Bitterorangen, Pomeranzen (9 Artikel)

Bitterorangen kaufen Pomeranzen Lubera Warum sollte man sich ein Bitterorangen kaufen und nicht etwa eine Süssorange? Wer würde schon Bitterkeit der Süsse vorziehen? Aber die Bitterorangen (bot. Citrus aurantium)...

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CHF 49.90 Panaschierte weidenblättrige Bitterorange Citrus aurantium 'Turcicum Salicifolia' - Die Bitterorange mit den panaschierten Blättern
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Weitere Informationen über Bitterorangen, Pomeranzen

..., die im Deutschen auch Sauerorange oder Pomeranze heißt, besitzt auch eindeutige Vorteile gegenüber den Süssorangen: Sie blühen intensiver und entsprechend sind sie auch fruchtbarer. Insgesamt ist der Duft der Blüten (und auch der Blätter!) intensiver. Sie sind robuster als viele andere Zitrusarten, halten auch mal kurzfristig bis zu -5°C aus und haben eine dichten und schönes. regelmässiges Wachstum. Dazu bleiben die attraktiven, typischerweise etwas 'rauschaligen', höckrigen Früchte noch lange nach der physiologischen Reife am Baum, warten sozusagen auf ihre Verwendung und erhöhen damit den Zierwert zusätzlich.
 

Bitterorangen kaufen

Der ornamentale Ziercharakter ist vielleicht insgesamt einer der grössten Vorteile wenn Sie Bitterorangen kaufen. Dazu kommt, dass sie zu Knospenmutationen neigen. Plötzlich entstehen an einem Ästchen neue Blatt- und Fruchtformen und diese Mutationen sind dann als Zierformen weitervermehrt worden, wie zum Beispiel die weidenblättrige Bitterorange. Dennoch sollte man die Essqualität der Pomeranzen nicht unterschätzen: Gerade ihren sauren, manchmal auch leicht bittereren Geschmackston macht sie für viele Küchenverwendungen interessant, insbesondere bei Speisen, wo mit Gegensätzen wie scharf-mild, süss, sauer und eben bitter gespielt wird. Die Vorliebe der Engländer für die Bitterorangen-Marmelade ist geradezu legendär – und ehrlich gesagt kann ich diese bittersüsse Geschmacksvorliebe zum Frühstück gut verstehen. Bittersweet - so ist doch jeder Morgen!

Zum Bitterorangen kaufen, gibt es also gute Gründe. Hier im Lubera® Gartenshop finden Sie eine große Auswahl von Varietäten der Bitterorange, die nicht nur das Sammlerherz höher schlagen lassen. 

Herkunft und Geschichte der Bitterorange

Panschierte weidenblättrige BitterorangeDie Bitterorange kam lange vor den Süssorangen nach Europa. Insgesamt könnte man sie als die zweite Zitrusart nach den Zedratzitronen bezeichnen, die über Palästina und den Mittelmehrraum zu uns nach Europa kam.  Ab dem 10. Jahrhundert schon wurde sie von den Arabern im Mittelmeerraum verbreitet. Zuerst in al-Andalus, in ihren Kolonien in Südspanien und Sizilien. Ursprünglich aber stammt Citrus aurantium aus dem südöstlichen China und aus Burma. Wenn man die Bitterorange zuweilen als Urorange betitelt, so hat das leicht irreführenden Charakter: Die Bitterorange ist nur zeitlich eine Vorläuferin der Süssorange und hat genetisch nur indirekt etwas mit ihr zu tun. Beide 'Arten' scheinen unabhängig voneinander ein Kreuzungsprodukt von Mandarine (Citrus reticulata) und Pampelmuse (Citrus maxima) zu sein, das sich aber zu einer Sortengruppe, ja zu einer eigenen Art weiterentwickelt hat. Wenn man sich die maurische Architektur und die arabischen Gärten in Südspanien (Granada, Sevilla und Cordoba)  ansieht und sich dabei die typische Verwendung der Citrus aurantium-Bäume als formales Gestaltungselement vor Augen führt, so erklärt sich auch die Vorliebe der Araber für Bitterorangen: Sie blühen nicht nur im Frühjahr mit einem unglaublich intensiven Duft, sie halten auch gut ein im Vergleich zu den maurischen Stammlanden etwas raueres Klima aus. Vor allem aber haben die Bitterorangen die Fähigkeit, die zierenden und leuchtenden Früchte nach der Reife monatelang am Baum zu tragen. Was für ein Farbeffekt!

