Erdnusspflanzen - (Not) Just Peanuts® (5 Artikel)

Erdnusspflanzen (Not) Just Peanuts Justblack LuberaErdnusspflanzen: da denkt man zuallererst an südliche US-Staaten, an Erdnussbutter, Erdnussöl, vielleicht auch an indische Gerichte oder an lange Stunden an der Bar, aber sicher nicht an den eigenen Garten.

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Weitere Informationen über Erdnusspflanzen - (Not) Just Peanuts®

Mit den (Not) Just Peanuts® Erdnusspflanzen von Lubera wird aber jetzt der Anbau im eigenen Garten, im Freiland möglich. Diese speziell für unser Klima ausgelesenen Sorten mit einer frühen Blüte und schnellen Erdnussbildung, vor allem aber mit Toleranz für unserer kühleren und auch nasseren Klimaverhältnisse, bringen ausgepflanzt im Garten oder auch im Topf eine reiche und problemlose Ernte.
 

Erdnusspflanzen – die besten Sorten für unser Klima

Erdnusspflanzen für den Norden, das erscheint zunächst als Widerspruch, der sich aber auflöst, wenn man an die Herkunft dieser heute meist in tropischen und subtropischen Gegenden (in den Südstaaten der USA, in Indien und China) angebauten Pflanzen denkt: Die Erdnüsse stammen nämlich aus den Anden, einer Region mit sehr diversen Klimaausprägungen, und haben sich da auch an die verschiedensten Wetterverhältnisse angepasst.

Genau diese Anpassungsleitung südamerikanischer Landrassen hat uns interessiert, als wir eine Vielzahl von Lokalsorten aus den Anden speziell auf kurze Kulturdauer und Toleranz gegen kühle und nasse Witterung ausgesucht haben und dann in Mittelengland und in der Schweiz im Freiland und im Topf im Vergleich zu  amerikanischen Standartsorten getestet haben. Mit den besten und robustesten Selektion haben wir dann das aktuelle (Not) Just Peanuts® Erdnusspflanzen-Sortiment zusammengestellt. Wir haben uns in unseren Versuchen auf buschig-aufrechtwachsende Sorten konzentriert, die die Erdnüsschen nahe am Pflanzenzentrum ausbilden; die sogenannten Runnersorten, die an flach liegenden Trieben weiter vom Pflanzenherz entfernte Nüsschen bilden, reifen deutlich später und sind auch für ihre Pflanzengesundheit auf eine eher trockene Witterung angewiesen.

Überraschend für uns war und ist vor allem auch die Vielfalt der Erdnüsse; es gibt nicht nur die bekannten Sorten mit den rosa Häutchen (wie Justpink®), es gibt auch Sorten mit weisser (Justwhite®), schwarzer (Justblack®) und signalartig gestreifter Farbe (JustBehappy®). Wir sind uns daran gewöhnt, dass Erdnüsse in der Regel meist zwei Nüsschen in sich tragen – aber unsere grösste Lubera® Sorte Justmore® bringt durchschnittlich 3.5 Erdnüsschen, hat also viele Hülsen mit 4 Nüsschen.

Erdnuss Not Just PeanutsWie gesagt sind alle Sorten an unser Klima angepasst, sie werden im Mai als vorgezogene Jungpflanzen ausgepflanzt, im September oder Anfang Oktober reifen sie und sie halten auch etwas niedrigere Frühlingstemperaturen und weit mehr Regen als amerikanische Standardsorten aus. Unsere Versuche haben gezeigt, dass die Sorten Justmore® und Justblack®, beide mit einer dunkelroten bis schwarzen Schale/Häutchenfarbe, nochmals deutlich mehr an Feuchtigkeit und Kälte aushalten als die andere Sorten. Ihr Laub hält im Herbst deutlich besser durch – und entsprechend können die Nüsschen auch problemlos noch etwas länger ausreifen. In kühleren oder nässeren Regionen sind also diese zwei Sorten eindeutig zu bevorzugen oder in einem Anbaumix stärker zu berücksichtigen.

Wir liefern alle Sorten ab Anfang Mai im grossen 1.3 L Topf aus; mit dieser Grösse ist sichergestellt, dass die Erdnusspflanzen so schnell wie möglich nach dem Auspflanzen im Freiland oder im Topf mit der Blüte und Fruchtbildung beginnen können.

