Madonnen-Lilie

Lilium candidum

Madonnen-Lilie
Madonnen-Lilie
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Die Madonnen-Lilie (oft auch unter dem Namen Weisse Lilie bekannt) gehört mit ihren strahlend weissen Sternblüten zu den bei uns bekanntesten und bereits über viele Jahre erfolgreich angebauten Liliengewächsen. Ihre beeindruckende Grösse mitsamt den auffälligen Blüten, die dazu noch betörend duften, waren dann wohl Motivation genug, dass diese unübersehbaren Liliengewächse seit Jahrhunderten in der christlichen Mystik verwurzelt sind. Diese Verwurzelung und die Anlehnung an die Jungfrau Maria und dem damit verknüpften Reinheitssymbol, brachte den Lilium candidum in schliesslich ihren Trivialnamen. Ursprünglich in den wärmeren Regionen des östlichen Mittelmeerraums beheimatet, wäre es eigentlich naheliegend, die Madonnen-Lilie zu den anspruchsvollen und pflegeintensiven Ziergewächsen zu zählen. Hinsichtlich des tatsächlichen Arbeitsaufwands für diese edlen Zwiebelpflanzen ist das jedoch völlig unzutreffend.

Vorteile der Madonnen-Lilie

  • Sehr robust wachsende Lilienart
  • Beeindruckende Grösse mit verführerischer Duftnote und auffälligem Blütenstand;
  • Gut an mitteleuropäische Klimaverhältnisse angepasster Sommerblüher (verkraftet heisse Sommer- und feucht-kühle Herbstwochen schadlos);
  • Auch im Halbschatten ordentliche Wuchskraft bei langjähriger Lebensdauer.

Wuchseigenschaften

Die Madonnen-Lilie unterscheidet sich bezüglich ihrer natürlichen Vorlieben durchaus ein wenig von ihren Artgenossinnen. Hitzeperioden mit andauernder Trockenheit beeindrucken ihren Wuchs ebenso wenig, wie feuchte Herbsttage bei kühler Witterung. Dennoch wäre in besonders niederschlagsreichen Regionen bereits bei der Pflanzung eine Drainageschicht wünschenswert, denn Dauerregen mögen Madonnen-Lilien überhaupt nicht. Wie übrigens auch starken Wind, was bei maximalen Wuchshöhen um 130 cm und einem nicht seltenem Blütendurchmesser von 25 bis 30 cm auch kein Wunder ist. Bis zu 20 dieser wunderschönen Blüten wachsen an einem einzigen Stiel. Die Blütenblätter stehen sich gegenüber, werden jeweils 5 bis 15 cm lang und sind nach aussen hin leicht in Richtung Erdboden gewölbt, wenn sie von Juni bis Juli auf Ihren Blumenrabatten für viele Wochen in majestätischem Weiss erstrahlen.

Madonnen-Lilie pflanzen

Lilium candidum soll nach Möglichkeit möglichst früh, also rechtzeitig vor dem Austrieb der überwinternden Blattschöpfe gepflanzt werden. Die Madonnen-Lilie schätzt einen kräftig gedüngten, kalkhaltigen Boden in sonnigen Lagen und möchte in den folgenden Jahren weder durch Umgraben noch mit einem zu tiefen Hacken gestört werden. Ein Grund dafür: Die Zwiebeln dieser Sommerblüher sitzen gerade einmal fünf bis maximal zehn Zentimeter tief unter der Erde. Die ansonsten übliche Regel, dass die Knollen zwischen 15 und 25 cm weit in den Boden kommen, gilt also für Madonnen-Lilien nicht. Aufgrund der beachtlichen Breite ihrer Blütenstände, aber auch im Interesse der Herausbildung vermehrungsfähiger Brutzwiebeln an der Knolle muss ein entsprechend grosser Pflanzabstand berücksichtigt werden, der sich zwischen 20 und 30 cm bewegt.

Was die Pflanzung anbelangt, ist Folgendes wichtig:

  • In klimatisch ungünstigen Regionen ist es hilfreich, die vergleichsweise grossen Gewächse wind- und sturzregengeschützt in der unmittelbaren Nähe einer Hauswand oder von hochgewachsenen Hecken (aber niemals im Vollschatten!) einzupflanzen;
  • Blumenzwiebeln von Lubera sind generell sehr hochwertig, selbstverständlich immer frisch und im Fall der Madonnen-Lilie mit 24 cm/+ sogar noch ungewöhnlich gross. Setzen Sie die Knollen dennoch bitte nie tiefer, als dass sie im Garten 5 bis 10 cm hoch mit der Pflanzerde bedeckt sind; 
  • Mulchen Sie besonders zum Herbst hin immer grosszügig den gesamten Wurzelbereich. Das schützt den Boden vor mitunter zu spät erkannter Austrocknung und hilft den Zwiebeln im Winter auch Starkfrost besser zu überstehen;

