Hokkaido Kürbis 'Uchiki Kuri'

Cucurbita maxima Hokkaido 'Uchiki Kuri', der orange Speisekürbis mit dem Kastanienaroma und der kochbaren Schale

Hokkaido Früchte
Hokkaido Früchte
Hokkaido - Pflanze im Topf
Hokkaido - Pflanze im Topf
Hokkaido - Blätter
Hokkaido - Blätter
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Der originale Hokkaido Kürbis 'Uchiki Kuri' ist DER orange Speisekürbis. Eigentlich muss man wie in so vielen Fällen nur auf den Übernamen oder Kosenamen hören - und man weiss schon sehr viel mehr: Der Hokkaido-Kürbis wird auch gerne Kastanienkürbis genannt (im französischen Sprachraum Potimarron), was auf seine Süsse und das kastanienartige, nussige Aroma abzielt. Letztlich ist der Hokkaidokürbis der beste Delikatesskürbis, und darüber hinaus auch einfach zu kultivieren und zu ernten. Übrigens lohnt es sich hier ganz besonders, mit starken Jungpflanzen zu starten.
Kürbisse im Allgemeinen und der Hokkaido Kürbis im Besonderen sind frostempfindlich und mit aus eigenem Saatgut gezogenen Pflanzen ist man da meist zu spät dran; hinzu kommt bei eigenem Saatgut die Gefahr der Wiedereinführung von giftigen Kürbiseigenschaften (siehe unten);  die Jungpflanzen dagegen werden in Gewächshäusern angezogen, sie verhelfen Ihrer Kürbiskultur zu einem Zeitvorspung, so dass sie eine sichere und reiche Ernte bringen, wenn sie ab Mitte Mai bis Mitte Juni gepflanzt werden. Zu beachten ist auch, dass der Hokkaidokürbis zur vollen Aromaentwicklung möglichst spät geerntet werden soll, meist erst im Oktober ...

Die Vorteile des Hokkaido Kürbis 'Uchiki Kuri'

  • Süsser, nussiger, teilweise kastanienähnlicher Geschmack
  • Wunderschönes oranges Äusseres und feines orangegelbes Fruchtfleisch, auch eine Zierde!
  • Haut oder Schale ist dünn, kann problemlos mitgekocht werden
  • Extrem hoher Gehalt an gesunden Carotinoiden

So schmeckt der Hokkaido-Kürbis

Der rote Hokkaido Kürbis Uchiki Kuri kann auch frisch genossen werden, wenn man ihn feingeschnitten in den Salat mischt; gekocht zeichnet er sich durch seine gute und feste, aber nie faserige Konsistenz aus, die auf der Zunge fast zerschmilzt. Der Geschmack ist angenehm süss, aromatisch nussig, manchmal mit einem deutlichen Anflug von Maronen, Kastanien.

Der beste Standort für den Hokkaido Kürbis

Kürbisse möchten volle Sonne und einen tiefgründigen, humosen, auch feuchten Boden. Am besten stattet man den vorgesehen Standort vor der Pflanzung noch reichlich mit Kompost, allenfalls reifem Mist aus, um so die Nahrungsvorräte für die zu entstehenden Kürbisfrüchte zu schaffen.

Hokkaido Kürbis pflanzen: Tipps und Tricks für die Kürbiskultur und Kürbis Pflege

  • Pflanzabstand: Pflanzen Sie die starken Jungpflanzen des Hokkaido-Kürbis auf einen Abstand von 40x40 bis 50x50cm
  • Mulchen: Idealerweise pflanzen Sie in ein Vlies rein, dann ist das Unkrat sofort unterdrückt (was sonst erst gegeben ist, wenn die wuchernden Kürbistriebe den Boden vollständig abdecken. Zweiter Vorteil: Die Kürbisse liegen nicht direkt auf dem Boden auf, was zu Fäulnisstellen führen könnte. Aber natürlich kann man das gleiche Ziel nach der Fruchtbildung auch mit Unterlegen von Stroh oder Ähnlichem nachholen. Bei der Abdeckung, dem Mulchen mit organischem Material bedenken Sie bitte, dass dieses im Zerfallsprozess auch Stickstoff bindet, der dann der Kübispflanze fehlt. In einem solchen Falle muss trotz Mist oder Kompost nochmals zusätzlich mit etwas Langzeitdünger (30gr pro Pflanze) nachgedüngt werden.
  • Schnecken: Auch Schnecken lieben junge Kürbispflanzen. Schützen Sie vor allem die jungen, frisch gepflanzten Setzlinge, indem Sie nach der Pflanzung ein Glas oder einen durchsichtigen Plastikkübel über die Pflanze stülpen, um so der Pflanze zu einem unbehelligten Start zu verhelfen.
  • Ertragsoptimierung durch Schneiden: die Hokkaidokürbisse werden ca 1.5 bis 2.0 kg schwer und wir sollten versuchen, einen Kürbis pro Trieb zu erhalten. Natürlich sind pro Trieb auch mehr Kürbisse möglich, aber dann ist die Pflanze schnell überlastet, die Reife geht langsamer vonstatten und die Qualität nimmt ab. Grund: Ganz einfach, weil das Blatt/Fruchtverhältnis nicht mehr stimmt. Daraus ergibt sich die Regel: Ein Trieb ergibt eine Frucht. Aber auch: Mehr Triebe ergeben mehr Früchte. Deshalb empfehlen wir, die noch junge Pflanze zu pinzieren, zurückzuschneiden, sobald sie 5 Blätter erreicht haben; dabei werden alle schon gewachsenen Äste halbiert. Wenn dann die neu entstehenden Pflanzentriebe wieder 10 Blätter erreicht haben, werden sie nochmals halbiert, um die Triebzahl weiter zu erhöhen. Wenn an einem Trieb die erste Frucht ca. Apfelgrösse erreicht, wird die dahinterliegende Triebfortsetzung auf bis auf 2 Blätter gekappt: Die Pflanze soll sich jetzt auf die Ernährung und Reife der einen Frucht, des einen Kürbisses konzentrieren und nicht laufend noch in die zusätzliche Triebbildung investieren.

