Roter Hartriegel
Cornus sanguinea - Heimisches Wildgehölz mit leuchtend roten Trieben
Roter Hartriegel kaufen
gleich mitbestellen
Breite: 3m - 4m
Standort: Sonne bis Halbschatten, auch lichter Schatten
Boden: Frisch bis mässig trocken, humos, durchlässig, nährstoffreich, kalkverträglich
Wasser: Mässiger Wasserbedarf, nach der Anwachsphase gut trockenheitsverträglich
Blüte: Flache, schirmförmige Blütendolden
Blütenfarbe: Cremeweiss bis weiss
Blütezeit: Mai bis Juni
Eignung für Bienen: Sehr gut, wertvolle Nektar- und Pollenquelle
Duft: Leicht süsslich duftend
Wuchshöhe: 3–4 m
Wuchsbreite: 3–4 m
Wuchsgeschwindigkeit: 30–50 cm pro Jahr
Blattform: Eiförmig bis elliptisch, zugespitzt
Blattfarbe: Frischgrün bis mittelgrün
Herbstfärbung: Leuchtend orange, scharlachrot bis purpurrot
Laub: Sommergrün, laubabwerfend
Wurzelsystem: Flach bis herzförmig wurzelnd, dicht verzweigt
Pflanzabstand: 2–3 m
Winterhärte: bis etwa -34 °C, Winterhärtezone 4 (WHZ 4)
Verwendung: Hecken, Naturgärten, Vogelschutzgehölz, Feldgehölze, Böschungsbefestigung, Solitär, Gehölzränder
Windverträglichkeit: Sehr gut
Eignung für die Kultur im Kübel: Nur bedingt geeignet, dauerhaft besser im Freiland
Familie: Hartriegelgewächse (Cornaceae)
Herkunft: Europa, Westasien und Nordafrika; heimische Art in Mitteleuropa
Züchter: Wildart, keine Züchtung
Geselligkeit: Gruppenpflanzung oder freiwachsende Hecken mit 3–5 Pflanzen besonders wirkungsvoll
Besonderheiten: Leuchtend rote Wintertriebe, schwarze Beeren für Vögel, ökologisch äusserst wertvolles Wildgehölz
Der Rote Hartriegel (Cornus sanguinea) gehört zu den schönsten heimischen Wildgehölzen und begeistert das ganze Jahr über mit wechselnden Höhepunkten. Im Frühjahr erscheinen zahlreiche weisse Blüten, im Herbst schmücken schwarze Beeren und eine intensive Laubfärbung den Strauch, bevor im Winter die leuchtend roten Zweige ihren grossen Auftritt haben. Dank seiner Robustheit und seines hohen ökologischen Wertes ist er eine hervorragende Wahl für naturnahe und pflegeleichte Gärten.
Herkunft
Der Rote Hartriegel ist in weiten Teilen Europas sowie in Westasien und Nordafrika heimisch. In Deutschland wächst er natürlicherweise an Waldrändern, Hecken, Böschungen und auf kalkreichen Standorten. Als heimisches Gehölz ist er optimal an unser Klima angepasst und bildet einen wichtigen Bestandteil vieler natürlicher Lebensräume.
Bevorzugter Standort und Wuchseigenschaften
Cornus sanguinea gedeiht sowohl in voller Sonne als auch im Halbschatten und kommt mit nahezu jedem normalen Gartenboden zurecht. Besonders wohl fühlt er sich auf frischen, humosen und kalkhaltigen Böden, verträgt aber nach dem Einwachsen auch längere Trockenphasen erstaunlich gut.
Der Strauch wächst kräftig und breitbuschig mit zahlreichen aufrechten Trieben. Im Laufe der Jahre entwickelt er eine locker verzweigte Krone und erreicht Höhen sowie Breiten von etwa 3 bis 4 Metern. Seine jungen Zweige färben sich besonders im Winter intensiv dunkelrot bis purpurrot und setzen eindrucksvolle Farbakzente in der laublosen Jahreszeit.
Besonderheiten – vor allem der Frucht
Von Mai bis Juni erscheinen zahlreiche cremeweisse Blütendolden, die von Wildbienen, Schwebfliegen und vielen weiteren Insekten intensiv besucht werden. Aus ihnen entwickeln sich im Spätsommer kleine, glänzend schwarze Steinfrüchte.
