Easytree: Birne Conférence

Pyrus communis Conference, weitvertreitete Lagersorte

Easytree
Easytree
Easytree Birne
Easytree Birne
Easytree Birne Conference
Easytree Birne Conference
Birne Conférence
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Birne
Birne
Birne Conference
Birne Conference
Birne Conference
Birne Conference
Birne Conférence
Birne Conférence
Birnen im Glas
Birnen im Glas
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Ernte:Mitte-Ende September
Genussreife:
Im Naturlager bis Anfang Dezember
Frucht:
Flaschenförmig länglich, grüngelb, fleckig berostet
Geschmack:
Zart schmelzend, sehr angenehm im Aroma
Wuchs/Gesundheit:
Ziemlich aufrechter Wuchs, gesund, trägt früh und regelmässig
 

Hier finden Sie weitere Infos zu den einzelnen Sorten:

Birne Conference

Birne Conference
Birne Conference
Pyrus communis Conference lässt sich sehr gut lagern
Die Birne Conference ist die zuverlässigste Birne im klassischen Birnensortiment. Man könnte sie auch als Arbeitstier oder Produktionsmaschine bezeichnen, wo viele andere Birnensorten sich eher als launische Primadonnen geben. Viele ansonsten sehr gute, ja ausgezeichnete Birnensorten tragen mal viele Früchte, und dann wieder fast keine mehr (dafür riesige), es kann auch häufig bis zu 4 oder 5 Jahre gehen, bis sich einige ansonsten grossartige Sorten endlich zu einem vernünftigen Ertrag hergeben. Conference dagegen ist äusserst dankbar, zuverlässig und freigiebig. An einem sonnigen Gartenplatz trägt sie ab dem 2., sicher ab dem 3. Jahr jährlich Früchte, und das auch in einer regelmässigen Quantität und mit guter Qualität. Das macht Conference zu der am häufigsten angebauten Plantagensorte, aber auch für den Garten ist sie aufgrund ihrer Produktivität und vor allem wegen ihrer Unkompliziertheit perfekt geeignet. Die Birne Conference trägt schnell und zuverlässig Früchte.
 


Conference Krankheiten

Conference ist robust gegenüber den wichtigsten Birnenkrankheiten wie z.B.  dem Birnenschorf; auch in einem nassen Jahr oder an einem niederschlagsreichen Standort hat sie noch im Herbst zur Erntezeit ein sehr gesundes Laub. 
 


Birne Conference Standort

Conference ist für eine Birnensorte äusserst genügsam, was das Klima anbelangt. Das macht sie zur besten Lagerbirnensorte für das nördliche Europa, England und auch für Höhenlagen bis 1000 m. In Höhenlagen soll allerding ein gutes Mikroklima gewählt werden mit möglichst langer Sonnenscheindauer.


 
Conference in kalten Jahren

Mit Conference hat man auch in Frostjahren eine gute Chance, einen schönen Ertrag zu ernten. Sie hat die ausgeprägte Fähigkeit, auch ohne Befruchtung – parthenokarp – Früchte anzusetzen und zu einer vollen Grösse und zur Reife zu entwickeln. Diese Früchte sind dann normalerweise noch etwas länger gezogen als die Früchte mit Samen, aber sie weisen genau die gleichen Qualitätseigenschaften, wie normale Früchte aus, sind aber in der Regel etwas früher reif und etwas weniger lange haltbar.


Birne Conference Wachstum

Conference hat zwar die für Birnen typische Apikaldominanz, wächst also gerne steil nach oben, aber dank dem frühen und starken Ertragseintritt entwickelt sich ein Conference-Bäumchen schnell zu einem ansehnlichen und schönen Baum – ohne allzu viele Erziehungseingriffe. Die wichtigste Massnahme besteht darin, die Mitte jedes Jahr etwas zurückzunehmen, um die Entwicklung der unteren Äste zu fördern und ein Überbauen zu verhindern, wo dann nur noch die Spitzentriebe wachsen.