(Not) Just Peanuts® - woher stammt der Slogan unseres Erdnusspflanzen-Sortiments

Jimmy Carter - die Älteren und politisch Interessierten unter uns mögen sich vielleicht noch erinnern - bestritt seinen Wahlkampf unter anderem mit dem Slogan: Not Just Peanuts. Und os wurde der Erdnussfarmer zum wohl ehrlichsten Präsidenten der Weltmacht in den letzten 100 Jahren… Der Spruch kommt uns jetzt, einige Jahrzehnte später, wie gerufen. Zwar möchten wir nicht gerade auch noch für Präsidentenamt bewerben (der Gartengott bewahre uns alle davor...), aber wir bieten mit unserer neuen Erdnussserie eben auch ‘not just peanuts’, nicht nur unwichtige kleine Erdnüsschen an, sondern eine für unser Klima neue, spannende und einfach zu kultivierende Kulturpflanze!

Noch ein anderer Aspekt unterstreicht die Wichtigkeit und Aktualität der Erdnuss: Sie ist eine typische Gewinnerpflanze des Klimawandels. Bei uns ist es zwischen 1 und 1.5°C wärmer geworden, und dies macht wirklich einen grossen Unterschied für Pflanzen aus: Einige Arten werden sich verabschieden müssen, weil es ihnen vor allem im späten Frühjahr und im Hochsommer zu warm geworden ist, einige andere werden wir bei uns in der Natur oder auch als Kulturpflanzen willkommen heissen können. Zu letzteren gehört eben auch die Erdnuss.

Sind Erdnüsse wirklich Nüsse?

Erdnüsse sind natürlich keine echten Nüsse. Sie gehören zu den Hülsenfrüchten, sind (in unsrem Klima) einjährig und wären eigentlich von der Biologie, vom Wuchs und von den Früchten her am ehesten mit Bohnen und ihren Verwandten zu vergleichen. Die Hülse der Erdnuss (sozusagen ihre Nussschale) entspricht der Hülse der Bohnen, die Erdnüsschen sind die Entsprechung der einzelnen Bohnenkerne. Wie alle Leguminosen können auch die Erdnüsse grundsätzlich über eine Symbiose mit den Knöllchenbakterien aus der Luft Stickstoff binden. Der englische Name der Erdnuss (Peanut) weisst deutlicher auf die Verwandtschaft zu Bohnen und anderen Hülsenfrüchtlern hin; das ist in frischen ungerösteten Erdnüssen auch ganz klar herauszuschmecken. Die getrockneten und sogar gerösteten Erdnüsse schmecken dann deutlich süsser und nussiger, werden auch knackiger, woraus sich wohl die Assoziation Nuss ergeben hat. Die im getrockneten Zustand so feste und knackige Hülse wird ebenfalls zur Nussassoziation beigetragen haben.

Herkunft und Biologie der Erdnusspflanze

Die Erdnusspflanze Arachis hypogaea stammt wie schon erwähnt aus den Anden, auch wenn die grössten Anbaugebiete heute in den subtropischen Gebieten Chinas und Indiens liegen. Die ursprüngliche Herkunft hat aber der Art doch zu einer relativ breiten Anpassungsfähigkeit verholfen, die wir bei der Auswahl und Testung der für den Anbau im Norden geeigneten Sorten ausgenutzt haben. Vor allem der Miteinbezug von südamerikanischen Landrassen mit auf unsere Bedürfnisse zugeschnittenen Eigenschaften (mehr Kälte und Nässetoleranz) war zielführend und erfolgreich.

Mit die spannendste Eigenschaft der Erdnusspflanzen zeigt sich wohl in der Blüten- und Fruchtbiologie. Erdnüsse sind selbstfruchtbar, können also vom Pollen der eigenen Blüten befruchtet werden. Gleich nach der Befruchtung der nahe an den Trieben gebildeten Blüten entwickelt sich sozusagen hinter der Blüte, aus der Basis des Fruchtblatts das 3cm bis 20cm lange Karpophor, das sich gleich in Richtung Erdboden krümmt und seine Spitze, letztlich also die befruchtet Blüte in die Erde drückt. Hier können dann geschützt vor Frassfeinden die Hülsen mit den Erdnüsschen heranwachsen. Dieser Vorgang geschieht doch relativ schnell, innerhalb von einigen Tagen, und ist bei unseren Sorten, die eher buschig-aufrecht wachsen, auch meist von Blättern verdeckt. Man unterschätzt dann meist die Anzahl der Blüten, die den Weg in den Boden finden – und ist in der Erntezeit immer wieder positiv erstaunt über die vielen zu erntenden Erdnüsse.

