Winterjasmin
Jasminum nudiflorum - leuchtend gelbe Blüten mitten im Winter
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Breite: 2m - 3m
Standort: Sonne bis Halbschatten, warm und geschützt bevorzugt
Boden: Frisch bis mässig trocken, humos, nährstoffreich und gut durchlässig
Wasser: Mässiger Wasserbedarf, Staunässe vermeiden
Blüte: Einzeln stehende, sternförmige Blüten
Blütenfarbe: Leuchtend gelb
Blütezeit: Dezember bis April (je nach Witterung)
Eignung für Bienen: Gut, wertvolle frühe Nahrungsquelle für Wildbienen und Hummeln an milden Wintertagen
Duft: Kaum wahrnehmbar bis duftlos
Wuchshöhe: 200–300 cm
Wuchsbreite: 200–300 cm
Wuchsgeschwindigkeit: 20–40 cm pro Jahr
Blattform: Dreizählig gefiedert oder einfach, eiförmig bis elliptisch
Blattfarbe: Mittelgrün
Herbstfärbung: Gelblich, wenig auffällig
Laub: Sommergrün
Wurzelsystem: Flach bis herzförmig wurzelnd
Pflanzabstand: 100–150 cm
Winterhärte: Bis etwa -29 °C, Winterhärtezone WHZ 5
Verwendung: Solitär, Mauerkronen, Böschungen, Rankgerüste, Spaliere, Gehölzränder, Kübel (gross)
Windverträglichkeit: Gut, geschützte Standorte fördern eine besonders reiche Blüte
Eignung für die Kultur im Kübel: Gut, bei ausreichend grossem Pflanzgefäss
Familie: Ölbaumgewächse (Oleaceae)
Herkunft: Nord- und Zentralchina
Züchter: Wildart (keine Züchtung)
Geselligkeit: Einzelstellung oder kleine Gruppen
Besonderheiten: Blüht an den vorjährigen Trieben bereits im Winter und bildet lange, überhängende Triebe, die sich bei Bodenkontakt leicht bewurzeln
Wenn der Garten noch in der Winterruhe liegt, setzt der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) bereits leuchtend gelbe Farbakzente. Seine zahlreichen Blüten erscheinen oft schon ab Dezember an den noch kahlen Trieben und bringen Leben in die kalte Jahreszeit. Der robuste Kletterstrauch ist pflegeleicht, vielseitig verwendbar und gehört zu den zuverlässigsten Winterblühern überhaupt.
Herkunft
Der Winterjasmin stammt ursprünglich aus den Bergregionen Nord- und Zentralchinas. Ende des 19. Jahrhunderts gelangte er nach Europa und etablierte sich schnell als eines der beliebtesten winterblühenden Ziergehölze. Trotz seines deutschen Namens gehört er zwar zur gleichen Familie wie der Echte Jasmin, besitzt jedoch keinen ausgeprägten Blütenduft. Seine aussergewöhnlich frühe Blüte macht ihn dennoch zu einem unverzichtbaren Gehölz für winterliche Gärten.
Bevorzugter Standort und Wuchseigenschaften
Der Winterjasmin bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit einem lockeren, gut durchlässigen Gartenboden. Er wächst locker buschig mit langen, bogig überhängenden Trieben, die ohne Rankhilfe elegant über Mauern oder Böschungen fallen. Mit einer geeigneten Kletterhilfe erklimmt er Höhen von bis zu drei Metern. Die Pflanze wächst jährlich etwa 20 bis 40 Zentimeter und entwickelt sich rasch zu einem attraktiven, breit ausladenden Strauch.
Besonderheiten, vor allem der Frucht
Seine grösste Besonderheit ist zweifellos die aussergewöhnlich frühe Blüte. Bereits an frostfreien Wintertagen öffnen sich die leuchtend gelben, sternförmigen Blüten direkt an den kahlen Zweigen. Dadurch entsteht ein eindrucksvoller Kontrast zur winterlichen Gartenlandschaft. Die Blüten bieten frühen Wildbienen und Hummelköniginnen wertvolle Nahrung, sobald die Temperaturen einen Ausflug zulassen. Früchte werden in Mitteleuropa nur selten gebildet und besitzen keinen nennenswerten Zierwert.
Verwendung im Garten
Der Winterjasmin ist ein vielseitiges Gestaltungselement für den Wintergarten. Besonders schön wirkt er über Natursteinmauern, an Treppenanlagen oder an einer Pergola, wo seine überhängenden Triebe malerisch zur Geltung kommen. Mit einer Rankhilfe begrünt er auch Zäune oder Hauswände zuverlässig. Ebenso eignet er sich für grössere Pflanzgefässe auf Terrasse oder Balkon. Wähle bitte einen Kübel mit mindestens 40 Litern Volumen und einer guten Drainage, damit überschüssiges Wasser sicher abfliessen kann.
Pflege
Der Winterjasmin gehört zu den pflegeleichtesten Winterblühern.
Drei Kulturtipps:
- Schneide die Pflanze direkt nach der Blüte leicht zurück. So bilden sich kräftige neue Triebe, die im nächsten Winter besonders reich blühen.
- Entferne regelmässig ältere, vergreiste Triebe bodennah, um den Strauch dauerhaft vital und blühfreudig zu halten.
- Decke den Wurzelbereich junger Pflanzen in den ersten Wintern mit einer Mulchschicht ab. Ältere Exemplare sind ausgesprochen frosthart.
Vergleich mit anderen Sorten
Der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) ist der bekannteste winterblühende Vertreter seiner Gattung. Im Gegensatz zum Echten Jasmin (Jasminum officinale) begeistert er nicht mit intensivem Duft, sondern mit seiner aussergewöhnlich frühen Blüte mitten im Winter. Auch gegenüber Winter-Schneeball (Viburnum × bodnantense) oder Winter-Duftheckenkirsche (Lonicera fragrantissima) setzt er andere Akzente: Seine leuchtend gelben Blüten erscheinen direkt an den kahlen Trieben und sorgen bereits aus der Ferne für intensive Farbtupfer.
Pflanzpartner
- Zaubernuss (Hamamelis × intermedia) – ergänzt den Winterjasmin mit aussergewöhnlichen Blütenformen und verlängert die winterliche Blütensaison.
- Winter-Schneeball (Viburnum × bodnantense 'Dawn') – sorgt mit seinen rosafarbenen, intensiv duftenden Blüten für einen reizvollen Kontrast.
- Christrose (Helleborus niger) – bildet unter dem Winterjasmin einen winterblühenden Bodenteppich und setzt elegante weisse Akzente.
- Kornelkirsche (Cornus mas) – schliesst mit ihrer goldgelben Frühjahrsblüte nahtlos an die Blütezeit des Winterjasmins an und bietet zahlreichen Bestäubern wertvolle Nahrung.
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