Japanische Aralie - der Teufelskrückstock

Aralia elata - eine Bereicherung für den Garten

Japanische Arelie (Arelia elata) (Foto: © Hortival Diffusion)
Japanische Arelie (Arelia elata) (Foto: © Hortival Diffusion)
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Wenn der Teufel ins Seniorenalter kommt, würde er bestimmt gerne einen Zweig dieser Aralia elata haben. Aber bis es soweit ist, benutzen wir einfach diesen schönen Grossstrauch, um fernöstliche Abwechslung in den Garten zu bringen.

Der "Japanische Angelikabaum", wie er auch genannt wird, ist eine absolute Bereicherung für den grossen Garten. In unserem Klima kann er bis  5 Meter hoch werden (und 2 Meter breit), so dass man bei der Pflanzung dieser Rarität schon gleich die zukünftigen Platzansprüche im Auge behalten sollte. Die ersten Jahre kann er aber auch problemlos im Kübel gehalten werden. Aber warum nun ist der Teufel dem Vernehmen nach so scharf auf einen Krückstock – oder sagen wir eher mal: Spazierstock – von eben diesem Grossstrauch bzw. Baum? Genau, wegen der Stacheln, die den Stamm, die Triebe und sogar die Unterseite der Blätter verzieren! Und was dem Teufel recht ist, kann uns nur lieb sein, jedenfalls botanisch gesehen. Dieser „Krückstock“ ist im Garten eine phantastische Zierde und mit dem fast skurrilen Aussehen ein aussergewöhnlicher Hingucker für die Einzelstellung.  Die Japanische Aralie trägt ab Juli/August grosse, weisse Blütendolden und im Herbst dann kleine, schwarze Früchte, die aber leider leicht giftig sind (wie die übrigen Teile des Strauches auch).

Vorteile der Japanischen Aralie

  • gute Winterhärte, nur in jungen Jahren und sehr kalten Gebieten etwas Schutz notwendig 
  • aparte, mehrstämmige Wuchsform
  • gelbe Herbstfärbung
  • mehrtriebiger Stamm
  • grosse, cremeweisse Blütendolden im Hochsommer
  • Insektenweide
  • aparte, filigrane Blätter
  • schwarze Beeren im Herbst bis in den Winter hinein (nicht geniessbar für Menschen, aber ein Leckerbissen für Vögel)
  • lange, gefiederte und Blätter, die sich schön im Wind wiegen

Wuchs und Schnitt

Die Japanische Aralie wächst mehrtriebig, was auch gut ist, denn der Hauptstamm überdauert nur ca. 10 Jahre. In dieser Zeitspanne sind dann genügend Triebe nachgewachsen, so dass dieser Baum stets selbst für Nachschub an malerisch wachsenden Stämmen erzeugt. Der Nachteil ist allerdings, dass man diese Ausläufer manchmal etwas eindämmen muss, indem man einige von ihnen abhackt, ausgräbt oder nahe am Stamm abreisst. Wer es bequemer mag  kann bei der Pflanzung eine Rhizomsperre einbauen. Der mehrtriebige Wuchs ist aber auch der Vorteil der Aralie, da mehrere schlanke Stämme so nah beieinander einen ganz besonderen Reiz ausüben, besonders wenn der Baum als Solitär gepflanzt wird. Einen regelmässigen Schnitt braucht die Aralie nicht, da sie mehrtriebig erst ihr besonderes Flair entwickelt, aber nichtsdestotrotz kann man den Baum bei Bedarf zurück schneiden, um seine Höhe zu begrenzen. Falls man schneiden möchte, immer daran denken, Handschuhe anzuziehen oder man spürt deutlich, warum der Baum seinen speziellen, volkstümlichen Namen trägt.

Ansprüche und Überwintern

Die Japanische Aralie hat keine besonderen Ansprüche an den Boden, nur durchlässig sollte er sein. In schweren Lehmböden gilt es, diese etwas aufzulockern, indem man das Pflanzloch etwas tiefer als nötig aushebt und unten etwas Sand einarbeitet, aber in den meisten, durchschnittlichen Böden genügt es, den Aushub gut mit Kompost oder einer Pflanzerde wie unserer Fruchtbaren Erde Nr. 2 anzureichern, damit Giess- und Regenwasser gut ablaufen kann und dem Baum genügend Nährstoffe zur Verfügung stehen. Ausserdem beugt man so bodenbürtigen Pilzen vor, die der Aralie bei Staunässe zu schaffen machen können. 

Aralia elata ist gut winterhart, was heisst, dass sie nur in sehr kalten, exponierten Lagen einen Schutz vor Kahlfrösten braucht. Mit den Jahren, wenn der Stamm dicker wird, erhöht sich die Frosttoleranz. Wir empfehlen, die ganz junge Pflanze im Garten im Spätherbst zu mulchen, am besten mit trockenem Laub und/oder Tannenzweigen. Um den überirdischen Teil sollte man denn noch ein leichtes, atmungsaktives Winterschutzvlies wickeln. Nach ein paar Jahren kann diese Vorsichtsmassnahme dann entfallen. Je windgeschützter und vor Dauernässe geschützt die Aralie steht, umso winterhärter ist sie auch.