 
Erntezeit der Conference

Die Conference Früchte werden Mitte September geerntet, können bei ca.  5-8 Grad bis Weihnachten gelagert werden und erreichen ihren Qualitätshöhepunkt mit schmelzender Textur ca nach 5-8 Tagen Nachlagerung bei Zimmertemperatur in einer Fruchtschale. Je früher, je länger vor der Baumreife die Conference Früchte geerntet werden, desto länger ist auch ihre Haltbarkeit.


Birne Conference Geschmack

Im Gegensatz zu den meisten anderen Birnensorten dauert der Qualitätshöhepunkt bei Conference relativ lange an, man muss also keine Angst haben, das Beste immer schon verpasst zu haben Auch unreif und nicht nachgelagert wird Conference von vielen Gärtnern und Konsumenten gerne gegessen. Sie ist dann sehr knackig, bissfest und neutral süss. Offensichtlich ist diese Eignung zum vorzeitigen knackigen Genuss einer der Gründe für den zunehmenden Erfolg der Conference Birne in den letzten 50 Jahren. Der Geschmack von Conference ist zuverlässig gut, aber im Vergleich mit den Spitzensorten wie Comice nicht exzellent. Im Reifehöhepunkt ist auch Conference feinzellig schmelzend, aber halt nicht so buttrig und zungenschmeichelnd wie die besten Butterbirnen. Das Aroma ist süss, mit einer feinen Säure und einem leichten Hauch von Muskat -  aber auch hier eher neutral und zuverlässig auf gutem Niveau als atemberaubend. 
Letztglich sind es die beschriebenen Overall-Eigenschaften (Gesundheit, Robustheit, einfache Kultur, regelmässiger und früher Ertrag, schöne Birnenform, vernünftige Qualität) die den ausserordentlichen Erfolg von Conference bis heute begründen.


Birne Conference Pflanzen

Die Birne Conference ist die in West- und Nordeuropa im Garten und auch im Erwerbsanbau am häufigsten angebaute Birnensorte. Diese Dominanz zeigte sich schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, aber hat sich den letzten 50 Jahren nochmals verstärkt. Am intensivsten wird die Conference Birne, die im deutschsprachigen Raum manchmal auch Konferenzbirne genannt wird, in den Beneluxländern und in England angebaut, aber auch in der Schweiz und Deutschland ist sie die dominante Birnensorte.
Das elegante Aussehen der Conference
Vom Aussehen her ist Conference der Inbegriff einer Birnensorte: So stellt man sich eine Birne vor! Länglich flaschenförmig, mit einem langgezogenen Hals. Eine für eine Birne feine, nicht schmirgelnde, aber auch nicht zu verletzliche Haut, mit grüner Grundfarbe und 30-60% feiner Berostung ergänzen das elegante Bild. Vielleicht ist diese Eleganz auch der Grund, das Conference gerne und häufig auch französisch geschrieben und ausgesprochen wird: Conférence. Das ist zwar sympathisch und der Schönheit der Birne durchaus angemessen, aber auch falsch. Conference stammt nicht wie die meisten Birnensorten aus dem birnenverrückten 19. Jahrhundert Frankreichs und Belgiens, sondern aus England. Der Baumschuler Thomas Francis Rivers stellte sie 1885 zum ersten Mal aus und schon 1895 stand die erste grössere industrielle ‚Plantage dieser Sorte in der Nähe von Maidstone in Kent, dem damaligen Obstanbauzentrum in Südengland