Der beste Standort für die Madonnen-Lilie

Da diese Liliensorte ihre Stängel und Blätter schon mit beginnendem Frühjahr bildet, haben wir es durchaus mit einem Starkzehrer zu tun, sodass hochwertige Erde oder ein nährstoffreiches Substrat beim Einpflanzen der Madonnen-Lilie Pflicht sind. Werten Sie das Erdreich daher möglichst weiträumig mit einer angemessenen Portion verrotteten Stalldung oder selbst gewonnenem, abgelagerten Kompost aus Ihrem Garten auf. Beachten Sie beim Substrat:
 
  • Es darf weder zu trocken noch übermässig nass sein. Ein zu nasser Wurzelballen führt bei diesen Zwiebeln nur allzu schnell zu einer rasch voranschreitenden Fäulnis.
  • Zu lehmhaltige Gartenerde lässt sich mit etwas Sand durchlässiger machen, womit Staunässe, die besonders im Herbst grossen Schaden anrichten kann, vermieden wird. 
  • Achten Sie auf ausreichenden Kalkgehalt im Boden, der für die Nährstoffversorgung der Madonnen-Lilie sehr wichtig ist und ihr Wachstum nach dem Start im Frühjahr wesentlich fördern wird.

Madonnen-Lilie vermehren

Möchten Sie später die Knollen zur Gewinnung von Brutzwiebeln ausgraben oder an einen anderen Standort verpflanzen, warten Sie damit möglichst immer so lange, bis das Blattgrün restlos verwelkt ist. Ehe sich die ersten Zwiebeln für den Nachwuchs zu bilden beginnen, ist jedoch ein wenig Geduld erforderlich, da es bis zu drei Jahren dauern kann. Eine Fortpflanzung über den selbst gebildeten Samen ist bei einer Madonnen-Lilie leider nicht möglich. Allerdings ist es einen Versuch wert, die kleinen Schuppen, die sich unterhalb der Hauptzwiebel bilden, im Frühjahr vorsichtig abzutrennen. Werden Sie anschliessend sofort in ein mit etwas feuchter Erde gefülltes Anzuchtgefäss gesteckt, sollten nach einigen Wochen erste Triebknospen sichtbar sein.

Madonnen-Lilie im Topf pflanzen

Für den Fall, dass Ihr Garten bereits derart zugewachsen ist, dass bedauerlicherweise der Platz für die eleganten und dennoch anspruchslosen, aber kostbaren Madonnen-Lilien fehlt, bleibt noch die ebenso attraktive Variante der Topfkultur. In Schrebergärten mit Raumnot können diese schicken Blumen sogar mit anderen Liliensorten kombiniert auch in Kübeln, Balkonkästen, Trögen und weiteren geeigneten Gefässen gepflanzt werden. Ein wahrer Blütenzauber entwickelt sich auf den Rabatten, wenn verschiedene Sorten mit zeitversetzter Blühzeit gepflanzt wurden, sodass sich die sommerliche Farbenpracht auf viele Wochen ausdehnen lässt. In die Pflanzbehälter wird zunächst ein Gemisch aus feinen Kieselsteinen und Topfscherben eingefüllt, wodurch sich keine stauende Nässe bilden kann, die sich an den Zwiebeln der Madonnen-Lilie ausbreitet und nach kurzer Zeit zum Totalverlust der Pflanze führen würde. Als Füllung für die Töpfe hat sich hochwertige Kübelpflanzenerde wie die Fruchtbare Erde Nr. 1 bewährt. Die verwendeten Pflanzgefässe bitte nicht zu klein auswählen. Sie sollten einen Mindestdurchmesser von 30 bis 40 cm aufweisen, damit drei bis fünf kleine oder grosse Knollen dort drin ausreichend Platz finden. Ausserdem trocknen grössere Behälter weniger schnell aus und laufen nicht Gefahr, schon beim leisesten Windzug auf der Terrasse sofort umzufallen. 

Kurzbeschreibung der Madonnen-Lilie

Zwiebelgrösse: 24/+
Pflanztiefe in cm: 5 bis 10
Abstand in cm: 20 bis 30
Blütenfarbe: Reinweiss
Blattfarbe: grün
Blütezeit: Juni bis Juli
Höhe: 80 bis 130 cm
Breite: 25 bis 30 cm
Verwendung: Duft-, Heil- und Blütenpflanze in Blumenbeeten (aus als Gruppenpflanzung), attraktive Blumengebinde
Standort: Vollsonne bis Halbschatten
Winterhärte: ja
Giftigkeit: nein (der intensive Geruch kann bei Allergikern zu Übelkeit führen)

Fragen, Antworten und Gartenstorys zu Madonnen-Lilie (0)

Name: Madonnen-Lilie Botanisch: Lilium candidum
Blütezeit: Mitte Jun. bis Ende Jul. Blütenfarbe: weiss
Endhöhe: 80cm - 120cm Sonne: Schatten, Halbschatten
Duft: duftend Erhältlich: September bis November