Schwedische Mehlbeere
Sorbus intermedia - Robuster Klimabaum mit Blüten, Früchten und leuchtender Herbstfärbung
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Breite: 5m - 7.5m
Standort: sonnig bis halbschattig
Boden: frisch bis mässig trocken, nährstoffreich, durchlässig, auch kalkhaltig
Wasser: frisch, nach dem Anwachsen gut trockenheitsverträglich
Blüte: dichte Schirmrispen
Blütenfarbe: cremeweiss bis weiss
Blütezeit: Mai bis Juni
Eignung für Bienen: sehr gut
Duft: leicht süsslich
Wuchshöhe: 10–15 m
Wuchsbreite: 5–8 m
Wuchsgeschwindigkeit: ca. 30–50 cm pro Jahr
Blattform: breit eiförmig bis rundlich, gelappt, unterseits filzig
Blattfarbe: oberseits dunkelgrün, unterseits silbrig-weiss
Herbstfärbung: gelb bis orangegelb
Laub: sommergrün
Wurzelsystem: Herzwurzler
Pflanzabstand: 5–7 m
Winterhärte: bis ca. -34 °C, WHZ 4
Verwendung: Hausbaum, Strassenbaum, Parkbaum, Vogelnährgehölz, Bienenweide, Einzelstellung, Allee
Windverträglichkeit: sehr gut, auch küstengeeignet
Eignung für die Kultur im Kübel: nur in jungen Jahren bzw. kurzfristig geeignet
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Herkunft: Skandinavien, Baltikum und Nordosteuropa
Züchter: Wildart (Sorbus intermedia)
Geselligkeit: Solitär oder in kleinen Gruppen
Besonderheiten: silbrig behaarte Blattunterseiten, hoher Zierwert durch Blüten, Früchte und Herbstfärbung, salz- und stadtklimaverträglich
Die Schwedische Mehlbeere (Sorbus intermedia) gehört zu den vielseitigsten Haus- und Klimabäumen. Mit ihren weissen Blüten im Frühjahr, den leuchtend roten Früchten im Spätsommer und der warmen Herbstfärbung bietet sie über viele Monate hinweg einen hohen Zierwert. Gleichzeitig überzeugt sie durch ihre Robustheit gegenüber Trockenheit, Wind, Hitze und Stadtklima.
Herkunft
Die Schwedische Mehlbeere stammt ursprünglich aus Südschweden sowie den Küstenregionen des Baltikums und Nordosteuropas. Dort wächst sie in lichten Wäldern und an sonnigen Standorten. Botanisch handelt es sich um eine eigenständige Art (Sorbus intermedia), die sich hervorragend an unterschiedliche Klimabedingungen angepasst hat. Aufgrund ihrer aussergewöhnlichen Widerstandsfähigkeit wird sie heute europaweit als Strassen-, Park- und Hausbaum geschätzt.
Bevorzugter Standort und Wuchseigenschaften
Am schönsten entwickelt sich die Schwedische Mehlbeere an einem sonnigen Standort. Sie gedeiht jedoch ebenso zuverlässig im lichten Halbschatten. Ideal sind frische bis mässig trockene, gut durchlässige und nährstoffreiche Böden. Auch kalkhaltige Substrate sowie zeitweise Trockenheit werden gut vertragen.
Der Baum wächst gleichmässig mit einer breit eiförmigen bis rundlichen Krone und erreicht etwa 10 bis 15 Meter Höhe. Die dunkelgrünen Blätter besitzen eine auffällig silbrig-filzige Unterseite, die bei Wind besonders dekorativ zur Geltung kommt. Im Herbst färbt sich das Laub in leuchtenden Gelb- bis Orangetönen.
Besonderheiten – Blüten und dekorative Früchte
Im Mai erscheinen zahlreiche weisse Blüten in grossen Schirmrispen. Sie werden intensiv von Bienen, Wildbienen und anderen Bestäubern besucht und stellen eine wertvolle Nahrungsquelle dar.
Ab August reifen daraus leuchtend orange- bis scharlachrote Früchte. Sie bleiben oft bis in den Winter am Baum haften und dienen zahlreichen Vogelarten als wichtige Nahrungsquelle. Für den Menschen sind die Früchte nach Frosteinwirkung oder verarbeitet zu Gelee und Marmelade ebenfalls verwendbar, auch wenn sie roh aufgrund ihrer Gerbstoffe eher herb schmecken.
Verwendung im Garten
Die Schwedische Mehlbeere eignet sich hervorragend als pflegeleichter Hausbaum für mittelgrosse Gärten. Durch ihre hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Hitze, Trockenheit, Wind und Streusalz ist sie ausserdem eine ausgezeichnete Wahl für Vorgärten, Strassenbegleitgrün und moderne Klimagärten.
Dank ihrer kompakten Krone benötigt sie weniger Platz als viele andere Hausbäume und bietet dennoch angenehmen Schatten sowie einen hohen ökologischen Wert. Besonders schön kommt sie als Solitär auf Rasenflächen oder in Kombination mit Stauden und kleineren Ziergehölzen zur Geltung.
Pflege – kurz und unkompliziert
Die Schwedische Mehlbeere zählt zu den besonders pflegeleichten Bäumen.
3 Kulturtipps:
- Giesse den Baum in den ersten beiden Standjahren während längerer Trockenperioden regelmässig an, bis er gut eingewurzelt ist.
- Ein Rückschnitt ist normalerweise nicht erforderlich. Entferne lediglich abgestorbene oder sich kreuzende Äste im Spätwinter.
- Eine jährliche Gabe von Kompost oder organischem Langzeitdünger im Frühjahr unterstützt einen vitalen Austrieb und eine reiche Blüte.
Vergleich mit anderen Arten
Im Vergleich zur Echten Mehlbeere (Sorbus aria) wächst die Schwedische Mehlbeere etwas kräftiger und entwickelt eine regelmässigere, rundliche Krone. Ihre Blätter sind stärker gelappt und wirken dadurch lebendiger. Gegenüber der Vogelbeere (Sorbus aucuparia) überzeugt sie mit einer deutlich höheren Trockenheits-, Hitze- und Salzverträglichkeit und gilt deshalb als einer der besten Zukunftsbäume für den Klimawandel.
Pflanzpartner
- Felsenbirne (Amelanchier lamarckii) – ergänzt die Mehlbeere mit einer frühen Blüte, essbaren Früchten und einer intensiven Herbstfärbung.
- Blasenbaum (Koelreuteria paniculata) – seine gelben Blüten und dekorativen Fruchtblasen sorgen im Sommer für zusätzliche Farbakzente und vertragen ähnliche Standorte.
- Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea) – lockt zahlreiche Bestäuber an und bildet mit seinen kräftigen Blütenfarben einen schönen Kontrast unter dem lockeren Kronendach.
- Rutenhirse (Panicum virgatum) – das aufrechte Ziergras unterstreicht den natürlichen Charakter der Pflanzung und sorgt bis in den Winter für attraktive Struktur.
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