Apfel 'Jakob Lebel'

Malus 'Jakob Lebel' - Mildfruchtige Äpfel für jeden Verwendungszweck

Apfel 'Jakob Lebel'
Apfel 'Jakob Lebel'
Kein Produktbild vorhanden

Wer sich in weniger warmen Lagen sichere Ernteerträge wünscht, trifft mit einem Apfelbaum 'Jakob Lebel' eine sehr gute Entscheidung. Sie holen sich eine Apfelsorte in den Garten, die mit ihrer Schweizer Bezeichnung "Chüechliapfel" schon viel über ihre ganz besondere Stärke verrät. Mit einem deutlich feinsäuerlichen Aroma und seiner angenehmen Fruchtigkeit ist 'Jakob Lebel' der perfekte Kuchen- und Mostapfel, der aufgrund seiner ergiebigen Saftigkeit eine sehr gute Ausbeute beim Mosten garantiert. 

Vorteile Apfel 'Jacob Lebel'

  • bildet grosse bis mittelgrosse Früchte aus;
  • saftiger und erfrischend säuerlicher Geschmack;
  • sehr gut geeignet als Kuchenbelag und besonders ertragreich bei der Mostherstellung;

Standortansprüche der Apfelsorte 'Jakob Lebel'

Die Jakob Lebel-Bäume sind klimatisch wie auch hinsichtlich ihrer Anforderungen an die Bodengüte äusserst genügsam, sodass ein normaler und durchlässiger Untergrund im Garten völlig ausreichend ist. Sie erzielen auf mittelgründigem Erdreich und bei günstigem Lufthaushalt (auch in Höhenlagen von über 600 m) eine respektable Fruchtgrösse. Weniger gut eignet sich ein zu feuchter, wechselfeuchter oder besonders tonreicher Standort. Zu grosse Trockenheit im Boden ist allerdings ungünstig, da es beim Apfelbaum 'Jakob Lebel' in der Folge leicht zu vorzeitigem Fruchtfall kommen kann. Gegen nasskühles Wetter und mässigen Frost zeigen die Blüten eine bewundernswerte Resistenz; anders beim Holz, an dem es bei anhaltenden Winterfrösten unter 20°C durchaus zu sichtbaren Schäden kommen kann. Entsprechend ist 'Jakob Lebel' an eher winterkalten Standorten eher nicht zu empfehlen.

So wächst 'Jakob Lebel'

An den Bäumen bilden sich mit den Jahren flachkugelige Kronen, die beim Apfelbaum 'Jakob Lebel' – Hochstamm besonders augenfällig werden und später schirmartig geformt nach unten hängen. Dabei wachsen die dicken Triebe sparrig, wobei sich die Mehrzahl der Früchte mit zunehmendem Alter an den einjährigen seitlichen Kurztrieben bilden werden. Vollständig tragend ist der Baum allerdings oft nur alle zwei Jahre (Alternanzverhalten). Die Sorte ist mässig schorfempfindlich, dafür aber resistent gegen Obstbaumkrebs und Mehltau. Vorwiegend in warm-trockenen Gebieten ist saisonal ein Befall mit Blutläusen nicht ausgeschlossen.

'Jakob Lebel' ist eine sogenannte triploide Apfelsorte

'Jakob Lebel' ist – so wie viele andere alte Hochstammapfelsorten – triploid, hat also anstelle eines doppelten einen dreifachen Chromosomensatz. Die Pollen triploider Sorten sind nicht keimfähig und sind also nicht zur Befruchtung geeignet. Ebenfalls typisch für eine triploide Apfelsorte ist der Wuchs von 'Jakob Lebel' sehr stark: 'Jakob Lebel' Bäume werden gross und stark, mit einer ausladenden Krone.

Befruchtung des Apfels 'Jakob Lebel'

Theoretisch bedeutet der triploide Charakter von 'Jakob Lebel', dass diese Sorte immer von zwei anderen, diploiden Apfelsorten begleitet sein müsste: Eine könnte dann 'Jakob Lebel' befruchten, die andere wäre zur Befruchtung der ersten Befruchtersorte geeignet… In der Realität ist das aber nur in grossen Erwerbsanlagen mit einer Apfelmonokultur notwendig: Zur Blütezeit tragen die Insekten immer genügend Apfelpollen auf sich, so dass die Befruchtung problemlos und in der Regel auch ohne speziellen Befruchterbaum gewährleistet ist.

