Apfelbaum 'Ingrid Marie'

Malus 'Ingrid Marie' - Bescheiden in seinen Ansprüchen, reich tragend bei der Ernte

Apfelbaum 'Ingrid Marie'
Apfelbaum 'Ingrid Marie'
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Vorteile Apfel Ingrid Marie

  • Sehr gut an Norddeutsches Klima angepasst
  • Ertragreicher und widerstandsfähiger Apfel
  • sehr gut geeignet als Tafelapfel, aber auch gerne im Müsli oder zum Backen
  • köstliche Früchte mit fein-säuerlichem Geschmack und guter Haltbarkeit

Mit dem Apfelbaum 'Ingrid Marie' können wir unseren Kunden eine sehr fruchtbare Herbstapfelsorte anbieten, die sich hauptsächlich in den maritimen und kühleren Regionen Nordeuropas wie zu Hause fühlt. Nicht nur die traumhafte dunkelrote Optik lässt bei den ab Mitte September erntereifen Früchten einen köstlichen Hochgenuss vermuten. 'Ingrid Marie' gehört auch zu den Apfelbäumen, die eine hohe Resistenz gegen Schorf, Mehltau und Obstbaumkrebs aufweisen. 

Die Apfelsorte ‘Ingrid Marie‘ – eine Sorte aus Dänemark 

Die Robustheit der bis zu -35 °C winterharten Bäume ist wohl zum grossen Teil darauf zurückzuführen, dass diese alte Apfelsorte von der dänischen Insel Fünen stammt. Vorrangig herrscht hier Ozeanklima, die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 8 °C und bei einer Jahresniederschlagsmenge von 638 mm vergeht kein Monat, an dem es auf Fünen nicht wenigstens 7 Tage regnet. Einigermassen mildes, aber dennoch ziemlich raues Klima, das dem Apfelbaum 'Ingrid Marie' aber ausgezeichnet bekommt. Dass die Bäume in Dänemark, Norwegen und Schweden prächtig gedeihen, weist auf ihren sehr bescheidenen Wärmebedarf hin. 

Geschichte des ‘Ingrid Marie‘ Apfels

Sein Ursprung war – wie so oft bei Obstbäumen - eigentlich ein Zufallssämling, der vermutlich 1910 (aus der Muttersorte 'Cox Orange') auf dem Gelände der Gartenbauschule im dänischen Flemløse angezogen worden ist. Die ersten Früchte gab es dann etwa fünf Jahre später, ehe diese Sorte in der 1990ern, was ihre Jahreserzeugung anbelangt, auf rekordverdächtige Mengen kam. In Deutschland waren es stolze 36.000 t (zu 90 Prozent an der Niederelbe angebaut), Schweden kam auf 11.000 t und die Dänen liessen sich bis zu 7.000 t jährlich gut schmecken. 

Wuchseigenschaften für den Apfelbaum 'Ingrid Marie'

Zu den Erkennungsmerkmalen der Bäume zählt ein mittelstarker Wuchs, der besonders am Anfang die Bildung recht steil wachsender Leitäste einschliesst. Bis zum Vollertragsalter haben sich bei den als Mittel- und Hochstamm gezogenen Apfelbäumen 'Ingrid Marie' ausladende und auffällig breitkugelige Kronen entwickelt. 

Standortanforderungen und Schnitt beim Apfelbaum 'Ingrid Marie'

Voraussetzungen für gute Wuchsleistungen sind ein sonniger, notfalls auch halbschattiger Standort und ein normal durchlässiger, mittelgründiger sowie frischer Gartenboden mit einem kleinen Anteil an sandigem Lehm. Darüber hinaus wird ein regelmässiger Rückschnitt empfohlen, bei dem sämtliche Zweige, die nach oben bzw. von innen in die Baumkrone hineinwachsen, entfernt werden. 

Ernte der 'Ingrid Marie' Äpfel

Bei zusagenden Standorten und halbwegs stimmigen klimatischen Verhältnissen kann ab Mitte September mit dem Beginn der Pflückreife gerechnet werden. Erfahrungen aus dem süddeutschen Raum zeigen, dass es beim Anbau von 'Ingrid Marie' Apfelbäumen in mässig bis sehr warmen Regionen und luftfeuchten Lagen zu einer sehr zeitigen Reife kommt. Dabei hat sich allerdings gezeigt, dass die Saftigkeit der Früchte ein wenig nachlässt und ihre Haltbarkeit auch im gekühlten Lager etwas geringer ausfallen kann.

