Feigenbaum 'Desert King'

Ficus carica 'Desert King' - extrem ertragreiche Sommerfeige mit guter Winterhärte

Feigenbaum 'Desert King', Ficus carica
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#1 von 1 - 'DesertKing' - eine extrem süsse Sommerfeige

Vorteile des Feigenbaums 'Desert King'

  • gute Winterhärte
  • riesiger Ertrag an Sommerfeigen
  • saftige Feigen mit gutem Geschmack, Haut gut essbar

Der Feigenbaum 'Desert King' gehört im Nordwesten der USA, also in Oregon und Washington State zu den am häufigsten gepflanzten Feigensorten. Der Grund dafür ist einfach erklärt: 'Desert King' hat eine sehr gute Winterhärte (wahrscheinlich die beste aller Sommerfeigensorten) und bietet dazu einen riesigen Feigenertrag zu einer Zeit, wo man sonst im Norden selten Feigen sieht, im Juli. Die Feige selber sieht zunächst etwas unscheinbar aus, birnenförmig, zur Reife hin grün-gelb-weisslich, aber das rote Fruchtfleisch ist sehr saftig und aromatisch und auch die Haut ist fein und gut essbar.

Wie und wann fruchtet die Feige 'Desert King'?

'Desert King', die manchmal auch einfach King und seltener Charlie genannt wird (Synonyme), ist eine sogenannte Sommerfeige, sie setzt im Herbst-Winter einer Vegetationsperiode an der Spitze der Jahrestriebe Feigen an, im Frühling beginnen die Feigen zu wachsen und kommen dann im Sommer zur Reife. Und wie ist es mit dem Herbstertrag? Ausser in Ausnahmefällen hat 'Desert King' keinen Herbstertrag. 'Desert King' ist eine sogenannte San Pedro-Feige: Sie setzt den Sommerertrag parthenokarp, also ohne Befruchter an, für einen erfolgreichen Herbstertrag bräuchte sie aber unbedingt die Befruchterwespe, die im Süden die Feigenbäume befruchtet. Und diese Befruchterwespe gibt es bei uns ganz einfach nicht… Fazit: 'Desert King' ist wirklich eine reine Sommerfeige, als eine solche aber eine der besten und ertragreichsten, eben gerade weil der Herbstertrag ausfällt und dadurch genug Knospen und Blattachseln für den Herbstansatz an Sommerfeigen (fürs nachfolgende Jahr) übrigbleiben.

Geschmack und Fruchtqualität

Die Feigen des Feigenbaums 'Desert King' sehen unreif etwas unscheinbar grün aus; das Laub ist jedoch typischerweise nicht sehr dicht, so dass die Früchte trotz der ‘Tarnfarbe’ gut zu erkennen sind. Auf die Reife hin verändert sich die Farbe zu hellgelb-weiss, manchmal sind auf der dünnen Fruchthaut auch weisse Risse zu sehen, die aber nicht saften. Genau dann ist der richtige Zeitpunkt gekommen, die mittelgrossen, birnenförmigen Früchte zu ernten und zu essen. Sie reifen als eine der frühesten Sommerfeigen in der Regel im Juli, in späteren Lagen auch Anfang August. Wenn man die Feige dann mit Zeigefinger und Daum auseinanderbricht, erwartet einen die erste Überraschung: Das Fruchtfleisch ist erdbeerrot und sehr saftig. Im Mund zeigt sich eine schmelzende Textur, auch viel Saft und der Geschmack ist süss bis sehr süss, mit dem typischen hinterlegten Feigenton. Im Gegensatz zu vielen anderen Feigen ist auch die Haut, die äussere ‘Schale’ des Fruchtfleisches gut essbar und ebenfalls zart schmelzend.

Wuchs des Feigenbaums 'Desert King'

'Desert King' wächst etwas sparrig, und bildet natürlicherweise eher wenig Bodentriebe aus. Dies ist in nördlichen Regionen mit einer tiefen Pflanzung zu korrigieren, so dass der Feigenbaum auch nach einem sehr harten Winter gut regenerieren kann. Wir empfehlen auch bei dieser Sommerfeige, den Baum eher als Grossstrauch und mehrtriebig zu erziehen (mit 2 bis 5 Hauptästen). Dies erreicht man einerseits durch tiefe Pflanzung; andererseits kann 'Desert King' im ersten Jahr nach der Pflanzung (falls der Feigenbaum noch zu wenig Triebe aufweist) nochmals auf ca. 20-40cm zurückgeschnitten werden, um mehr Hauptäste zu erzielen.

