Birne Conference - Hochstamm/Halbstamm

Pyrus communis Conference lässt sich sehr gut lagern

Birne Conference
Birne Conference
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Birne
Birne
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Birne Conference
Birne Conférence
Birne Conférence
Birne Conference - Blüte
Birne Conference - Blüte
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Vorteile Birne Conference

  • Trägt schnell und zuverlässig
  • Frühzeitig knackiger Genuss
  • Gutes Zucker-Säure Verhältnis mit angenehmer würze

Kurzbeschreibung Birne Conference

Wuchs: mittelstarken Wuchs, buschartig, gut verzweigt
Standort: sonnig bis halbschattig
Boden: normaler nährstoffreicher Boden, warm
Reifezeit: September
Blütezeit: April und Mai
Lagerfähigkeit: bis Oktober lagerbar
Frucht Aussehen/Form: bildet mittelgrosse Früchte, länglich, mittelfest, gelbgrün
Geschmack: Gutes Zucker-Säure Verhältnis mit angenehmer würze, saftig
Herkunft/Geschichte: Wie die Conference zur Birne und die Birne zur Konferenz kam.
Die Geschichte der Sorte Conference erzählt auch die Geschichte einer Zeitenwende (nicht nur im Obstbau). Der Obstanbau in England fand bis ins 20. Jahrhundert, ja bis in die Zwischenkriegszeit hinein vor allem in den Houses, auf den Herrschaftssitzen statt. Heerscharen von Gärtnern produzierten die begehrenswertesten Früchte, allen voran Birnen, Pfirsiche, Aprikosen, Feigen, Südländisches bis hin zu Ananas. Berühmt sind auch die wunderschönen viktorianischen Glashäuer, die solches erst möglich machten. Obstanbau war also im Wesentlichen eine Angelegenheit der oberen Klassen, der entstehenden Arbeiter- und Angestelltenklasse in einer sich industrialisierenden Gesellschaft blieben nur die minderen Früchte, unter anderem interessanterweise die Stachelbeeren (siehe Link Spezialartikel). Gegen Ende des 19. Jahrhunderts aber gelangten immer mehr Fruchtimporte auf den wachsenden englischen Markt, vor allem aus Frankreich, Belgien und Holland, aber auch aus den USA. In England entstand bei der arbeitenden und angestellten Bevölkerung eine Nachfrage nach Früchten auch ausserhalb der Herrschaftshäuser, und diese Nachfrage wollte gestillt sein…
Geschichte der Birne Conference
Das nagte natürlich am englischen Nationalstolz, und so machte die Royal Horticultural Society (RHS) das, was man fast immer macht, wenn man nicht mehr weiterweiss: Sie berief Konferenzen (davor sicher unzählige Sitzungen) ein, um den industriellen Obstbau (für eine sich industrialisierende Gesellschaft) zu befördern. Nach dem erfolgreichen National Apple Congress von 1883 lud man 1885 zur National Pear Conference in Chiswick ein, dem damaligen Sitz der RHS. Der Kongress selber und die begleitende Ausstellung von 615 verschiedenen Birnensorten war leider ein ziemlicher Misserfolg. Gardener‘s Cronicle schreibt dazu: „It has been a matter for regret that quite one half the days the show of Pears was open were wet ones, thus seriously affecting the attendance of the public. It is evident that Pears have entirely failed to create the interest which attached to the Apples two years since. «Es war also … das britische Wetter. Immerhin, ein kleiner Lichtblick im trüben Ausstellungswetter, einer einzigen neuen ausgestellten Sorte konnte das Frist-Class Certificate verliehen werden. Und ihr Name war: Conference.
 