Wann ist der Hokkaido Kürbis reif

Eher später als man meint. Häufig werden Hokkaidokrübisse schon früh im Septemnber geerntet - und vielfach ist man dann etwas enttäuscht über den Geschmack. Der echte Hokkaido Kürbis braucht Zeit für die Reife, eigentlich ist er erst ernterreif, wenn er selber eine dunklere, tief orange Farbe annimmt UND wenn die Blätter des Fruchtttiebs absterben und gelb werden. Der reife Fruchtkürbis kann dann vorsichtig geeerntet werden, wird auf Faulstellen kontrolliert. In jedem Falle sollte immer ein Stück des ursprünglichen Fruchttriebs dranbleiben - das fördert die Lagerfähigkeit.

Wie kann man den Hokkaido Kürbis lagern?

Den Hokkaido Kürbissen behagt eine zu kalte Lagertemperatur nicht. Sie können am besten bei einer stabilen Zimmertemperatur von 10-15°C gelagert wrden, wobei sie dann fast ein Jahr lang intakt und geniessbar bleiben. Achten Sie bitte wie gesagt darauf, dass bei der Ernte immer ein Stück des Triebs am Kürbis bleibt, das ist für die gute Lagerfähigkeit unabdingbar.

Die Geschichte des Hokkaido Kürbis

Die Riesenkürbisse (Cucurbita maxima), zu denen der Echte Hokkaidokürbis gehört, stammen ursprünglich aus Südamerika. Aber warum dann der japanische Name? Die Geschichte geht so: Die Domestizierung und der geplante agronomische Anbau der Kürbisse begann in Südamerika ca. 8000-10000 vor Christus. Ganz schön lang her. Man vermutet, dass zunächst die ölhaltigen Samen gewonnen und genossen wurden, weil diese nicht bitter und auch ungiftig waren. Das Fruchtfleisch der ursprünglichen Riesenkürbisse dagegen war bitter, ja giftig, wegen der darin vorkommenden Cucurbitacine. Nach und nach fanden die frühen Kultivateure aber Züchtungen und Mutationen, in denen es weniger, schliesslich gar keine Cucurbitacine mehr gabe und die also mit und wegen dem Fruchtfleisch gegessen werden konnten - der Speisekürbis war geboren. Dieser kam schon im 16. Jahrhundert mit portugiesischen Seefahrern nach Japan - und wurde dort schnell als einheimische Pflanze anerkannt. Im 19. Jahrhundert wurde die  ziemlich leer schmeckende Sorte Hubbard aus den USA nochmals nach Japan importiert, die schliesslich vom Züchter Saichiro Matsumoto zum Uchiki Kuri, zum roten Hokkaidokürbis mit der Dünnen Schale, der leuchtenden Farbe und dem intensiv aromatischen Fruchtfleisch weiterentwickelt wurde. Die Sorte des japanischen Züchters kam 1933 auf den Markt, und hat bis heute ihre Bedeutung behalten.

Können Hokkaidokürbisse giftig sein?

