Kaiserkronen (5 Artikel)

Kaiserkronen Titelbild pixabayDie majestätischen Kaiserkronen (Fritillaria imperialis) sind farbgewaltige Frühlingsboten. Sie stehen wie eine Eins auf und zwischen den Beeten, und sie haben mit ihrer beachtlichen Grösse auch eine enorme Fernwirkung. Diese Blumenzwiebeln sind einfach bezaubernd, mit ihren lampionartigen, scheinbar wie von selbst nickenden elfenbeinweissen, gelben, orangefarbenen oder ganz in dunkelpurpur strahlenden Blüten.

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Persische Kaiserkrone 'Ivory Bells'®
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Kaiserkronen Titelbild pixabayDie Blüten sind kranzförmig unter einem Schopf angeordnet, der von lanzettenförmigen Hüllblättern umgeben ist. An den mitunter über einen Meter hohen Schäften der Kaiserkrone können sechs bis acht Einzelblüten hängen. Trotz ihrer imposanten Statur lassen sich Kaiserkronen dennoch zu den bescheidenen Pflanzen im Garten zählen, was ihre Anforderungen an den Boden oder den Aufwand beim Pflegen betrifft. Als Bergblume aus der Gattung der Liliengewächse (Liliaceae) stammt die Kaiserkrone ursprünglich aus dem Vorderen Orient und Afghanistan und wächst dort in Höhen um die 3000 Meter. 

Seit die Kaiserkrone ab dem 18. Jahrhundert auch in unseren Breiten vertreten ist, sind im Laufe der Zeit viele interessante Namenssorten aus der ursprünglichen Fritillaria imperialis entstanden, die ihrer Stammform, was die Attraktivität der Pflanze anbelangt, in nichts nachstehen. Im leuchtenden orangerot präsentiert sich die Fritillaria 'Garland Star', die mit ihrer perfekten Wüchsigkeit überrascht und für ihre Einfachheit bei der Kultivierung von der englischen Royal Horticultural Society (RHS) mit dem Award of Garden Merit ausgezeichnet wurde. Oder eine der schönsten Kaiserkronen überhaupt, die Fritillaria persica 'Twin Tower Tribute'. Mit ihren zwei Stielen, von denen jeder für sich ausdauernd blüht, und die an jeder der Blumenzwiebeln bis auf 80 bis 100 cm emporwachsen, soll diese Sorte (übersetzt: Zwillingsturm Tribut) an die zerstörten Twin Towers des World Trade Centers in New York City erinnern. Bevor sich die Blüten dieser Kaiserkronen zwischen April und Mai in sattem purpurrot färben, tragen die Trauben wunderschöne malvengrüne Knospen. Nicht weniger attraktiv und dem sehr wüchsigen Erscheinungsbild der Persica ähnlich ist unsere Fritillaria persica 'Ivory Bells'®, die hierzulande noch zu den Raritäten zählt und mit ihren silberfarbenen Schleiern über den von elfenbeinweiss bis kräftig grün gefärbten Blüten tatsächlich etwas Einmaliges, beinahe Mystisches hat. Besonders erfreulich bei allen drei Kaiserkronenpflanzen: Sie benötigen beim Pflegen über viele Jahre nur einen sehr geringen Zeitaufwand.

Welchen Standort Kaiserkronen brauchen

Stattliche Pflanzen benötigen für ihre Wurzelbildung, die Blüten und den Wuchs etwas Zeit, eine gehörige Portion Kraft und einen Platz an der Sonne. Zwar wird auch lichter Schatten die Blüte und das Wachstum von Kaiserkronen nicht wesentlich beeinträchtigen, dennoch gehören warme, sonnige und helle Plätze zu den absoluten Favoriten der schmucken Frühlingsblüher. Alle Sorten haben ähnliche Ansprüche und lieben einen nie austrocknenden, schwach sauren bis neutralen und in jedem Fall nahrhaften Boden. Besonders wichtig, wenn nur ein kleiner Garten zur Verfügung steht, dessen Beete ohnehin schon gut belegt sind: Der Standort, an dem Sie die Kaiserkrone pflanzen, muss so bemessen sein, dass die Blumen später möglichst freistehen können, ohne dass der Wurzeldruck oder die einengende Nachbarschaft durch andere Gewächse die Blüte oder das Wachstum beeinträchtigt. Gegebenenfalls wird es günstiger sein, die Zwiebeln nicht in unmittelbarer Nähe der Lieblingssitzecke im Garten zu vergraben, denn der etwas strenge Geruch dieser Knollen, der an einen Raubtierkäfig erinnert, ist für Menschen mit empfindlichen Nasen mitunter gewöhnungsbedürftig. Dass die markante Duftnote der Kaiserkronen imstande wäre, die von uns gehassten Wühlmäuse zu vertreiben, gehört allerdings in die Abteilung "Gärtnerlatein". Die als gefrässig bekannten Tierchen fressen zwar weder die Zwiebeln noch eine einzige Blüte an, und selbst später die Blumen keineswegs auf, aber um ihr Wühlmausleben laufen sie wegen dem Geruch der Kaiserkronen noch lange nicht.