Feigenbaum 'Desert King' schneiden

Wie bereits erwähnt ist 'Desert King' eine typische und in unseren Breiten auch eine ausschliessliche Sommerfeigensorte, die nur am letztjährigen Holz trägt. Im Spätherbst und Winter entwickeln sich an den Spitzen der Jahrestriebe die kleinen Feigenknospen, aus denen dann im folgenden Jahr die saftigen Sommerfeigen entstehen… Soll man jetzt 'Desert King' überhaupt schneiden? Schneiden hiesse ja, dass man die potentiellen Fruchtansätze aus dem Wintere entfernt und weniger Ertrag haben kann? Wir empfehlen dennoch im Februar-März einen Schnitt, und zwar nach folgender Regel:

Schnittregel für den Feigenbaum 'Desert King'

Spätestens nach dem 2. Standjahr soll 'Desert King' folgendermassen im Februar-März geschnitten werden:

Jeder dritte Jahrestrieb wird ca. einen Drittel zurückgeschnitten.

Dies hat folgenden Effekt:

  1. Es bleiben genug Äste und Triebspitzen ungeschnitten, die im laufenden Jahr im Juli Ertrag bringen.
  2. Es entstehen zusätzliche Verzweigungen und Seitentriebe, die im folgenden Jahr fruchten werden.

Wie winterhart ist 'Desert King'?

'Desert King' hat sich in verschiedenen Gebieten der USA als Hauptsorte im Hausgarten durchgesetzt, weil dieser Feigenbaum für eine Sommerfeige aussergewöhnlich winterhart ist und auch in einer kürzeren Vegetationsperiode sicher und regelmässig Früchte bringt. Herbstfeigensorten sind ja dagegen auf eine lange und warme Herbstvegetation angewiesen, was bei 'Desert King' nicht der Fall ist. Bis zu -15°C (kurzzeitig) bleiben auch die jungen Feigenknospen über den Winter unbeschädigt und können sich zu einem reichen Ertrag weiterentwickeln.

Für welche Regionen und Standorte ist 'Desert KIng' geeignet?

'Desert King' ist für folgende Standorte und Verwendungen geeignet:

  • Kübelfeige (ab 30l) für eine frühe Ernte im Sommer, dann wenn die Feigen am besten schmecken; über die kälteste Zeit kann dann  die Kübelfeige frostfrei oder bis -8°C in einer Garage oder einem Gartenhäuschen überwintert werden.
  • Ideal als Spalierfeige an einer Wärme abstrahlenden Hauswand, so kann diese Sorte auch in etwas kälteren Regionen gepflanzt werden
  • Ansonsten (also ausgepflanzt ohne Topf, und ohne den Schutz einer Hauswand oder nicht in der Nähe eines Hauses) in allen eher wintermilden Regionen und Mikroklimaten, in Meeresnähe, in der Nähe von Flüssen, in Weinbaulagen. Wie gesagt hat man mit 'Desert King' den Vorteil, dass man keinen warmen Herbst und keine sehr lange warme Vegetationsperiode braucht, weil die Früchte im Frühling und Hochsommer wachsen und reifen. Sie werden sogar an der Nordseeküste reif.
  • 'Desert King' sollte eher nicht in sehr winterkalten Regionen mit Temperaturen tiefer als -15°C ausgepflanzt werden. Hier ist nur der Anbau im Kübel zu empfehlen.

Woher stammt der Feigenbaum 'Desert King'?

