Apfelbaum 'Jakob Lebel'

Malus 'Jakob Lebel' - Mildfruchtige Äpfel für jeden Verwendungszweck

Apfelbaum 'Jakob Lebel'
Apfelbaum 'Jakob Lebel'
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Vorteile Apfel 'Jacob Lebel'

  • bildet grosse bis mittelgrosse Früchte aus;
  • saftiger und erfrischend säuerlicher Geschmack;
  • sehr gut geeignet als Kuchenbelag und besonders ertragreich bei der Mostherstellung;

Wer sich in weniger warmen Lagen sichere Ernteerträge wünscht, trifft mit einem Apfelbaum 'Jakob Lebel' eine sehr gute Entscheidung. Sie holen sich eine Apfelsorte in den Garten, die mit ihrer Schweizer Bezeichnung „Chüechliapfel“ schon viel über dessen ganz besondere Stärken verrät, mit denen dieser Herbstapfel auf der Beliebtheitsskala der Freunde des aussergewöhnlichen Geschmacks bis weit nach oben gerückt ist. Mit einem deutlich feinsäuerlichen Aroma und seiner angenehmen Fruchtigkeit ist 'Jakob Lebel' der perfekte Kuchen- und Mostapfel, der aufgrund seiner ergiebigen Saftigkeit eine sehr gute Ausbeute beim Kochen garantiert. 

Geschichte des ‘Jakob Lebel’ Apfel

Die Historie geht beim Apfelbaum 'Jakob Lebel' bis ins Jahr 1825 zurück, und zwar nach Frankreich. Im weiter nördlich gelegenen Amiens hat Jaques Lebel dort das erste Exemplar dieser Apfelsorte zunächst als Zufallssämling ausgelesen, bevor schliesslich 1849 die Baumschule Leroy in Angers (dem Zentrum des französischen Gartenbaus) erste Apfelbäume 'Jakob Lebel' in den Handel eingeführt hat. Heute sind diese Herbstäpfel auch als 'Jaques Lebel' oder unter den Synonymen Apfelbaum 'Gelber Mecklenburger', 'Double des Vosges' oder 'Monstreux des Vosges' im Handel bekannt.

Der 'Jakob Lebel' Apfel ist triploid

Der altbekannte 'Jakob Lebel' Apfel gehört zu den triploiden Apfelsorten. Die meisten Pflanzen besitzen, wie wir Menschen auch einen zweifachen (diploiden) Chromosomensatz. Einige älteren Apfelsorten sind jedoch triploid, sie haben also jedes Chromosom in dreifacher Ausführung. Diese natürliche Mutation führt dazu, dass solche Sorten meist wüchsiger sind und große bis sehr große Früchte ausbilden. Jedoch bilden sie gleichzeitig kaum Pollen und können somit keine anderen Apfelsorten bestäuben. 

Wuchseigenschaften des Herbstapfels ‘Jakob Lebel’

Als triploides Gewächs ist der Wuchs insbesondere beim Apfelbaum 'Jakob Lebel' – Hochstamm - sehr stark und infolge seiner flachen Aststellung vergleichsweise breit. An den Bäumen bilden sich mit den Jahren flachkugelige Kronen, die später schirmartig geformt nach unten hängen. Dabei wachsen die dicken Triebe sparrig, wobei sich die Mehrzahl der Früchte mit zunehmendem Alter an den einjährigen seitlichen Kurztrieben bilden werden. Vollständig tragend ist der Baum allerdings oft nur alle zwei Jahre. Wegen seines krummen Wuchses setzt man in den Baumschulen beim hochstämmigen Apfelbaum 'Jakob Lebel' zur Verbesserung der Wuchseigenschaften Stammbildner ein. Die Sorte ist mässig schorfempfindlich, dafür aber resistent gegen Obstbaumkrebs und Mehltau. Vorwiegend in warm-trockenen Gebieten ist saisonal ein Befall mit Blutläusen nicht ausgeschlossen.

Standort und Boden des ‘Jakob Lebel’ Apfels

Die ‘Jakob Lebel’ Bäume sind klimatisch wie auch hinsichtlich ihrer Anforderungen an die Bodengüte äusserst genügsam, sodass ein normaler und durchlässiger Untergrund im Garten völlig ausreichend ist. Sie erzielen auf mittelgründigem Erdreich und bei günstigem Lufthaushalt (auch in Höhenlagen von über 600 m) eine respektable Fruchtgrösse. Weniger gut eignet sich ein zu feuchter, wechselfeuchter oder besonders tonreicher Standort. Zu grosse Trockenheit im Boden ist allerdings ungünstig, da es beim Apfelbaum 'Jakob Lebel' in der Folge leicht zu vorzeitigem Fruchtfall kommen kann. Gegen nasskühles Wetter und mässigen Frost zeigen die Blüten eine bewundernswerte Resistenz, anders beim Holz, an dem es bei anhaltenden Winterfrösten durchaus zu sichtbaren Schäden führen könnte. 

