Apfel Gloster 69

Malus domestica 'Gloster 69' - Der pflegeleichte Apfel aus dem Alten Land

Apfel Gloster 69
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Vorteile Apfel Gloster 69

  • gutes Aroma, wenig Säure bei angenehmem Fruchtzuckergehalt
  • bildet mittelgrosse bis grosse Früchte
  • hervorragender Tafelapfel mit vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten

Obwohl er aufgrund seines recht jungen Alters noch lange nicht zu den ältesten Traditionssorten unter den Apfelbäumen zählt, hat sich der Apfel 'Gloster 69' seit seiner Markteinführung im Jahre 1969 in allen Anbaulandschaften Mitteleuropas bewährt. Bereits in den letzten 90er Jahren brachte es dieser köstliche Winterapfel allein in Deutschland auf eine staatliche Anbaumenge um die 110.000 t. Kein Wunder, da die Bäume dieser Apfelsorte nur sehr bescheidene Ansprüche beim Anbau stellen und ihre Besitzer dennoch mit reichlichen Erträgen wohlschmeckender Früchte verwöhnen. 

Geschichte des Glosterapfel

Solch leckere Äpfel sind bei seinen populären Eltern auch nicht erstaunlich, schliesslich entstand der Apfel 'Gloster 69' aus einer Kreuzung aus (Glo… wie) 'Glockenapfel' und ‘Red Delicious', also starken Vorfahren, die bezüglich Fruchtbarkeit und Fruchtqualität ohnehin höchsten gärtnerischen Anforderungen genügen. Ziel dieser Züchtung, die unter der Leitung von Prof. Dr. Loewel (ehemaliger Direktor der Obstbaumversuchsanstalt Jork im Alten Land) stattfand, war eine rotgefärbte und dem 'Glockenapfel' ähnliche Sorte auszulesen, was dann 1951 auch gelang. Der 'Gloster' Apfelbaum wurde schliesslich nach längerer Prüfung 18 Jahre später öffentlich bekannt gemacht und seither vor allem in Mitteleuropa erfolgreich angebaut. Die Äpfel haben sich zu einem echten Verkaufshit, besonders im Ökoanbau, entwickelt und fanden schnell ihre Liebhaber, zumal die Bäume selbst im Erwerbsanbau als äusserst bestandssicher und erfreulich krankheitsresistent gelten.

Standortanforderungen von 'Gloster 69' 

Eine zunächst von den Forschern angenommene und lediglich auf bestimmte klimatische Regionen beschränkte Anbaubreite hat sich im Nachhinein nicht bestätigt. Die Kultivierung dieser Apfelsorte ist somit in allen bekannten mitteleuropäischen Apfelanbaugebieten zwischen Nordfrankreich bis hinüber an die Elbe in Dresden und selbst bis zur österreichischen Steiermark und in die Südtiroler Gegend hinein ohne nennenswerte Probleme möglich. Als besonders wüchsige Sorte verlangt der Apfel 'Gloster 69' lediglich ganz normalen lockeren Gartenboden und bevorzugt nährstoffreiche Erde zwischen frisch und (regelmässig) feucht. Der Glosterapfel toleriert jedoch auch schlechtere Wachstumsbedingungen. 

Wuchseigenschaften des Glosterapfel

Das Holz der Bäume ist nur wenig frostempfindlich und dank der verzögert einsetzenden Blütezeit zwischen April und Mai sind an der schneeweissen bis hellrosafarbenen Pracht ebenfalls kaum nachwinterlichen Schäden zu befürchten. Bei steil angesetzten Seitenästen und -trieben wächst der 'Gloster 69' Apfelbaum mittelstark bis stark, sodass ab dem zweiten Jahr formgebende Eingriffe mit der Gartenschere notwendig sein können, um die Äste etwas weiter in die Waagerechte zu zwingen. Bis zum Vollertragsalter entwickelt sich in der Regel eine locker strukturierte, gleichmässige und handliche Krone mit nicht zu dichtem Fruchtbehang, die kaum noch Probleme bei der arttypischen Wüchsigkeit macht. Ein weiterer Trumpf, wenn Sie bei Lubera einen Apfelbaum 'Gloster 69' kaufen, ist seine ausgeprägte Unempfindlichkeit gegenüber Krankheiten und Schädlingen wie Spinnmilben oder Mehltau, sowie Feuerbrand und Kragenfäule. 