Die spezielle und ausgeprägte Eigenheit der Bitterorangen, häufig interessante Mutationen mit zusätzlichen Zierwert auszubilden, hat dazu geführt, dass ihnen im Zitrussammelfieber der Renaissance, als jedes Fürstenhaus die schönere und speziellere Zitrussammlung haben wollte, eine besonders grosse Aufmerksamkeit galt. Viele der damals entstandenen bzw. gesammelten und vermehrten Sorten, die neben den zusätzlichen Blatt- und Frucht-Zierwerten alle Fruchteigenschaften der Bitterorange aufweisen und auch gleich verwendet werden können, sind zum guten Glück bis heute erhalten geblieben und werden auch im Lubera-Sortiment angeboten. Wenn Sie Bitterorangen kaufen möchten, finden Sie bei uns eine grosse Auswahl diverser Sorten.

Die verschiedenen Namen der Bitterorange

Sie haben es schon in den letzten Abschnitten gelesen. Es wimmelt nur so von Namen für die Citrus aurantium. Das fängt mit Bitterorange und Sauerorange an, die Engländer nennen sie Sevilla Orange, weiter sind auch die Bezeichnungen Urorange und Pomeranze geläufig.

Zum schönen, wenn auch etwas altertümlichen Begriff Pomeranze sei eine zusätzliche Bemerkung erlaubt: Was macht man, wenn man eine Frucht kennenlernt, die gänzlich neu ist? Man nimmt das, was man kennt, nämlich den Apfel (lat. pomum) und versieht es mit einem das Spezielle beschreibenden Adjektiv ('aurantium', golden).  Pomum aurantium - Goldapfel. Und daraus machen dann Volksmund und Gebrauch die 'Pomeranze'.

Und wie kommt es dann zur 'Landpomeranze', zum etwas zurückgebliebenen Mädchen vom Lande. Vielleicht spielt diese übertragene Bedeutung, die erst im 19. Jahrhundert entstanden ist, auf die zweite Rolle an, die die Bitterorange neben und nach  der Süssorange in modernerer Zeit zu spielen hat (die 'Städterin', die süss-saftige Süssorange ist eleganter als die Bitterorange), vielleicht aber wird auch einfach die 'Fähigkeit' der Bitterorange, nach der Reife noch lange hängenzubleiben, negativ uminterpretiert: Eine Landpomeranze wird ja auch von demjenigen, der sie so nennt, verschmäht und bleibt zurück. Noch eine dritte Erklärung ist möglich:  Da wird nämlich von der rot-orangen Farbe der Bitterorange auf die leuchtend roten Wangen des Landmädels geschlossen. Bei aller Abschätzigkeit bleibt aber auch beim Begriff der Landpomeranze eine Doppeldeutigkeit von positiv und negativ, von süss und sauer, von Anziehung und Abstossung, von Harmonie und Bitterkeit.

Blüte und Wachstum

Die Pomeranze weist in allen seinen Formen ein gutes und gesundes Wachstum auf. Auffällig sind die dichten und schönen dunkelgrünen Blattkronen. Erfreuen Sie sich an einem wunderschönen Zierwert, wenn Sie Bitterorangen kaufen. Die sehr stark duftende weisse Blüte erscheint im Frühling und Frühsommer, danach reifen dann die Früchte bis zum Winter aus und bleiben vielfach bis zum Frühling hängen. Deshalb werden im Süden, vor allem in Spanien und Süditalien, die Bitterorangen auch häufig als Allee- und Strassenbäume eingesetzt. Zur Reife und zur rot-orangen Farbbildung brauchen die Sauerorangen dann aber ein etwas kühleres Klima, erst im kälteren Herbst geht es mit der Reife voran. Bei uns im nördlichen Garten, auf Balkon und Terrasse geht entsprechend die Reife fast immer bis ins nächste Jahr. Die Robustheit des Wuchses, die Bildung eines sehr starken Wurzelsystems und auch die kurzfristige Frosttoleranz von bis -5°C und mehr führen dazu, dass Bitterorangen neben Poncirus trifoliata auch häufig als Unterlagen eingesetzt werden, als Wurzelsystem für andere Zitrusarten.

Bitterorangen und Süssorangen

Wir haben es oben eingangs schon erwähnt: Bitterorangen und Süssorangen, das ist nicht 'alt' und 'modern', nicht 'schlechter' und 'besser'. Beide Zitrusarten sind wahrscheinlich aus den gleichen Urarten, aus der Mandarine (Citrus reticulata) und der Pampelmuse (Citrus maxima) entstanden, sie haben aber beide je für sich einen eignen Wert: Wenn Sie Bitterorangen kaufen, fällt vor allem der Zierwert, die intensivere Blüte und damit auch der unvergleichliche Duft ins Gewicht. Dazu auch die vielen verschiedenen Zierformen. Umgekehrt hat ihre Süsse und Saftigkeit die Süssorange zu einem globalen Produkt, zu einer der wichtigsten Obstarten überhaupt gemacht. Aber die Süssorange kann eben trotzdem nicht die spannenden bittersüssen Geschmacksnuancen abbilden, die den Bitterorangen eigen sind und die die Engländer seit jeher verzaubern.