Das geotrophe, in der Erde stattfindende Fruchtwachstum ist doch einigermassen erstaunlich, weil damit die Pflanze ihre geographischen Verbreitungsmöglichkeiten stark einschränkt. Ganz offenbar muss sich die Erdnuss in ihrem genetischen Zentrum sehr wohl und sicher gefühlt haben…so dass sie in der Evolution auf die weitere Streuung ihrer Samen verzichten konnte.

In einem milderen subtropischen oder gar tropischen Klima sind die Erdnusspflanzen keine einjährigen Pflanzen, sondern wachsen ununterbrochen weiter: Die Erdnüsschen in der Erde treiben kurz nach der Reife wieder aus und sichern so das Überleben. Entsprechend war und ist es auch ein wichtiges Kriterium unserer Selektionsarbeit, Sorten auszuschliessen, die in einem milden Herbst gleich wieder keimen, um so mehr Zeit für die Ernte zu schaffen. Am ehesten noch die Tendenz zur frühen und schnellen Keimung hat Justwhite®, entsprechend ist sie auch früh Mitte September zu enten und auch früh zu pflanzen. Alle anderen Sorten bleiben bis zum Absterben der oberirdischen Pflanzenorgane ruhig.

Wann Erdnüsse pflanzen?

Von der Aussaat (in einer relativen warmen und sicher frostfreien Umgebung) bis zur Ernte braucht die Erdnuss ca. 180 Tage, bei unseren eher frühen Sorten vielleicht 150-160 Tage. Dennoch wird das in unserem Klima extrem knapp, so dass man in jedem Fall die Jungpflanzen aus Samen vorziehen sollte. Idealerweise sät man bei ca. 20°C auf einer Fensterbank oder im Gewächshaus Mitte März aus, am besten gerade in Töpfe mit 0.5 bis 1l Inhalt, also relativ gross. Mit diesem Vorgehen hat man im Mai nach den Frösten dann robuste und buschig gewachsene Jungpflanzen zur Verfügung, die nach den Frösten ausgepflanzt werden können. Vergessen Sie nicht, die Jungpflanzen bei einem Spätfrost auch im Feld mit einem Vlies zu schützen. Das reicht meist aus, um Schäden zu verhindern.

Pflanzabstand für Erdnusspflanzen

Wie schon erwähnt haben wir für unser Nord-Erdnuss-Sortiment buschig aufrechtwachsende Landrassen ausgewählt. Ausläufersorten, mit flachen, auch weit entfernt vom Pflanzenzentrum fruchtenden Trieben (sogenannte Runnersorten) haben wir aufgrund der späten und langen Reifezeit ausgeschlossen. Entsprechend können unser Erdnussorten auch relativ eng gepflanzt werden, in der Reihe ca. alle 30 cm, zwischen den Reihen ca. 40-50 cm. Je enger gepflanzt wird, desto schneller decken die Erdnüsse den Boden und unterdrücken so auch allfälliges Unkraut.

Erdnüsse aussäen oder Erdnusspflanzen kaufen?

Selber Erdnusspflanzen anzuziehen macht Spass – und viel Freude, weil sich die kleinen Pflänzlein sehr schnell entwickeln, schon nach 6 Wochen erhält man eine buschige, 20cm hohe Jungpflanze, die sich in den Blattachseln gerade anschickt, die ersten Blüten zu bilden. Dennoch hat die Verwendung der vorgezogenen Jungpflanzen aus dem Lubera-Shop ihre Vorteile, weil man damit genau die Sorten pflanzen kann, die für das Klima nördlich der Alpen speziell ausgelesen worden sind. Die erste Ernte aus unseren Sorten kann aber dann von unseren Kunden sehr wohl selber zur Aussaat benutzt werden. Erdnüsse sind selbstfruchtbar, die Blüten werden also vom eigenen Pollen befruchtet und die Samen fallen deshalb weitgehend sortenrecht, so dass bei Selbstaussaat die Sorte erhalten bleibt (ähnlich wie bei samenfesten Tomaten).

Erdnüsse, die Sie für die Weiterkultur brauchen möchten, trocknen Sie gerade nach der Ernte schonend in einem warmen gut durchlüfteten Raum oder bei 25-30°C mit einem Dörrex. Danach lagern Sie die Hülsen in einem Textilsack, den Sie z.B. im Estrich aufhängen. Vor der Aussaat öffnen Sie die Hülse und säen die einzelnen Kerne vorsichtig aus, immer mit der Spitze nach unten.