Die Frage nach der Giftigkeit der Kürbisse und anderer Gurkengewächse schwabbert überall durchs Netz und muss auch hier beantwortet werden.
Nein, wenn Sie Samen kaufen und wenn Sie fertige Hokkaido Setzlinge kaufen, dann werden Ihre Hokkaidokürbisse ganz sicher nicht giftig sein. Eigentlich geht es bei der ganzen Geschichte um folgende Gefahr: Wenn in der Nähe einer Speisekürbiskultur Zierkürbisse oder andere Familienmitglieder der Pflanzenfamilie der Cucurbitaceae angebaut werden, die immer noch giftige Cucurbitacine beinhalten und wenn es dann zur Befruchtung der Speisekürbis-Blüte durch das giftige Gewächs kommt, dann besteht die Gefahr, dass einzelne Nachfolgepflanzen, die aus den gebildeten Samen der Frucht entstehen würden, ebenfalls wieder Cucurbitacine produzieren würden. Ganz sicher aber besteht nicht die Gefahr, dass die aus der so befruchteten Blüte selber entstehende Kürbisfrucht giftig sein könnte. Letztlich ergeben sich aus dieser (kleinen, aber ernsten) Gefahr die nachstehenden Folgerungen:
  • Zierkürbisse und Speisekürbisse nicht nebeneinander pflanzen, am besten auch nicht im gleichen Garten
  • Nicht selber Samen gewinnen und benutzen; Samen und Jungpflanzen aus sicherer Quelle kaufen, wo eine Fremdbefruchtung durch gifitge Zierformen ausgeschlossen ist.
  • Vor der Verarbeitung eines Speisekürbis (vor allem, wenn er geschenkt wurde und wenn man nicht genau seine Herkunft kennt) schnell in das rohe Fruchtfleisch beissen: Wenn Sie dann den geringsten Hauch von Bitterkeit spüren, ist der Kürbis sofort wegzuwerfen (natürlich sollten Sie die Reste des Bissens auch ausspucken und den Mund spülen). Falls Sie mehrere Bissen und grössere Mengen eines bitteren Kürbisses gegessen haben, sollten sie so schnell wie möglich den Arzt aufsuchen.

Ist der Hokkaido Kürbis gesund?

Also Gärtnern ist natürlich grundsätzlich gesund ... Die Hokkaidokürbisse setzen aber noch einen drauf: Mit ihrer intensiv orange-gelben Farbe zeigen Sie einen sehr hohen Gehalt an Carotinoiden (Provitamin A), die als wichtig fürs allgemeine Wohlbefinden und auch für die Sehkraft angesehen werden. Natürlich sind auch die Faser- und Ballaststoffe, die man mit dem Kürbis zu sich nimmt, postiv zu bewerten.

Kurzbeschreibung des Hokkaido Kürbis

Pflanzung: Der Hokkaido Kürbis sollte erst nach den Frösten ausgepflanzt werden, also sicher nach Mitte Mai. Mit sehr starken Pflanzen  kann bis Mitte Juni noch gepflanzt werden, die starke Jungpflanze hilft, den Rückstand schnell wieder aufzuholen und doch genügend reife Früchte für den Herbst zu produzieren
Frucht: Fie Früchte sind rund, eher flach, manchmal fast herzförmig, bei Reife tief dunkel-orange; sie wiegen zwichen 1 bis 2 kg. Die Schale des orginalen Hokkaidokürbisses ist zwar fest, aber ausgesprochen dünn, so dass sie problemlos mitgekocht werden kann und natürlich so den gesunden Carotinoidgehalt der Speise noch erhöht.
Ernte/Reife: Die Früchte konnen manchmal schon Anfang-Mitte September reif aussehen, dunkel-orange werden; warten Sie aber wenn möglich besser ab, bis auch die Blätter abgestorben sind, die Innhaltsstoffe der Früchte werden bis zum Ende der Vegetationsperiode weiterhin aufgebaut, die späte Frucht wird nur besser. Bei der Ernte soll immer ein Teil des Stiels mitgeerntet werden, das erhöht die Lagerfähigkeit.
Geschmack: Das Fruchtfleisch ist trotz Absenz von Fasern sehr fest und auch gekocht konsistent; es schmeckt süss, mit einem Hauch von Kastaniengeschmack. Deshalb auch der Name Potimarron in Frankreich.
Verwendung: Frisch in Salate, allenfalls sogar Fruchtsalate, gekocht für Suppe und andere Kürbisrezepte. Dank der intensiven Farbe und dank des ausgezeichneten Geschmacks eine der besten Kürbissorten für die Küche.
Kulturtipps: Junge Pflanze zweimal zurückschneiden, um mehr Seitentriebe zu erhalten. Pro Seitentrieb eine Frucht zulassen; wenn die Früchte ca. 150g erreicht haben, den dahinterliegenden Teil des Triebs kappen (nur 2 Blätter lassen).

Fragen, Antworten und Gartenstorys zu Hokkaido Kürbis 'Uchiki Kuri' (1)

Gartenstory 24.08.2019 gefällt mir gefällt mir (0) gefällt mir nicht gefällt mir nicht (0) Antwort schreiben
Eine der besten Kürbissorten
Der Hokkaido-Kürbis ist neben dem Butternut meine lieblings Sorte.
Er brauch nicht geschält zu werden und ist nicht zu riesig.
Die Früchte können lange gelagert werden, allerdings nicht zu kühl da die sonst faulen.
Name: Hokkaido Kürbis 'Uchiki Kuri' Botanisch: Cucurbita maxima
Reifezeit: Anf. Sept. bis Ende Okt. Blätterfarbe: grün
Blütenfarbe: orange Endhöhe: 15cm - 40cm
Sonne: Vollsonne Erhältlich: Mai bis Juni
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