Für den Menschen sind die Beeren roh nicht zum Verzehr geeignet. Zahlreiche heimische Vogelarten wie Amseln, Drosseln oder Stare nutzen sie dagegen als wertvolle Nahrungsquelle. Damit trägt der Rote Hartriegel wesentlich zur Förderung der Artenvielfalt im Garten bei.
Verwendung im Garten
Der Rote Hartriegel ist ein echtes Multitalent. Er eignet sich hervorragend für freiwachsende Blütenhecken, naturnahe Grundstücksgrenzen oder als Solitärgehölz auf grösseren Flächen. Auch an Böschungen überzeugt er mit seinem dichten Wurzelsystem und trägt zur Bodenfestigung bei.
Besonders eindrucksvoll wirkt er im Winter vor immergrünen Gehölzen oder einer hellen Hauswand, wo seine roten Zweige besonders intensiv leuchten. Wer seinen Garten möglichst naturnah gestalten möchte, findet im Roten Hartriegel eines der wertvollsten heimischen Gehölze überhaupt.
Pflege
Der Rote Hartriegel ist ausgesprochen pflegeleicht und benötigt nach dem Anwachsen kaum Aufmerksamkeit.
Drei Kulturtipps:
- Schneide ältere Triebe alle paar Jahre bodennah zurück. So treiben besonders viele intensiv rot gefärbte Jungtriebe nach.
- Mulche den Wurzelbereich mit Laub oder Kompost, damit die Bodenfeuchtigkeit länger erhalten bleibt.
- Vermeide Staunässe, insbesondere in den ersten Standjahren, damit sich das Wurzelsystem optimal entwickelt.
Vergleich mit anderen Hartriegel-Arten
Im Vergleich zum Weissen Hartriegel (Cornus alba) besitzt der Rote Hartriegel einen natürlicheren, lockereren Wuchs und ist als heimische Wildart ökologisch deutlich wertvoller. Der Sibirische Hartriegel 'Sibirica' beeindruckt zwar mit besonders leuchtend roten Wintertrieben, erreicht jedoch meist nicht die hohe Bedeutung für die heimische Tierwelt. Gegenüber dem Blumenhartriegel (Cornus kousa) steht beim Roten Hartriegel weniger die spektakuläre Blüte als vielmehr die Kombination aus Winterfärbung, Herbstlaub und Naturgartenwert im Vordergrund.
Empfehlenswerte Pflanzpartner
Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) – die auffälligen rosafarbenen Früchte ergänzen die schwarzen Beeren des Roten Hartriegels und schaffen einen wertvollen Lebensraum für zahlreiche Vogelarten.
Haselnuss (Corylus avellana) – blüht bereits sehr früh im Jahr und bildet zusammen mit dem Hartriegel eine abwechslungsreiche, heimische Wildhecke.
Gemeiner Schneeball (Viburnum opulus) – begeistert mit weissen Blüten und leuchtend roten Früchten, die den ökologischen Wert einer Wildgehölzpflanzung zusätzlich erhöhen.
Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii) – verbindet eine frühe Blüte, essbare Früchte und eine spektakuläre Herbstfärbung mit den natürlichen Qualitäten des Roten Hartriegels und sorgt für ganzjährigenVielen Dank H. Bosshard
Lubera Originale sind exklusive Lubera® Sorten, die von Lubera entweder gezüchtet oder erstmals auf den Markt gebracht worden sind.
Wer Lubera Originale kauft, bekommt die doppelten Tells®-Äpfel (=Rabatte für die nächste Bestellung) gutgeschrieben.
Beim Kauf dieser von Lubera gezüchteten Lubera Original-Pflanze erhalten Sie die doppelten Tells gutgeschrieben.
Tells® werden grundsätzlich aufgrund des fakturierten Nettobetrags berechnet (1 Tells für volle 25 Euro/sFr).
Bei doppelten Tells wird am Schluss nochmals der Wert der Tells-Originale dazugerechnet und die neue Summe für die Berechnung der Tells benutzt.