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Der beste Standort für Erdnüsse

Erdnüsse und Erdnusspflanzen brauchen für die gute Pflanzenentwicklung Wärme und Licht. Die Anzucht sollte an einem hellen Ort bei ca. 25°C erfolgen, beim Auspflanzen gehören die Jungpflanzen an einen vollsonnigen, möglichst warmen Standort. Da Erdnusspflanzen keine Nässe und schon gar keine Staunässe ertragen, sollte der Boden eher sandig. leicht und trocken sein; falls er zu schwer ist (und sich damit auch nur langsam erwärmt), sollte man möglichst eine Schicht von 10cm Kompost auf das Pflanzbeet aufbringen und mit dem Kompost-Erdgemisch dann einen Damm von ca. 30cm Höhe und 30-40cm Breite aufschichten, in den dann gepflanzt wird. Dies führt nicht nur zu einem besser und schneller abtrocknenden Boden, sondern auch zu einer schnelleren Erwärmung des Pflanzbeets.

Erdnusspflanzen im Topf oder in der Balkonkiste anbauen

Unsere (Not) Just Peanuts®-Erdnuss-Sorten sind aufgrund ihres aufrechten und buschigen Wuchses ideal für die Kultur im Topf oder auch im Balkonkistchen geeignet. Da aber die geotroph, also gegen den Boden wachsenden Blütenspitzen den Boden auch finden müssen, muss das Pflanzgefäss eine gewisse Breite aufweisen. Im Topf ist eine Kultur ab ca. 5l (=20cm Durchmesser) möglich, ein 10l Topf wäre noch besser und würde sicher eine grössere Ernte ergeben. In ein Balkonkistchen können 2-3 Erdnusssetzlinge gepflanzt werden. Für eine erfolgreiche Topfkultur der Erdnüsse ist es am wichtigsten, auf einen guten Wasserabfluss zu achten: Töpfe und Kistchen dürfen nicht in einem Untersetzer stehen, da dies zu einem zu nassen Substrat führen kann. Ebenso ist auf genügend Abflusslöcher zu achten; bei einem grossen Topf mit 10l und mehr Inhalt empfehlen wir, zusätzlich unten eine Drainageschicht mit Kies und Steinen einzulegen, um den problemlosen Abfluss des überschüssigen Wassers zu sichern.

Erdnusspflanzen pflegen – die wichtigsten Tipps

Mit den richtigen Sorten ist der Erdnussanbau im eigenen Garten keine Hexerei. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Erfahrungen und Tipps aufgrund unserer Versuche zusammengestellt:

  1. Schon bei der Jungpflanzenanzucht oder auch beim Einpflanzen der Erdnusspflanzen kann es sinnvoll sein, diese auf ca. 5-10cm Höhe nochmals zu pinzieren, um ein buschigeres Wachstum hervorzurufen. Je buschiger das Wachstum, desto mehr Triebe entstehen, desto mehr Blüten entwickeln sich… Hier ist aber immer abzuwägen, wieviel Zeit man für die Kultur noch hat: Bei einer Pflanzung Anfang Mai kann man sich eher für das Pinzieren entscheiden; bei einer Pflanzung Anfang Juni führt das Pinzieren zu einer Ernteverspätung, die man kaum mehr aufholen kann.
  2. Bei der Pflanzung im Garten brauchen Erdnüsse keine zusätzliche Bewässerung (vom Angiessen der Setzlinge mal abgesehen). Erdnüsse bilden eine lange, bis 50cm in den Boden reichende Pfahlwurzel aus, die ausser bei extremer Trockenheit in den meisten Gärten die Wasserversorgung sicherstellt. Zusätzliche Bewässerung gefährdet im schlechtesten Fall die gesunde Entwicklung der Hülsen und Erdnüsse und führt im besten Falle zu Luxuskonsum – die Pflanze denkt, sie kann die Wurzelentwicklung einstellen…
  3. Bei Lubera sind wir keine Mulchfans: Dennoch raten wir hier, nach den Auspflanzen auf dem Beet eine 2-4 cm dicke Mulchschicht mit gut gereiftem Grünkompost auszubringen. Diese fördert als Dünger nicht nur die schnelle Entwicklung der Jungpflanze (je schneller sie wächst, desto früher blüht sie, umso mehr Nüsschen finden den Weg in den Boden), sondern hält das Beet bis zur Blütezeit (ca. 4-8 Wochen) auch weitgehend unkrautfrei. Sobald dann die ersten Blüten erscheinen, kann man den Beetboden nochmals leicht aufhacken, Kompost und Muttererde einmischen und so ein weiches Empfangskomitee für die nach unten wachsenden Blütenspitzen vorbereiten…. Erwünschter Nebeneffekt: Durch das Einhacken wird die Mineralisierung nochmals stark gefördert und der Pflanze stehen für die weitere Blüte und für die Fruchtausreife zusätzliche Nährstoffe zur Verfügung. Meist schliesst sich zu dieser Zeit auch der Blatt- und Triebteppich, so dass es nachher kaum noch Unkrautaufwuchs gibt. Selbstverständlich sollte diese Bodenvorbereitung vor dem Zeitpunkt stattfinden, an dem die ersten befruchteten Blüten auf den Boden treffen, wir wollen ja die Erdnusspflanze nicht daran hindern, ihren Kopf (oder ihren Nachwuchs) in den Sand zu stecken…
  4. Die Sortenwahl ist sehr wichtig: Vor allen in etwas kühleren Regionen und bei etwas schwereren Böden sind die Sorten Justmore® und Justblack® zu bevorzugen, da sie robuster sind und ihre Blätter und Stiele länger grün halten können (was auch die Ausreifezeit für die Hülsen und Schalen verlängert).
  5. Wählen Sie für die Ernte eine möglichst trockene Witterungsphase aus; damit kommen auch die Hülsen trockener aus dem Boden, die Gefahr des Faulens ist kleiner und das anschliessende Trocknen geht schneller vonstatten.

Erdnüsse ernten – wann und wie werden Erdnüsse geerntet?

Bei einer Pflanzung zwischen Anfang Mai und Anfang Juni werden die Erdnüsschen ca. Mitte September geerntet. Dabei sollte man aber weniger auf die Länge der Vegetationsdauer als auf den Zustand der Pflanze achten. Die Zeit für die Ernte ist gekommen, wenn ca. die Hälfte bis ¾ der Blätter braun und grau geworden sind, aber die Stängel noch weitgehend grün sind: Zu diesem Zeitpunkt sind die Voraussetzungen für die Ernte am besten, die Nüsschen sind noch ruhig, beginnen nicht schon wieder zu keimen, und die Hülsen hängen beim Roden noch sicher an ihrer Nabelschnur und kommen mit der ausgegrabenen Pflanze ans Tageslicht. Wer zu einem späteren Erntezeitpunkt erntet, läuft Gefahr, dass die sozusagen von der Mutterpflanze verlassenen Nüsschen entweder zu faulen oder zu keimen beginnen, oder dass ein Teil der Nüsschen bei der Ernte im Boden bleibt.

Beim Roden und Ernten kann einfach die ganze Pflanze mit einer Grabgabel ausgestochen und dann mit der Hand rausgezogen und ausgeschüttelt werden. Dieser Moment, die Erdnusspflanze mitsamt ihren Hülsen in den Händen, ist der schönste der ganzen Erdnusskultur. Wir sind in den letzten Jahren immer erstaunt gewesen, wie viele Nüsschen da hängen, ganz offensichtlich gibt es unter dem Blätterdach mehr Blüten und auch mehr sich entwickelnde Karpophoren (Fruchtträger), als man von oben sieht…

Wie viele Erdnüsse kann man pro Erdnusspflanze ernten?

In zwei von drei Versuchsjahren war Justpink® die ertragreichste Sorte mit bis zu 100 Hülsen und weit mehr als 200 Nüsschen pro Pflanze (wobei jeweils 3 Pflanzen ausgezählt wurden). Die Riesenerdnuss Justmore® dagegen entwickelt nur ca. 30-40 Hülsen pro Pflanze, da diese aber durchschnittlich 3.5 Nüsschen erhalten, ergibt das dann doch deutlich über 100 Nüsschen pro Pflanze.