T. Francis Rivers und die Birne Conference
Die neue Birne mit dem sprechenden Namen Conference war vom Baumschuler und Züchter T. Francis Rivers selektioniert und eingereicht worden. Die Namenswahl – Conference schon Conference vor der Conference zu nennen - war dabei sicher ein ziemlich geschickter Marketingtrick. T. Francis und sein Vater, Thomas Rivers, führten damals eine der bekanntesten Obstbaumschulen Englands, und sie beschränkten sich im Gegensatz zu ihren Mitbewerbern, z.B. Bunyard in Maidstone, nicht auf den Import von französischen und belgischen Sorten und auf die Wiederentdeckung älterer Sorten, sondern brachten auch regelmässig selber gezüchtete und selektionierte Neuheiten auf den Markt. Rivers hatte Conference aus einer Sämlingspopulation ausgelesen, die aus frei abgeblühten Samen der Sorte Léon Leclerc de Laval entstanden war. Immerhin zeigt sich da auch noch bei dieser englischen Sorte der dominierende Einfluss der belgischen und französischen Birnenkultur des 19. Jahrhunderts: Leon Leclerc de Laval ist eine Züchtung des belgischen Baumschulers JB Van Mons, gewidmet dem französischen Pomologen und Züchter Léon Leclerc aus Laval.
Der Siegeszug der Birne Conference
Mit ihren bahnbrechenden Eigenschaften – regelmässige und grosse Erträge, gute Lagerfähigkeit, gute Qualität auch im nördlichen Europa, Fähigkeit zum Fruchtansatz ohne Bestäubung, wichtig in Frostjahren – setzte sich Conference im Gartenmarkt, aber auch in industriellen Anbau schnell durch: Schon 1895 stand die erste grosse Plantage in Maidstone, in Kent. Aber der Erfolg schwappte auch schnell wieder aufs europäische Birnenmutterland hinüber, Conference wurde im 20. Jahrhundert die dominierende Birnensorte in West- und Nordeuropa mit einem starken Schwerpunkt in Holland und – natürlich! - Belgien. 90% der belgischen Birnen, die im Wesentlichen aus Conference bestehen, werden exportiert. Und raten Sie, welches der wichtigste Exportmarkt ist: natürlich England, heute aber auch Russland und Asien.
 
Birne Conference in Europa
Die Birne Conference steht mit ihrer Geschichte symptomatisch für den Beginn des industriellen Obstanbaus, für die Weiterentwicklung des länderübergreifenden Obsthandels, und natürlich auch, auf eine bestimmte Weise, für die Demokratisierung der aristokratischen Birnenfrucht. Wenn aber die Konferenz und ihre Birne dazu bestimmt waren, den Anbau in England zu fördern, so erreichten sie das letztlich noch viel eindrücklicher auf dem europäischen Festland. England selber ist bis heute eine grosse Frucht-Importnation geblieben. ‚Buy British‘, das gerade bei den Früchten als Slogan sehr präsent ist, ist letztlich nur Ausdruck des Mangels, nicht des Überflusses. Der Britische Birnenanbau kann den Bedarf bei weitem nicht stillen, auch wenn Conference auch auf der Insel die wichtigste Sorte darstellt. Ob dafür – wieder einmal – das Wetter verantwortlich ist?
Weiteres Wissenswerte ausführlich erklärt: Die Birne Conference ist die zuverlässigste Birne im klassischen Birnensortiment. Man könnte sie auch als Arbeitstier oder Produktionsmaschine bezeichnen, wo viele andere Birnensorten sich eher als launische Primadonnen geben. Viele ansonsten sehr gute, ja ausgezeichnete Birnensorten tragen mal viele Früchte, und dann wieder fast keine mehr (dafür riesige), es kann auch häufig bis zu 4 oder 5 Jahre gehen, bis sich einige ansonsten grossartige Sorten endlich zu einem vernünftigen Ertrag hergeben. Conference dagegen ist äusserst dankbar, zuverlässig und freigiebig. An einem sonnigen Gartenplatz trägt sie ab dem 2., sicher ab dem 3. Jahr jährlich Früchte, und das auch in einer regelmässigen Quantität und mit guter Qualität. Das macht Conference zu der am häufigsten angebauten Plantagensorte, aber auch für den Garten ist sie aufgrund ihrer Produktivität und vor allem wegen ihrer Unkompliziertheit perfekt geeignet. Die Birne Conference trägt schnell und zuverlässig Früchte.
 