Sollte die Aralie in Kübel stehen, sollte dieser geschützt gegen zu viel kalten Winterregen aufgestellt werden (auch hier anfangs unbedingt ein Winterschutzvlies verwenden) oder aber man überwintert ihn an einem kühlen, frostsicheren Platz. Noch ein Tipp zur Kübelpflanzung: Denken Sie unbedingt daran, eine gute Kübelpflanzenerde zu verwenden. Man kann es  nicht oft genug sagen: Es lohnt sich! Qualitativ hochwertige Kübelpflanzenerden (wie unsere Fruchtbare Erde Nr. 1) sorgen für eine gute Durchlüftung, sie bleiben über lange Zeit stabil und versorgen die Pflanze mit essentiellen Nährstoffen. 

Düngung

Wie für alle Pflanzen ist auch für die Japanische Aralie ein wenig Dünger als Starthilfe von grosser Bedeutung. Ein bisschen Langzeitdünger (siehe hier: Fruitilizer® Saisondünger Plus) mit ins Pflanzloch gestreut hilft der jungen Aralie in den ersten Monaten, solange die Wurzeln noch nicht voll ausgebildet sind, alle wichtigen Nährstoffe für gesundes Blattwachstum zu bekommen. Da in der ersten Zeit nach der Pflanzung auch regelmässig gegossen werden muss, empfiehlt es sich, auch etwas Sofortdünger, wie unseren Fruitilizer® Instant Bloom, ins Giesswasser zu geben. Die meisten Pflanzen, Sträucher, Bäume und Stauden profitieren von diesen Extragaben im ersten Jahr und die Aralie ist keine Ausnahme. Bei Pflanzung im Garten und vor allem, wenn jährlich eigener Kompost ausgebracht wird, kann die Düngung nach einiger Zeit zurückgefahren werden. Dann genügt es, nur im Frühling Langzeitdünger oder Volldünger in die Erde um die Stämme herum ausbringen und leicht einzuarbeiten.

Besonderheit

Die Japanische Aralie kommt – wer hätte das gedacht – aus Japan, China und Korea. Besonders in Japan werden die jungen Triebe im Frühling auch gerne ausgebacken in Sansai-Tempura verwendet, wobei Sansei für Berggemüse steht und aus verschiedenen, im Frühjahr oft wild gesammelten Kräutern und Triebsprossen aus den Bergen Japans besteht. Bei uns gilt die Japanische Aralie allerdings als leicht giftig, so dass wir diese Zubereitungsweise NICHT propagieren, sondern diesen schönen Grossstrauch bzw. kleinen Baum als reine Zierpflanze im Garten anbieten. Wer im Frühling also selbst etwas Sansei-Tempura zubereiten will, dem empfehlen wir zarte Spargeltriebe, Zwiebellauch oder Zuckerwurzelteile aus unserem Everveg-Programm oder gut bekannte, essbare, heimische Wildkräuter. 

Kurzbeschreibung der Japanischen Aralie

Blüte: grosse, cremeweisse Trugdolden ab Juli
Blätter, Blattform: bis zu 80 cm lang, dunkelgrün, unterseits stachelig, zweifach gefiedert
Wuchs: aufrecht, mehrstämmig
Schnitt: nach Bedarf     
Endgrösse, ungeschnitten: 3,5 bis 5 Meter hoch, 1-2 Meter breit  
Frucht: ca. 3 mm dicke, schwarze Beeren im Herbst, nicht essbar
Exposition: sonnig bis halbschattig
Kübelpflanze/Auspflanzen: beides
Winterhärte: bedingt winterhart

Fragen, Antworten und Gartenstorys zu Japanische Aralie - der Teufelskrückstock (0)

Name: Japanische Aralie - der Teufelskrückstock Botanisch: Aralia elata
Blütezeit: Anf. Jul. bis Ende Aug. Blätterfarbe: grün
Blütenfarbe: weiss Endhöhe: 3m - 5m
Endbreite: 100cm - 2m Sonne: Halbschatten, Vollsonne
Boden Feuchtigkeit: feucht, trocken Boden Schwere: schwer, mittelschwer, leicht
Boden pH-Wert: alkalisch, schwach alkalisch, neutral, schwach sauer Winterhärte: bedingt winterhart / winterhart nur im milden Mikroklima
Verwendung: Kübel, Gruppenpflanze, Einzelpflanze Erhältlich: Februar bis November
Kundenbewertung 5.0/5
1 Bewertung

02.07.2021 | 07:28:58
Dieses Produkt soll vor dem Haus ein kleines Beet großteils bedecken.
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