Die Zwiebeln der Kaiserkronen richtig pflanzen

Sobald die Knollen ab ca. August im Fachhandel erhältlich sind, dürfen sie auch schon in die jetzt noch angenehm warme Erde gesetzt werden. Als spätesten Pflanztermin der Stauden empfehlen wir Ende September. Die Zwiebeln einer Kaiserkrone müssen Sie, damit sie richtig blüht, etwa 15 bis 20 cm tief (nicht flacher) in den Boden und mit dem Loch, das von dem bis unten abgestorbenen Blütenschaft aus dem Vorjahr stammt, nach oben, einpflanzen. Sollte sich beim Aushub der Pflanzlöcher eine zu feste Lehmschicht zeigen, muss der Boden vor dem Kaiserkronen pflanzen in der Tiefe gründlich aufgelockert werden. Vor dem Einsetzen der Blumenzwiebeln in die Erde wird zu besseren Drainagebildung noch eine drei bis fünf Zentimeter dicke Sandschicht eingefüllt, auf der dann die Knolle direkt aufliegt. 

Falls es sich um Problemböden handelt, wird ein ca. 50 Prozent grösser dimensioniertes Pflanzloch ausgehoben, das nach dem Einsetzen der Kaiserkrone- Blumenzwiebeln mit einem wachstumsfördernden Gemisch aus je einem Teil guter und richtig lehmhaltiger Muttererde sowie einem Teil ausgereiften Kompost aufgefüllt wird. Da die Frühjahrsblüher ziemlich respektable Wuchshöhen erreichen, empfehlen wir, beim Pflanzen von Kaiserkronen (gleicher oder unterschiedlicher Art) einen Mindestabstand von ungefähr 30 bis 40 cm einzuhalten. Für eine Gruppenpflanzung, die später auch optisch repräsentativ wirken soll, ist pro Quadratmeter mit einem Einsatz von ca. 10 Zwiebeln zu rechnen. Unmittelbar nach dem Einsetzen kann bei Bedarf mit etwas organischem Dünger (möglichst in flüssiger Form) gearbeitet werden, ansonsten wird die Pflanzstelle der Kaiserkrone im Garten jetzt nur noch mässig, aber regelmässig feucht gehalten. 

Was beim Pflegen von Kaiserkronen wichtig ist

Während im ersten Jahr und besonders während der Zeit ihres Blütenwachstums ab und an zur Giesskanne gegriffen werden muss, können ältere Exemplare von Kaiserkronen ohne Bedenken sich selbst überlassen bleiben. Wesentlich wichtiger als Wässern ist bei der Pflege die konsequente Vermeidung von Staunässe, die über längere Zeit zu Fäulniserscheinungen im Wurzelbereich sowie an der Knolle führen würde. Mit dem Ende der Blütezeit kann im Rahmen der Pflege damit begonnen werden, die zu welken beginnenden Blätter zu entfernen. Das vollständige Schneiden von Kaiserkronen erfolgt erst, wenn das komplette Laub vertrocknet ist und sich schon fast allein von den Stängeln zu lösen beginnt. Der Grund dafür: Solange die Blätter noch ansatzweise grün gefärbt sind, sammeln die Pflanzen alle darin enthaltenen Nährstoffe, um sie als Wachstumsreserve in den Zwiebeln einzulagern.