Wie die Conference zur Birne und die Birne zur Konferenz kam

Die Geschichte der Sorte Conference erzählt auch die Geschichte einer Zeitenwende (nicht nur im Obstbau). Der Obstanbau in England fand bis ins 20. Jahrhundert, ja bis in die Zwischenkriegszeit hinein vor allem in den Houses, auf den Herrschaftssitzen statt. Heerscharen von Gärtnern produzierten die begehrenswertesten Früchte, allen voran Birnen, Pfirsiche, Aprikosen, Feigen, Südländisches bis hin zu Ananas. Berühmt sind auch die wunderschönen viktorianischen Glashäuer, die solches erst möglich machten. Obstanbau war also im Wesentlichen eine Angelegenheit der obere Klassen, der entstehenden Arbeiter- und Angestelltenklasse in einer sich industrialisierenden Gesellschaft blieben nur die minderen Früchte, unter anderem interessanterweise die Stachelbeeren (siehe Link Spezialartikel). Gegen Ende des 19. Jahrhunderts aber gelangten immer mehr Fruchtimporte auf den wachsenden englischen Markt, vor allem aus Frankreich, Belgien und Holland, aber auch aus den USA. In England entstand bei der arbeitenden und angestellten Bevölkerung eine Nachfrage nach Früchten auch ausserhalb der Herrschaftshäuser, und diese Nachfrage wollte gestillt sein…


Geschichte der Birne Conference

Das nagte natürlich am englischen Nationalstolz, und so machte die Royal Horticultural Society (RHS) das, was man fast immer macht, wenn man nicht mehr weiter weiss: Sie berief Konferenzen (davor sicher unzählige Sitzungen) ein, um den industriellen Obstbau (für eine sich industrialisierende Gesellschaft) zu befördern. Nach dem erfolgreichen National Apple Congress von 1883 lud man 1885 zur National Pear Conference in Chiswick ein, dem damaligen Sitz der RHS. Der Kongress selber und die begleitende Ausstellung von 615 verschiedenen Birnensorten war leider ein ziemlicher Misserfolg. Gardener‘s Cronicle schreibt dazu: „It has been a matter for regret that quite one half the days the show of Pears was open were wet ones, thus seriously affecting the attendance of the public. It is evident that Pears have entirely failed to create the interest which attached to the Apples two years since. «  Es war also … das britische Wetter. Immerhin, ein kleiner Lichtblick im trüben Ausstellungswetter, einer einzigen neuen ausgestellten Sorte konnte das Frist-Class Certificate verliehen werden. Und ihr Name war: Conference. 
 


T. Francis Rivers und die Birne Conference

Die neue Birne mit dem sprechenden Namen Conference war vom Baumschuler und Züchter T. Francis Rivers selektioniert und eingereicht worden. Die Namenswahl – Conference schon Conference vor der Conference zu nennen -  war dabei sicher ein ziemlich geschickter Marketingtrick. T. Francis und sein Vater, Thomas Rivers, führten damals eine der bekanntesten Obstbaumschulen Englands, und sie beschränkten sich im Gegensatz zu ihren Mitbewerbern, z.B. Bunyard in Maidstone, nicht auf den Import von französischen und belgischen Sorten und auf die Wiederentdeckung älterer Sorten, sondern brachten auch  regelmässig selber gezüchtete und selektionierte Neuheiten auf den Markt. Rivers hatte Conference aus einer Sämlingspopulation ausgelesen, die aus frei abgeblühten Samen der Sorte Léon Leclerc de Laval entstanden war. Immerhin zeigt sich da auch noch bei dieser englischen Sorte der dominierende Einfluss der belgischen und französischen Birnenkultur des 19. Jahrhunderts: Leon Leclerc de Laval ist eine Züchtung des belgischen Baumschulers JB Van Mons, gewidmet dem französischen Pomologen und Züchter Léon Leclerc aus Laval.


Der Siegeszug der Birne Conference

Mit ihren bahnbrechenden Eigenschaften – regelmässige und grosse Erträge, gute Lagerfähigkeit,  gute Qualität auch im nördlichen Europa, Fähigkeit zum Fruchtansatz ohne Bestäubung, wichtig in Frostjahren – setzte sich Conference im Gartenmarkt, aber auch in industriellen Anbau schnell durch: Schon 1895 stand die erste grosse Plantage in Maidstone, in Kent. Aber der Erfolg schwappte auch schnell wieder aufs europäische Birnenmutterland hinüber, Conference wurde im 20. Jahrhundert die dominierende Birnensorte in West- und Nordeuropa mit einem starken Schwerpunkt in Holland und – natürlich! - Belgien. 90% der belgischen Birnen, die im Wesentlichen aus Conference bestehen, werden exportiert. Und raten Sie, welches der wichtigste Exportmarkt ist: natürlich England, heute aber auch Russland und Asien.