'Desert King' wurde um 1930 in der Nähe vom Madera, Kalifornien gefunden. Es ist wie bei vielen Sorten nicht geklärt, welcher alter europäischer Sorte 'Desert King' entsprechen könnte… Es ist aber eher nicht anzunehmen, dass 'Desert King' ein neuer in Amerika entstandener Zufallssämling war, da ja die für die sexuelle Fortpflanzung der Feigen notwendigen Befruchterwespen erst gegen 1900 eingeführt wurden und nur an wenigen Orten zur Verfügung standen. Der Name 'Desert King' gibt etwas Rätsel auf, vielleicht wollte man damit ausdrücken, dass diese einfach kultivierbare Feigensorte auch unter widrigen Umständen einen sehr grossen Sommerertrag bringt. Die Firma, die die Feigensorte 'Desert King' in den 30er Jahren populär machte, hiess auch King Fig Plantation. Wem aber Desert (=Wüste) etwas unpassend erscheint, der kann auch gerne den Namen mit einem schlichten ‘S’ veredeln: Dessert King.


Steckbrief: Feigenbaum 'Desert King'

Feigentyp: Sommerfeige mit einem ausschliesslichen Sommerertrag (San Pedro-Typ)

Wuchs: Eher sparrig, das Blattwerk ist nicht sehr dicht, so dass die grünen Feigen gut zu sehen sind. Nach 10 Jahren und ohne Frostereignisse erreicht der Feigenbaum oder Feigenstrauch ca. 350 cm.

Früchte: Mittelgrosse birnenförmige Feigen, zur Reife hin gelb-weiss umfärbend

Ernte: Sehr früh für Sommerfeigen, in der Regel im Juli; 2 Wochen früher als die meisten anderen Sommerfeigen

Winterhärte: Triebe und auch Fruchtknospen überleben auch kurzzeitige Temperaturen bis -15°C; der sicherste Anbau ist aber in Lagen und Mikroklimaten gegeben, wo die Temperatur im Winter selten unter -12°C geht.

Standorteignung: Eher mildes Winterklima, damit die Sommerfeigen in Kleinststadium den Winter überleben; in kälteren Lagen Kübelkultur oder als Fächer-Spalier an einer Wand.

Fragen, Antworten und Gartenstorys zu Feigenbaum 'Desert King' (6)

Frage
05.11.2022 - Desert King schon eingepflanzt...
Guten Tag, danke sehr für das Feigen Duo.
Nun habe ich den Desert King ca Mitte Oktober schon in den Garten gepflanzt. War das vielleicht doch ein Fehler?
Little miss Figgy hat einen größeren Topf bekommen und steht noch auf der schattigen Terasse.
Wir sind hier kürzlich nach Oberfranken (auch 'bayrisch Sibirien' genannt) gezogen und ich kenne die Wintertemperaturen noch nicht.
Reicht es den Desert King nur mit Vlies über den Winter zu schützen?
Vielen Dank vorab und schöne Grüße.
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Frage
20.10.2022 - Wie am Besten überwintern im Kübel?
Wenn ich die Desert King jetzt erhalte und im Frühjahr in den Garten auspflanzen möchte, was ist bei der Überwinterung zu beachten?
Wenig gießen, nicht trocken werden lassen habe ich schon gefunden. Aber was ist mit Licht und Temperatur?
Ist es ratsam, die Pflanze bspw. in der Wohnung bei Raumtemperatur am Fenster aufzustellen? Was wäre mit einem sonnigen Fensterplatz an der Südseite?
Oder reicht es, wenn die Pflanze im dunklen Keller bei 10° C herumsteht?
Was ist am Besten? Was ist zu beachten?
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Frage
15.10.2022 - Feigenbaum Desert kikg
Hallo
Ich habe gestern den Feigenbaum Desert Kkng von Ihnen erhalten. Ich habe jetzt noch die Frage. Soll uch ihn jetzt in einen größeren Topf umtopfen oder so wie geliefert in dem 5 l Conteiner im Keller überwintern lassen und erst im Frühjahr umtopfen? Wie oft muss man die Pflanze im Winter Gießen?
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Name: Feigenbaum 'Desert King' Botanisch: Ficus carica
Lubera Selektion: ja Blätterfarbe: grün
Endhöhe: 4m - 5m Endbreite: 3m - 4m
Sonne: Vollsonne Boden Feuchtigkeit: feucht, trocken
Boden Schwere: schwer, mittelschwer, leicht Boden pH-Wert: neutral, schwach sauer
Winterhärte: bedingt winterhart / winterhart nur im milden Mikroklima Verwendung: Kübel, Süd- und Westwände, Einzelpflanze
Süsse: süss Erhältlich: Februar bis Dezember
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