Unterschied winterharte Bitterorange und essbare Bitterorange

Im Deutschen werden etwas missverständlich zwei verschiedene Citrus-Arten Bitterorange genannt: Citrus aurantium und Poncirus trifoliata. Man sieht es schon am unterschiedlichen Gattungsnamen: Das ist beileibe nicht dasselbe, obwohl Poncirus trifoliata meist problemlos mit den verschiedensten Zitrusarten gekreuzt werden kann. Aber Poncirus trifoliata ist ein sommergrüner Baum, verliert im Unterschied zu (fast) allen anderen Zitrusarten im Winter das Laub, ist dadurch und dank der Widerstandsfähigkeit des Holzes absolut winterhart. Leider sind die Früchte nicht direkt essbar, allerdings kann auch damit mit etwas Kunstfertigkeit eine gute Marmelade gekocht werden. Um Missverständnisse zu vermeiden, sollte man bei Poncirus trifoliata deshalb immer von der winterharten Bitterorange sprechen. Citrus aurantium dagegen ist immergrün, kann zwar auch mal kurzzeitig Temperaturen von bis zu -5°C aushalten, muss aber ansonsten frostfrei bei 6-12°C überwintert werden. Die Früchte sind essbar, dank dem Zusammenspiel von Säure, Süsse und etwas Bitterkeit sind sie auch als Zutaten zu vielen Speisen beliebt. Bekannt ist, wie schon erwähnt die Bitterorangen-Marmelade, die so gerne in England zum 'Continental breakfast' und zum Toast gereicht wird.

Bitterorangenöl und -Saft

Das Geheimnis der Verwendung der Pomeranzen liegt in ihren aromatischen und aromatisierenden Eigenschaften: Das Bitterorangenöl in den Blüten, das Duftöl der Bitterorangenschale, der süssbittere Saft als Basis für Aperitiv und Digestiv sowie neuerdings auch Salatdressings. Von altersher bis heute sind diese aus Citrus aurantium gewonnene Rohstoffe vor allem als Aroma- und Duftträger, letztlich als Gewürze eingesetzt worden. Wenn auch die Bitterorange zwischenzeitlich ob des Booms der Süssorange etwas in Vergessenheit geraten ist, wimmelt es heute im Netz von entsprechenden Rezepten.

Bitterorangenmarmelade

Dabei bleibt aber ein Klassiker unverwüstlich: die Bitterorangenmarmelade, die auch selber wieder in den verschiedensten Gerichten Verwendung findet. Dieser Geschmack auf der Kippe, diese bittere Widerständigkeit scheint immer ihre Liebhaber zu finden und ist gerade auch in unseren zuckerverseuchten Zeiten eine Wohltat, die den Gaumen eben nicht nur lahmlegt und im Wohlergehen einschlafen lässt, sondern die unser Geschmacksempfinden regelrecht kitzelt. Ich kann keine Bitterorangen-Marmelade essen, ohne dass ich mich selber fragen muss, was es denn ist, was mir daran gefällt, was mich nochmal danach greifen lässt, was meine Erinnerung besetzt, wenn ich nur schon Bitterorange höre. Es gibt nur wenige Speisen und Geschmäcker, die eine solche Individualität, eine solche Erinnerungspräsenz besitzen!

Giessen

Wie bei allen Zitrusarten hat das Giessen jahreszeitabhängig und wetterabhängig zu erfolgen. Wenn Sie Bitterorangen kaufen, sollten Sie immer die 3 wichtigsten Regeln befolgen:

  1. Wenn giessen, dann richtig giessen, so dass der ganze Topf und Wurzelballen voll durchnässt ist.
  2. Das überflüssige Wasser muss problemlos abfliessen können, die Entwässerungslöcher müssen entsprechend genügend gross sein und mit Vorteil wird in den unteren 20 Prozent des Topfes eine Drainageschicht eingebracht. Ebenso ist es vorteilhaft, wenn die Töpfe auf einem Rost stehen, um besser abtropfen zu können. Ein Unterteller, der das Wasser auffängt und so die Pflanze längere Zeit im Wasser stehen lässt, ist absolut kontraproduktiv.
  3. Gegossen wird erst wieder, wenn die obersten 20-30% des Topfvolumens weitgehend ausgetrocknet sind.

Düngen

Wir empfehlen eine Grunddüngung mit Langzeitdünger (Frutilizer Saisondünger plus). Dieser wird in 2 bis 4 Löcher im Wurzelballen eingebracht (in der Mitte zwischen Topfrand und Stamm) und zwar sollten pro 5 Liter Topfvolumen ca. 20 bis 30 Gramm Langzeitdünger gegeben werden. Zusätzlich kann dann noch alle 2 Wochen und je nach Wuchsresultat Frutilizer Instant Zitrus (ein halber Messlöffel mit 10 gr Frutilizer Instant Zitrus für 10l Geisswasser) ergänzt werden. Die Düngesaison startet mit dem Auswintern und einem allfälligen Rückschnitt und endet Ende August /Anfang September, wenn sich das Wachstum der Bitterorangen im Hinblick auf die bevorstehende Winterpause verlangsamen soll.