Conference Krankheiten
Conference ist robust gegenüber den wichtigsten Birnenkrankheiten wie z.B.  dem Birnenschorf; auch in einem nassen Jahr oder an einem niederschlagsreichen Standort hat sie noch im Herbst zur Erntezeit ein sehr gesundes Laub.
 
Birne Conference Standort
Conference ist für eine Birnensorte äusserst genügsam, was das Klima anbelangt. Das macht sie zur besten Lagerbirnensorte für das nördliche Europa, England und auch für Höhenlagen bis 1000 m. In Höhenlagen soll allerding ein gutes Mikroklima gewählt werden mit möglichst langer Sonnenscheindauer.
 
Conference in kalten Jahren
Mit Conference hat man auch in Frostjahren eine gute Chance, einen schönen Ertrag zu ernten. Sie hat die ausgeprägte Fähigkeit, auch ohne Befruchtung – parthenokarp – Früchte anzusetzen und zu einer vollen Grösse und zur Reife zu entwickeln. Diese Früchte sind dann normalerweise noch etwas länger gezogen als die Früchte mit Samen, aber sie weisen genau die gleichen Qualitätseigenschaften, wie normale Früchte aus, sind aber in der Regel etwas früher reif und etwas weniger lange haltbar.
Birne Conference Wachstum
Conference hat zwar die für Birnen typische Apikaldominanz, wächst also gerne steil nach oben, aber dank dem frühen und starken Ertragseintritt entwickelt sich ein Conference-Bäumchen schnell zu einem ansehnlichen und schönen Baum – ohne allzu viele Erziehungseingriffe. Die wichtigste Massnahme besteht darin, die Mitte jedes Jahr etwas zurückzunehmen, um die Entwicklung der unteren Äste zu fördern und ein Überbauen zu verhindern, wo dann nur noch die Spitzentriebe wachsen.
 
Erntezeit der Conference
Die Conference Früchte werden Mitte September geerntet, können bei ca.  5-8 Grad bis Weihnachten gelagert werden und erreichen ihren Qualitätshöhepunkt mit schmelzender Textur ca nach 5-8 Tagen Nachlagerung bei Zimmertemperatur in einer Fruchtschale. Je früher, je länger vor der Baumreife die Conference Früchte geerntet werden, desto länger ist auch ihre Haltbarkeit.
Befruchtung: selbstunfruchtbar, brauchen aber keinen in der Nähe stehenden Befruchter, da die Insekten & Bienen zur Blütezeit genug Pollen auf sich tragen um eine Befruchtung zu ermöglichen.

Fragen, Antworten und Gartenstorys zu Birne Conference - Hochstamm/Halbstamm (1)

Frage
03.06.2022 - Bestellung von Mai 2019
Ich habe die Birne Conference seit 2019.
2020 keine Blüten/Früchte,
2021 Ertrag 1 Birne!
In diesem Jahr 2 Blüten, aber keine Fruchtbildung.
In unmittelbarer Nachbarschaft steht seit 2017 ein Apfelbaum (auch von Lubera), der sich
prächtig entwickelt hat und uns jedes Jahr eine gute Ernte beschert.
Was ist mit dem Birnenbaum los? Haben Sie eine Erklärung?
Beste Grüße
Antworten (1)
» Helfen Sie einem Gartenfreund und beantworten Sie diese Frage...
Name: Birne Conference - Hochstamm/Halbstamm Botanisch: Pyrus
Lubera Easy-Tipp: ja Blütezeit: Anf. April bis Anf. Mai
Reifezeit: Anf. Sept. bis Ende Sept. Blätterfarbe: grün
Blütenfarbe: weiss Sonne: Halbschatten, Vollsonne
Boden Feuchtigkeit: feucht, trocken Boden Schwere: schwer, mittelschwer, leicht
Boden pH-Wert: schwach alkalisch, neutral, schwach sauer Winterhärte: winterhart
Verwendung: Einzelpflanze Süsse: mittelsüss
Laubkleid: laubabwerfend Erhältlich: Februar bis Dezember