Ernte und Lagerung vom Apfelbaum 'Jakob Lebel'

Etwa Mitte bis Ende September beginnt die Pflücksaison (Genussreife: Oktober bis Dezember bei Freiluftlagerung; haltbar bei Kühlung bis Februar) der mittelgrossen bis grossen Äpfel. Ein Apfelbaum 'Jakob Lebel' verleitet, mit seinem früh einsetzenden Fruchtfall, zum viel zu zeitigen Pflücken. Ernten Sie daher im Interesse einer wesentlich besseren Qualität lieber in mehreren Etappen. Die abgelagerten und druckunempfindlichen Herbstäpfel, die aufgrund ihrer wachsigen Schale kaum welken, bleiben sehr lange geniessbar. 

Aussehen und Geschmack der ‘Jakob Lebel’ Äpfel

Optisch betrachtet sind sie von flachem Wuchs, mittelbauchig sowie breitkugelig. Ihre Gelblich-Grüne Schale wird mit fortschreitender Geschmacksreife tief Gelb. Sonnenseits ernten Sie ziegelrot gestreifte und mittelfruchtige Delikatessäpfel, die mit ihrer leicht säuerlichen Aromanote überzeugen. 

Verwendungsmöglichkeiten der ‘Jakob Lebel’ Äpfel

Bleibt die Frage nach den Verwendungsmöglichkeiten der vielen leckeren Äpfel. Gern in Bäckereien verarbeitet gelten die anfangs teils weichen und später etwas mürben Früchte als Stars unter den Backäpfeln. Darüber hinaus sind sie allererste Wahl für den Frischverzehr und eignen sich zur Muszubereitung. Man kann sie einfach Dörren oder zur Vorweihnachtszeit zu vorzüglich mundenden Apfelringe zubereiten. Wird die Ernte bei Ihrem Apfelbaum 'Jakob Lebel' besonders üppig, holen Sie schnell den Entsafter aus dem Schuppen. Bei einem Einsatz von 100 kg liegt die Apfelsaftausbeute bei etwa 80 l.

Kurzbeschreibung Apfel Jacob Lebel

Grösse: 3 bis 4,5 m hoch und 2,5 bis 3,5 m (Halbstamm);
Wuchs: starker, breiter, meist sehr ausgeprägter sparriger Wuchs, später überhängend, was besonders auffällig wird, wenn Sie bei Lubera einen Apfelbaum 'Jakob Lebel' – Hochstamm kaufen;
Standort: sonnig bis halbschattig; ideal ist ein mittelgründiges Erdreich bei günstigem Lufthaushalt (auch in Höhenlagen von über 600 m)
Boden: relativ anspruchslos, durchlässige und normal sandiger Boden am Standort, nicht zu trocken und nicht zu nass;
Reifezeit: Mitte September bis Oktober, zum Direktverzehr empfehlenswert erst spät ernten, um die volle Geschmackstiefe zu erreichen;
Blütezeit: Anfang April bis Ende Mai;
Lagerfähigkeit: bis Februar unter Kühlung lagerfähig;
Frucht Aussehen/Form: mittelgrosse bis grosse Früchte mit flacher, runder Statur, Schale grüngelb mit roten Streifen
Geschmack: saftig, angenehm säuerlich, mürbe;
Herkunft/Geschichte: Die Apfelsorte Jakob Lebel entstand um 1825 in Frankreich. Der Züchter Jacques Lebel züchtete diese Sorte, die auch unter den Namen Schagglebl bekannt ist. Ein damals wichtiger Wirtschaftsapfel, der bis heute noch gerne gesehen, aber wesentlich lieber verspeist wird, da er vielseitig einsetzbar ist. Als Kuchenbelag, für Mus oder Kompott als auch als Tafelapfel ist dieser Apfel mit seinem eher säuerlichen Geschmack eine Besonderheit.
Befruchtung: selbstunfruchtbar, brauchen aber keinen in der Nähe stehenden Befruchter, da die Insekten und Bienen zur Blütezeit genug Pollen auf sich tragen, um eine Bestäubung zu ermöglichen.

Fragen, Antworten und Gartenstorys zu Apfelbaum 'Jakob Lebel' (0)

Name: Apfelbaum 'Jakob Lebel' Botanisch: Malus 'Jakob Lebel'
Blütezeit: Anf. April bis Ende Mai Reifezeit: Anf. Sept. bis Anf. Okt.
Blätterfarbe: grün Sonne: Halbschatten, Vollsonne
Boden Feuchtigkeit: feucht Boden Schwere: schwer, mittelschwer, leicht
Boden pH-Wert: schwach alkalisch, neutral, schwach sauer Verwendung: Wildgarten, Gruppenpflanze, Einzelpflanze
Laubkleid: laubabwerfend Erhältlich: Februar bis Dezember
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