Apfelernte und Verwendung der Früchte vom Apfelbaum 'Jakob Lebel'

Etwa Mitte bis Ende September beginnt die Pflücksaison (Genussreife: Oktober bis Dezember im Naturlager; haltbar bei Kühlung bis Februar) der mittelgrossen bis grossen Äpfel. Optisch betrachtet sind sie von flacher Form, mittelbauchig sowie breitkugelig. Ihre Gelblich-Grüne bis Grünlich-Gelbe Schale wird mit fortschreitender Geschmacksreife tief Gelb. Sonnenseits ernten Sie ziegelrot gestreifte und mittelfruchtige Delikatessäpfel, die mit ihrer leicht säuerlichen Aromanote überzeugen. Ein Apfelbaum 'Jakob Lebel' verleitet mit seinem früh einsetzende Fruchtfall zum viel zu zeitigen Pflücken. Ernten Sie daher im Interesse einer wesentlich besseren Qualität lieber in mehreren Etappen. Die abgelagerten und druckunempfindlichen Herbstäpfeln, die aufgrund ihrer wachsigen Schale kaum mehlig werden, bleiben sehr lange geniessbar. Bleibt die Frage nach den Verwendungsmöglichkeiten der vielen leckeren Äpfel. Gern in Bäckereien verarbeitet gelten die anfangs teils weichen und später etwas mürben Früchte als Stars unter den Backäpfeln. Darüber hinaus sind sie allererste Wahl für den Frischverzehr, eignen sich zur Mostzubereitung, man kann sie einfach Dörren und zelebriert zur Vorweihnachtszeit vorzüglich mundende Apfelringe. Wird die Ernte bei Ihrem Apfelbaum 'Jakob Lebel' besonders üppig, holen Sie schnell den Entsafter aus dem Schuppen. Bei einem Einsatz von 100 kg liegt die Apfelsaftausbeute bei etwa 80 l.

Herkunft der Apfelsorte 'Jakob Lebel'

Die Historie geht beim Apfelbaum 'Jakob Lebel' bis ins Jahr 1825 zurück, und zwar nach Frankreich. Im weiter nördlich gelegenen Amiens hat Jaques Lebel dort das erste Exemplar dieser Apfelsorte zunächst als Zufallssämling ausgelesen, bevor schliesslich 1849 die Baumschule Leroy in Angers (Départements Maine-et-Loire; die Stadt, in der sich aktuell der Sitz des Gemeinschaftlichen Sortenamts der Europäischen Union befindet) erste Apfelbäume 'Jakob Lebel' vermehrt und verkauft hat. Ind er Geschichte und in der Pomologie sind diese Herbstäpfel auch als 'Jaques Lebel' oder unter den Synonymen Apfelbaum 'Gelber Mecklenburger', 'Double des Vosges' oder 'Monstreux des Vosges' oder ‘Schagglebel’ bekannt.

Kurzbeschreibung Apfel 'Jacob Lebel'

Grösse: 6 bis 8m hoch; 7-9m breit (Endgrösse nach 20 Jahren)
Wuchs: starker, breiter, meist sehr ausgeprägter sparriger Wuchs, später überhängend
Standort: sonnig bis halbschattig; ideal ist ein mittelgründiges Erdreich bei günstigem Lufthaushalt (auch in Höhenlagen von über 600 m)
Boden: relativ anspruchslos, durchlässige und normal sandiger Boden am Standort, nicht zu trocken und nicht zu nass;
Reifezeit: Mitte September bis Oktober, zum Direktverzehr empfehlenswert erst spät ernten, um die volle Geschmackstiefe zu erreichen;
Blütezeit: Anfang April bis Ende Mai;
Lagerfähigkeit: bis Februar unter Kühlung lagerfähig;
Frucht Aussehen/Form: mittelgrosse bis grosse Früchte mit flacher, runder Statur, 8 cm breit, gut 6cm hoch; Schale grüngelb mit roten Streifen
Geschmack: saftig, angenehm säuerlich, mürbe, also relativ weich, ohne gleich mehlig zu werden
Herkunft/Geschichte: Die Apfelsorte 'Jacob Lebel' entstand um 1825 in Frankreich. Der Züchter Jacques Lebel züchtete diese Sorte, die auch unter den Namen Schagglebl bekannt ist. Ein damals wichtiger Wirtschaftsapfel, der bis heute noch gerne gesehen, aber wesentlich lieber verspeist wird, da er vielseitig einsetzbar ist. Als Kuchenbelag, für Mus oder Kompott als auch als Tafelapfel ist dieser Apfel mit seinem eher säuerlichen Geschmack eine Besonderheit.
Befruchtung: selbstunfruchtbar, brauchen aber keinen in der Nähe stehenden Befruchter, da die Insekten und Bienen zur Blütezeit genug Pollen auf sich tragen, um eine Bestäubung zu ermöglichen.
Ähnliche Früchte haben : Bramleys Seedling, Riesenboiken

Fragen, Antworten und Gartenstorys zu Apfel 'Jakob Lebel' (0)

Name: Apfel 'Jakob Lebel' Botanisch: Malus 'Jakob Lebel'
Blütezeit: Anf. April bis Ende Mai Reifezeit: Anf. Sept. bis Anf. Okt.
Blätterfarbe: grün Sonne: Halbschatten, Vollsonne
Boden Feuchtigkeit: feucht Boden Schwere: schwer, mittelschwer, leicht
Boden pH-Wert: schwach alkalisch, neutral, schwach sauer Verwendung: Wildgarten, Gruppenpflanze, Einzelpflanze
Laubkleid: laubabwerfend Erhältlich: März bis November
#1 von 2 - Obsthochstämme erziehen – lernen aus 35-jähriger Erfahrung
#2 von 2 - Obsthochstämme – wieviel Zeit brauchen sie?