 
Birne Conference in Europa

Die Birne Conference steht mit ihrer Geschichte symptomatisch für den Beginn des industriellen Obstanbaus, für die Weiterentwicklung des länderübergreifenden Obsthandels, und natürlich auch, auf eine bestimmte Weise, für die Demokratisierung der aristokratischen Birnenfrucht. Wenn aber die Konferenz und ihre Birne dazu bestimmt waren, den Anbau in England zu fördern, so erreichten sie das letztlich noch viel eindrücklicher auf dem europäischen Festland. England selber ist bis heute eine grosse Frucht-Importnation geblieben. ‚Buy British‘, das gerade bei den Früchten als Slogan sehr präsent ist, ist letztlich nur Ausdruck des Mangels, nicht des Überflusses. Der Britische Birnenanbau kann den Bedarf bei weitem nicht stillen, auch wenn Conference auch auf der Insel die wichtigste Sorte darstellt. Ob dafür – wieder einmal – das Wetter verantwortlich ist?
 
Endgrösse Niederstamm:
Höhe: 2,5-3,5 m, Kronen-Ø: 2-2,5 m
Endgrösse Spalier:
Höhe: 2,5-3,5 m, Länge: bis 3,5 m
Endgrösse Halbstamm:
Stammhöhe: 0,7-0,9m, Kronenh.: 3,5-4,5 m, Kronen-Ø: 3-4 m

Fragen, Antworten und Gartenstorys zu Easytree: Birne Conférence (3)

Frage 11.11.2020 gefällt mir gefällt mir (0) gefällt mir nicht gefällt mir nicht (0) Antwort schreiben
Befruchtersorte
Brauchen Birnbäume unbedingt eine andere Befruchtersorte, oder können sich auch zwei Bäume der selben Sorte gegenseitig bestäuben?
Antwort (1)
Frage 31.01.2018 gefällt mir gefällt mir (0) gefällt mir nicht gefällt mir nicht (0) Antwort schreiben
Easytree schneiden
Voriges Jahr habe ich 4 Easytrees gepflanzt. Zwei Birnen, eine Ringlotte und eine Zwetscke. Habe ich das richtig verstanden, daß die Bäume NICHT geschnitten werden ?
Antwort (2)
Frage 05.10.2016 gefällt mir gefällt mir (0) gefällt mir nicht gefällt mir nicht (0) Antwort schreiben
Stammhöhe Easytree Conference
Guten Tag

Ich liebe die Conference-Birnen, weshalb es auch von Anfang an klar war, dass ich einen Baum im Garten möchte. Jetzt da der Garten da ist, fehlt noch der Baum. Nun interessiert mich die Stammhöhe, welcher Ihr Easy-Tree Birne Conference hat.

Was genau ist eigentlich anders am Easy Tree 'Modell' als an 'normalen' Obstbäumen, dass die so einfach sind? Es ist ja dieselbe Sorte, also sollten Wuchs, Schädlingsbefall, Krankheiten etc. etwa ähnlich sein, oder?

Vielen Dank für Ihre Antworten und freundliche Grüsse
Antwort (1)
Name: Easytree: Birne Conférence Botanisch: Pyrus communis
Blütezeit: Anf. April bis Ende April Reifezeit: Ende Sept.
Blätterfarbe: grün Blütenfarbe: weiss
Endhöhe: 2m - 4m Endbreite: 2m - 3m
Sonne: Halbschatten, Vollsonne Boden Feuchtigkeit: feucht, trocken
Boden Schwere: schwer, mittelschwer, leicht Boden pH-Wert: neutral, schwach sauer
Winterhärte: winterhart Verwendung: Süd- und Westwände, Einzelpflanze
Süsse: mittelsüss Erhältlich: Februar bis November
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