Bitterorange winterhart?

Wenn Sie Bitterorangen kaufen, sollten Sie wissen, dass Bitterorangen etwas robuster und kältetoleranter sind als der Durchschnitt der übrigen Zitruspflanzen. Sie halten kurzzeitig schon mal -5°C aus und es wird berichtet, dass ältere Strassenbäume der Art auch schon deutlich kältere Temperaturen ausgehalten haben. Die langfristige Überwinterung in unserem nördlichen Klima hat allerdings frostfrei in einem Temperaturbereich von 5-12°C zu erfolgen. Ideal sind ein kühles Treppenhaus oder eine Garage mit 1-2 Fenstern. Natürlich ist darauf zu achten, dass die Zitruspflanzen dann auch in der Nähe der Lichtquellen stehen.

Wie funktioniert die Befruchtung der Bitterorangen?

Wie bei den meisten Zitruspflanzen sind bei den Bitterorangen fast alle möglichen Arten der Frucht- und Samenbildung vorhanden und garantieren so in jedem Falle den Fruchtansatz. Im Gegensatz zu vielen nördlichen, mitteleuropäischen Fruchtarten ist also die Befruchtung kein Problem. Bei den Bitterorangen ist Fremdbefruchtung möglich, aber sie ist nicht notwendig. Ebenso ist Selbstbefruchtung möglich, aber die Pomeranze ist auch in der Lage, ohne Befruchtung Früchte anzusetzen und gleichzeitig Samen zu bilden, die untereinander sowie mit der Mutterpflanze genetisch identisch sind. Aus irgendeinem Grund hat sich die Evolution bei den meisten Zitrusarten für diese Kombination entschieden, die Fruchtansatz unter fast allen Umständen ermöglicht. Zusätzlich führt dieser Apomixis und Nucellarembryonie genannte Prozess dazu, dass die Samen bei Aussaat sortenecht fallen (meistens wenigsten, nämlich dann, wenn es keine erfolgreiche Fremdbefruchtung gab). Bei einigen Zitrusarten werden diese Prozesse zusätzlich von der Parthenokarpie überlagert oder ersetzt, die dazu führt, dass ohne Befruchtung und ohne Samenbildung Früchte ausgebildet werden. Dies ist bei allen Arten und Sorten mit wenig oder gar keinen Samen der Fall, zum Beispiel bei den Clementinen. Meist sind auch diese samenlosen Sorten durch Mutationen, spontane Pflanzenveränderungen und Knospenmutationen entstanden. Aus einer Knospe wächst plötzlich ein Trieb mit anderen Eigenschaften. Bei den Bitterorangen gibt es allerdings mehr als genug Samen.

Warum werden Bitterorangen veredelt?

Nun könnte man sich fragen, warum denn Bitterorangen und mit ihnen die meisten Zitruspflanzen veredelt werden müssen und sollen, wenn doch die Samen sortenecht fallen. Eigentlich könnte man doch die Samen einer Sorte aussähen und würde in den meisten Fällen wieder dieselbe Sorte erhalten. Dagegen spricht aber die sogenannte juvenile Wachstumsphase, die bei Zitrus sehr ausgeprägt ist und bis zu 15 Jahre dauern kann. Das heisst, erst nach 7 bis 15 Jahren beginnt eine aus Samen entstandene Zitruspflanze erwachsen zu werden und Früchte anzusetzen. Dank dem Veredlungsprozess, bei dem Holz einer adulten, fruchtenden Pflanze der gewünschten Sorte auf eine Unterlage veredelt wird, ist das entstehende Bäumchen fast sofort, schon im zweiten oder dritten Jahr nach der Veredlung, in der Lage zu blühen und zu fruchten. Wir bei Lubera verkaufen deshalb ausschliesslich veredelte Pflanzen und garantieren Ihnen so einen sofortigen Blüten- und Fruchtansatz. Bitterorangen kaufen Sie am besten bei Lubera - bei uns erhalten Sie echte Qualität.

Schneiden der Bitterorangen

Bitterorangen wachsen eigentlich relativ regelmässig und dicht. Beim Auswintern aus dem Winterlager macht es aber Sinn, vertrocknetes und totes Holz zu entfernen, quer durch die Krone wachsende Äste zurückzuschneiden und auch weit abstehende Astpartien in die Form zurückzubringen. Dies geschieht wie gesagt zum Frühlingsbeginn, ca. Mitte April bis Anfang Mai.

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