuchs aus. Der Sortenname 'Latifolia' bedeutet wörtlich «breitblättrig» und beschreibt dieses charakteristische Merkmal treffend.
Bevorzugter Standort und Wuchseigenschaften
'Latifolia' liebt sonnige, warme und möglichst geschützte Standorte. Je mehr Sonne der Strauch erhält, desto reicher fällt die Blüte aus. Der Boden sollte gut durchlässig sein und darf auch sandig oder kiesig ausfallen. Nach dem Einwurzeln kommt der Mönchspfeffer hervorragend mit sommerlicher Hitze und längeren Trockenphasen zurecht.
Mit einer Höhe von bis zu vier Metern entwickelt sich 'Latifolia' zu einem stattlichen, locker aufgebauten Blütenstrauch. Seine grossen, handförmig gefingerten Blätter wirken besonders dekorativ und verleihen der Pflanze einen exotisch-mediterranen Charakter. Das silbrig graugrüne Laub bildet einen schönen Kontrast zu den intensiv blauvioletten Blüten.
Besonderheiten
Die langen Blütenrispen erscheinen am diesjährigen Holz und öffnen sich von unten nach oben über viele Wochen hinweg. Dadurch bleibt der Strauch bis in den Frühherbst attraktiv. Die nektarreichen Blüten gehören zu den wichtigsten Nahrungsquellen für Bestäuber während der Sommermonate.
Nach der Blüte entwickeln sich kleine, dunkelbraune bis schwarze Steinfrüchte. Sie erinnern optisch an Pfefferkörner und besitzen einen aromatischen Duft. Historisch wurden sie als Gewürz und Heilpflanze genutzt, heute stehen jedoch vor allem ihr Zierwert und ihre Bedeutung für die Biodiversität im Vordergrund.
Verwendung im Garten
'Latifolia' eignet sich hervorragend als Solitär in mediterranen Gärten, Kiesgärten oder grosszügigen Staudenpflanzungen. Auch vor hellen Mauern oder zwischen silberlaubigen Pflanzen entfaltet der Strauch seine besondere Wirkung. Dank seines lockeren Wuchses wirkt er leicht und elegant, ohne dabei an Präsenz zu verlieren.
Für die Kübelkultur solltest Du ein besonders grosses Pflanzgefäss mit einer durchlässigen, mineralischen Erde wählen. In Regionen mit strengeren Wintern empfiehlt sich ein geschützter Standort oder ein Winterschutz für Wurzelbereich und Triebe.
Pflege
Der Mönchspfeffer ist ausgesprochen pflegeleicht.
Kulturtipp 1: Schneide den Strauch im zeitigen Frühjahr kräftig zurück. Da die Blüten am diesjährigen Holz entstehen, fördert der Rückschnitt einen kräftigen Neuaustrieb und eine üppige Blüte.
Kulturtipp 2: Giesse nur während längerer Trockenperioden. Zu viel Feuchtigkeit oder Staunässe schaden den Wurzeln.
Kulturtipp 3: Dünge im Frühjahr sparsam mit einem organischen Langzeitdünger oder etwas Kompost. Zu hohe Stickstoffgaben führen zu viel Blattmasse und einer geringeren Blütenfülle.
Vergleich mit anderen Sorten
Im Vergleich zum klassischen Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) besitzt 'Latifolia' deutlich grössere und breitere Blätter sowie einen kräftigeren Wuchs. Gegenüber der kompakten Sorte 'Blue Puffball'® entwickelt 'Latifolia' einen wesentlich grösseren Strauch und eignet sich dadurch besser als Solitär oder für grössere Gartenflächen. Beide Sorten überzeugen mit einer langen Blütezeit und einem hohen ökologischen Wert, unterscheiden sich jedoch deutlich in ihrer Wuchsgrösse.
Pflanzpartner
- Lavendel (Lavandula angustifolia) – unterstreicht den mediterranen Charakter und ergänzt die blauviolette Blüte mit intensivem Duft.
- Perovskie (Salvia yangii, ehemals Perovskia atriplicifolia) – harmoniert mit ihrem silbrig grauen Laub und den violettblauen Blüten perfekt mit dem Mönchspfeffer.
- Bartblume (Caryopteris × clandonensis) – verlängert das Blütenangebot für Bienen und sorgt bis in den Herbst für intensive Blautöne.
- Rispenhortensie (Hydrangea paniculata) – bildet mit ihren grossen Sommer- und Herbstblüten einen reizvollen Kontrast und verlängert den Zierwert der Pflanzung bis weit in den Herbst.
Um die Chancen etwas zu erhöhen und das Wachstum respektive Blütenbildung zu beschleunigen habe ich folgenden Erdmix dafür benutzt:
20% 'Tessiner' Graserde, 10% Komposterde (Marke Eigenproduktion), 5% Gartenkompost (Ricoter), 5% Fruchtbare Erde Nr.1, 20% Fruchtbare Erde Nr.2, 20% Zitruserde (Ricoter), 10% Greenplant (Wyss), 2% Schilfmulch (Ricoter), 5% Kokosserde (Biogarten Andermatt), 2% Blähton (Wyss), zweifache Menge Hornmehl und Hornspäne (Lubera) plus Biosol (Biogarten Andermatt).
Und in der Tat, während die Ersatzpflanze bereits nach Lieferung Mitte Mai, kräftig ausgeschlagen hat, konnte wir Anfang Juni die ersten kleinen Triebspitzen sehen, welche sich dann im Laufe der nächsten Monate durch wöchentliches Düngen (jeweils am Wochenende) mit reduzierten Mengen (1/4) an Zitrusdünger (Lubera) zusammen mit 1: 20 verdünnter Brennnesselbrühe (Marke Eigenproduktion) sehr stark weiter entwickelten.
Ende Juni begann der Ersatz zu blühen, ironischerweise allerdings nicht blau sondern weiss, 'glücklicherweise' hatte Lubera die Pflanzen vertauscht;-)
Wir wollten eigentliche beide Farben anpflanzen, die weisse Sorte war jedoch leider im Frühling 2017 nicht lieferbar, jedenfalls nicht offiziell ;-))
Anfang August begann nun dann auch der wieder auferstandene Pfefferstrauch mit fast 6 wöchiger Verspätung (relativ zum weissen) zu blühen und zwar wie man es eigentlich erwarten würde, in blau! ;-)
Nun ja, jetzt haben wir aus Versehen bereits dieses Jahr beide Farben, nochmals ganz herzlichen Dank!
Bezüglich Boden Feuchtigkeit vertragen übrigens beide Sorten durchaus auch Trockenheit respektive Trockenstress. Darüber hinaus scheint die blaue Sorte zumindest in der Südschweiz resp. Italien einen kräftigeren Wuchs als die weisse Sorte zu haben.
Viele Grüsse