Da die attraktiven Frühlingsbringer ungewöhnlich schnell wachsen und sich bereits im April in ihrem prächtig bunten Blütenkleid zeigen, sind jetzt nicht zu knappe Düngergaben im Rahmen der Pflege hilfreich. Da wir es mit einer Gebirgspflanze zu tun haben, kommt es beim Düngen von Kaiserkronen in erster Linie auf die perfekte Versorgung mit Mineralien sowie Spurenelementen an und weniger auf besonders hohe Anteile an Nährstoffen. Letztere entscheiden aber am Ende wesentlich darüber, ob die Pflanzen nach erfolgreichem Pflegen ihre vorgesehene Endhöhe auch tatsächlich erreichen oder 20 cm vor dem Maximum einfach stoppen. Wählen Sie daher am besten für die Pflege der Stauden einen organischen Flüssigdünger aus dem Fachhandel, der eine ausgeglichene Mischung aller lebenswichtigen Bestandteile enthält.

Kaiserkronen überwintern völlig ohne Probleme im Boden. Haben sich die Stauden erst einmal an ihren Standort im Garten gewöhnt, können sie ohne Weiteres für die nächsten zehn Jahre in Ruhe gelassen werden, was den Pflanzen die Bildung von Kolonien ermöglicht. Werden sie dennoch aus der Erde genommen, kommt es zum Schrumpfen der Zwiebeln, die später dann nicht mehr blühen. Kaiserkronen Verpflanzen funktioniert allerdings ohne Probleme, sodass die Pflanze schon ab dem nächsten Frühjahr wunderbar wieder blüht. Im Herbst muss während des Umsetzens der Pflanze lediglich beachtet werden, dass die Zwiebel mit möglichst viel Erde ausgegraben und sofort an der neuen Pflanzstelle wieder eingesetzt wird.

Wie erfolgt die richtige Vermehrung der Kaiserkrone?

Unmittelbar nach der Blütezeit Ende Mai beginnen die Pflanzen mit der Ausbildung von Fruchtkapseln. Die jetzt entstehenden Samen kann man einfach herausfallen und sich selber versamen lassen, muss dann aber die nähere Umgebung beim Pflegen unkrautfrei halten und für eine entsprechende Lockerheit des Gartenbodens sorgen. Da es sich bei der Kaiserkrone um einen Vertreter der sogenannten Kaltkeimer handelt, gehen die Samen meist schon im folgenden Jahr auf. Leider nicht unbedingt immer dort, wo es erwartet wird, da die kleinen Körnchen gerne von Ameisen im gesamten Garten verschleppt werden. Weitaus professioneller lässt sich die Kaiserkrone vermehren, indem man dafür die Brut- und Tochterzwiebeln nutzt, die sich regelmässig an der Hauptknolle der Pflanze bilden. Sie haften dort relativ lose an und können nach vorsichtigem Ausgraben und Freilegen des Wurzelbereichs abgenommen und sofort am neuen Standort eingepflanzt werden. Falls die Brutzwiebeln zu klein sind, kann die Vermehrung einer Kaiserkrone, die bereits einige Jahre steht, auch über eine behutsam durchzuführende Knollenteilung erfolgen.

Muss mit Pflanzenkrankheiten oder Schädlingen gerechnet werden?

Ausser einem möglichen Fäulnisbefall, der in der Folge anhaltender Staunässe recht schnell auftreten wird, ist die Kaiserkrone resistent gegen alle gängigen Krankheiten und wird auch nur gelegentlichen von Larven und Käfern, wie dem rot gelackten Lilienhähnchen, heimgesucht. In der Regel wird ein solcher Befall allerdings überwiegend natürlich und sehr zügig geregelt, da diese Insekten zu den Lieblingsspeisen allerlei nützlicher Käfer oder Schlupfwespen und selbst der Vögel zählen.

Fragen, Antworten und Gartenstorys zu Kaiserkronen (1)

Gartenstory 14.04.2018 gefällt mir gefällt mir (0) gefällt mir nicht gefällt mir nicht (0) Antwort schreiben
Kaiserkronen
Kaiserkronen sind seit vielen Jahren in meinem Garten vertreten und durch die Pflanzengröße sowie die ungewöhnliche Anordnung der Blüten immer ein besonderer Blickfang. Die oft beschriebene Wirkung auf Wühlmäuse konnte ich persönlich bislang nicht feststellen, die Zwiebeln werden aber zumindest nicht gefressen :)

Nachstehend ein paar Fotos inkl. der Schachbrettblume, die ebenfalls zur Gattung Fritillaria gehört.
Antwort (1)