Ertrag von Äpfeln der Sorte ‘Gloster 69‘

Die bereits in frühen Jahren einsetzenden, regelmässigen und hohen Erträge zählen zu den herausragendsten Eigenschaften dieser erfreulich wüchsigen und einfach kultivierbaren Apfelsorte. An ungeeigneten Standorten wie auch bei zu hoher Behangdichte als Folge eines unzweckmässigen Kronenaufbaus kann es zu Qualitätsmängeln an den Früchten (grasig schmeckende, schlecht gefärbte oder aromaarme Äpfel) kommen. 

Ernte und Lagerung der Glosteräpfel

Besonders wichtig und ertragsfördernd ist das Entfernen kümmerlicher und kleinwüchsiger Äpfel, bevor sie vollständig ausgereift sind. Damit bleiben den grösseren und erheblich länger lagerfähigen Früchten wesentlich mehr Kraftreserven bis zu ihrer Pflückreife, die an den mitteleuropäischen Standorten zwischen Mitte bis Ende Oktober erreicht ist. Alles, was von Ihrer Ernte nicht sofort verzehrt oder weiterverarbeitet werden kann, bleibt bei +1 bis +2 °C im Kühllager bis Ende Februar ohne Qualitätsverluste haltbar. 

Aussehen und Geschmack von Gloster Äpfeln

Die mittelgrossen bis grossen Früchte (knapp 60 Prozent erreichen einen Durchmesser zwischen 70 und 80 mm und haben ein Gewicht von 160 bis 200 Gramm) vom 'Gloster 69' Apfelbaum haben fünf stark ausgeprägte Rippen, sind von ihrer Optik her stumpf-kegelförmig und leuchten – so appetitlich wie die Äpfel aus einem Bilderbuch – in sattem purpurrot (kräftig stumpf mit bläulichem Stich und feinen, weissen Pünktchen). Und sie sind vollendet im Geschmack – falls Ihnen jetzt schon das Wasser im Mund zusammenläuft: feine, aromatisch-würzige Note, knackig festes Fruchtfleisch, dezenter Säuregehalt (nur 6,2 g / l) bei ausgeglichenem Fruchtzuckeranteil (Refraktometerwert zwischen 11,7 bis 14,2 Prozent).

Gloster Apfel Verwendung

Mit ihrem tollen Geschmack sind die Früchte am Apfelbaum 'Gloster 69' bestens für den Frischeverzehr geeignet und geniessen inzwischen bei Jung und Alt eine gleichermassen hohe Beliebtheit. Gut, dass seine Erträge so ergiebig und stabil sind, dass die Ernte Jahr für Jahr auch noch für viele Gläser Apfelmus, unzählige Kuchenbleche, Weckgläser, Kompottschüsseln und Mostflaschen reichen wird.

Kurzbeschreibung Apfel 'Gloster 69'

Grösse: 4 bis 6 m hoch und 4 bis 6 m breit
Wuchs: aufrecht, breit, kegelförmig
Standort: sonnig bis halbschattig
Boden: normaler durchlässiger und nährstoffhaltiger, nicht zu trockener Boden 
Reifezeit: Mitte Oktober
Blütezeit: April bis Mai
Lagerfähigkeit: bis Februar lagerfähig
Frucht Aussehen/Form: Grundfarbe grüngelb, wird bis kurz vor der Ernte fast komplett rot; mittelgrosse und kleine Rostpunkte
Geschmack: saftig, gutes Aroma, mild im Geschmack bei geringem Säureanteil; knackiger Biss bei angenehmer Feinzelligkeit im Fruchtfleisch
Herkunft/Geschichte: Der Gloster Apfel ist ein beliebter Tafelapfel, den Zusatz 69 bekam er als er 1969 auf dem Markt eingeführt wurde. Bereits im Jahr 1951 wurde diese Sorte in der Forschungsstation Jork bei Hamburg in Deutschland gezüchtet. Der Anfang «Glo…» ist ein Hinweis auf seinen Ursprung, dem Glockenapfel. 
Befruchtung: selbstunfruchtbar, brauchen aber keinen in der Nähe stehenden Befruchter, da die Insekten und Bienen zur Blütezeit genug Pollen auf sich tragen, um eine Befruchtung zu ermöglichen.

Fragen, Antworten und Gartenstorys zu Apfel Gloster 69 (0)

Name: Apfel Gloster 69 Botanisch: Malus
Blütezeit: Anf. April bis Ende Mai Reifezeit: Ende Okt.
Blätterfarbe: grün Sonne: Halbschatten, Vollsonne
Boden Feuchtigkeit: feucht Boden Schwere: schwer, mittelschwer, leicht
Boden pH-Wert: schwach alkalisch, neutral, schwach sauer Verwendung: Wildgarten, Gruppenpflanze, Einzelpflanze
Laubkleid: laubabwerfend Erhältlich: Februar bis November
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