Ingrid Marie Äpfel: Genussreife und Lagerung

Die Genussreife der Äpfel ist im Dezember erreicht und endet gekühlt bei ca. +3 °C zum Ende Januar. Eine Langzeitlagerung ist bei den Früchten des Apfelbaums 'Ingrid Marie' nicht zu empfehlen, da der geschmackliche Wert mit der Zeit spürbar abnimmt, die Schrumpf- und Welkeanfälligkeit ansteigt und tendenziell mit Ernteverlusten zu rechnen wäre.

Aussehen der ‘Ingrid Marie‘ Äpfel

Die Früchte sind in der Mehrzahl klein (gut 50 Prozent zwischen 55 und 65 mm Durchmesser) bis mittelgross (etwa 30 Prozent 70 bis 80 mm gross) und kommen mit einem Durchschnittsgewicht von etwa 100 bis 140 Gramm vom Baum. Seine besondere Eignung als Weihnachtsapfel hat 'Ingrid Marie' der ein wenig blaustichigen und appetitlich dunkelroten Färbung zu verdanken, die – wenn man ganz genau hinschaut – kleine helle Sternchen und Pünktchen auf seiner leicht wachsigen Aussenhaut bildet.

Geschmack der ‘Ingrid Marie‘ Äpfel

Insgesamt lässt sich den voll ausgereiften Äpfeln ein wohltuend milder, feinsäuerlicher (mittlerer Zuckergehalt um die 11,5 Prozent, Säure etwa 8 g / l) und aromatischer Geschmack bescheinigen, der den erfahrenen Apfelkenner ein wenig an 'Cox Orange' erinnern wird. Das Fruchtfleisch färbt sich von grünlich gleich unterhalb der Schale bis cremefarben in Richtung Kernhaus, ist angenehm fest und erfrischend saftig. 

Apfel ‘Ingrid Marie‘: Wie kann man die Früchte verwenden?

Werden die Früchte gleich frisch verzehrt, sind sie eine himmlische Gaumenfreude für Gross und Klein. Hinzu kommen ihre vielseitigsten Weiterverarbeitungsmöglichkeiten als appetitlich duftender Kuchenbelag, leckeres Apfelmus oder gesundes Trockenobst für die vitaminärmeren Winterwochen. Und nicht unerwähnt soll bleiben: Wenn Sie bei Lubera einen Apfelbaum 'Ingrid Marie' kaufen, haben Sie endlich einen echten Hausbaum gefunden, der über viele Jahrzehnte mit seinen zahlreichen hellrosafarbenen Blüten für Glücksgefühle bei der gesamten Familie sorgen wird.

Kurzbeschreibung Apfelbaum 'Ingrid Marie'

Grösse: 4 bis 6 m hoch und 4 bis 6 m breit
Wuchs: mittelstark wachsend, später schwächer bei jährlichem Zuwachs von etwa 20 bis 40 cm
Standort: sonnig bis halbschattig
Boden: normaler durchlässiger Boden mit geringem Lehm-Sand Anteil
Reifezeit: Mitte September
Blütezeit: April bis Mai
Lagerfähigkeit: bis Januar bei Kühlung lagerfähig
Frucht Aussehen/Form: mittelgross und breit, Schale dunkelrot
Geschmack: süsssäuerlich mit einem leichten Cox Orange Aroma
Herkunft/Geschichte: Es wird vermutet, dass Ingrid Marie ein Nachkommen der Cox Orange Sorte ist. Gleichzeitig ist Ingrid Marie als Elternteil der beliebten Apfelsorte ‘Elstar’ bekannt. Um 1910 wurde diese Sorte in Dänemark entdeckt und nach der Tochter des Lehrers K. Madsen benannt. 
Befruchtung: selbstunfruchtbar, brauchen aber keinen in der Nähe stehenden Befruchter, da die Insekten und Bienen zur Blütezeit genug Pollen auf sich tragen, um eine Befruchtung zu ermöglichen.

Fragen, Antworten und Gartenstorys zu Apfelbaum 'Ingrid Marie' (0)

Name: Apfelbaum 'Ingrid Marie' Botanisch: Malus
Blütezeit: Anf. April bis Ende Mai Reifezeit: Ende Sept.
Blätterfarbe: grün Sonne: Halbschatten, Vollsonne
Boden Feuchtigkeit: feucht Boden Schwere: schwer, mittelschwer, leicht
Boden pH-Wert: schwach alkalisch, neutral, schwach sauer Verwendung: Wildgarten, Gruppenpflanze, Einzelpflanze
Laubkleid: laubabwerfend Erhältlich: Februar bis Dezember
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