Erdnüsse trocknen

Gleich nach dem Ernten müssen die Erdnüsse getrocknet werden, damit sich keine Schimmelpilze breit machen können, die dann sekundäre Mykotoxine, Giftstoffe produzieren. Die Hülsen werden also von den gerodeten Pflanzen gelöst (einfach abgerissen) und flach, einlagig in Kisten gelegt, die in einem warmen, aber durchlüfteten Raum locker gelagert und getrocknet werden. Steht ein Dörrex oder ähnlicher Apparat zur Verfügung, können die Erdnüsschen auch künstlich in einem ca. 25° C warmen Luftstrom getrocknet werden, was schneller und sicherer geht.

Achtung: Auf das sofortige Trockenen darf auf keinen Fall verzichtet werden, weil sonst die Gefahr der Schimmelpilzbildung zu gross wird. Alternativ können natürlich Erdnüsschen auch sofort von der Hülse befreit, geschält und frisch gekocht oder geröstet werden.

Erdnüsse rösten, haltbar machen und würzen bzw. süssen

Der Röstvorgang macht Erdnüsse haltbarer – und vor allen auch nussiger. Der Geschmack wechselt von einem grünlich-bohnigen Geschmack zu einem viel knackigeren, aber auch süsseren und nuss-ähnlicheren Geschmackerlebnis. Für das Rösten hält man am besten die folgende Vorgehensweise ein:

  1. Nüsse aus den Hülsen herausholen.
  2. Nüsse einfrieren und beim Auftauen können die Schalen, die farbigen Häutchen leichter entfernt werden; alternativ kann aber auch mit Häutchen geröstet werden.
  3. Nüsse flach auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech auslegen.
  4. Backofen mit 150-180° Ober- und Unterhitze vorheizen.
  5. Backblech in der Mitte reinschieben.
  6. Nach 10 Minuten Backblech kurz rausnehmen und Nüsschen kehren.
  7. Nach weiteren ca. 10 (bei ungeschälten Nüsschen 15) Minuten ist das Rösten beendet
  8. Falls man jetzt die Häutchen entferne will, kann man sie in einem Gefäss schütteln und wieder ausleeren; die Häutchen sind jetzt weitgehend lose und können mit einem Föhn weggeblasen werden.
  9. Die noch warmen Nüsschen können nach Belieben mit Salz, Pfeffer, Grillgewürzen, aber auch mit Zucker und Zimt oder Honig gewürzt oder eben gesüsst werden. Im noch warmen und langsam erkaltenden Zustand werden die Würzstoffe am besten aufgenommen und halten so an den Nüsschen.
  10. Trocken lagern.

Selber Erdnüsse aussäen und vorziehen

Um Missverständnisse zu vermeiden: Natürlich sind geröstete Erdnüsse nicht mehr lebensfähig und keimen auch nicht mehr, nur getrocknete Nüsschen aber sehr wohl. Wenn Sie also von unseren Sorten Nüsse geerntet haben, so können Sie gerne einige getrocknete Exemplare am besten noch in der Hülse in einem aufgehängten Textilsack lagern. Vor der Aussaat öffnen Sie dann die Hülsen und gewinnen die Samen für die diesjährige Kultur; die Nüsschen werden ca. 6 Wochen vor dem Auspflanzen ausgesät und keimen am schnellsten bei 20-25°C Lufttemperatur. Der Samen wird mit der Spitze nach unten ca. 1-2cm tief eingepflanzt. Schon nach ca. 6 Wochen sind die Jungpflanzen bereit für die Weiterkultur im grösseren Topf oder im Garten.

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Erdnüsse sind gesund – die wichtigsten Inhaltsstoffe der Erdnüsse

Erdnüsse sind äusserst gesund, was aufgrund er vielen Erdnussallergien häufig vergessen wird. Man kann davon ausgehen, dass ca. 0.5 bis 1 % der Bevölkerung eine spürbare Erdnussallergie haben.

Für alle anderen aber gilt umso mehr: Erdnüsse sind nicht nur eine spannende Gartenpflanze, der Genuss der Erdnussfrüchte ist auch gesundheitlich sehr positiv. Der Fettgehalt liegt zwar bei ca. 50%, aber der hohe Anteil der ungesättigten Fettsäuren kann sogar helfen, den Cholesterinspiegel zu senken. Und nahrhaft sind die Erdnüsse! Sie weisen 25% Eiweiss auf, mehr als zB. das Ei. Neben dem hohen Gehalt an Mineralstoffen sind vor allem die zahlreich vorhandenen Phytosterine erwähnenswert, denen eine präventive Wirkung gegen Krebs nachgesagt wird. Hier in den Erdnüssen sind sie sogar stärker vorhanden als im Olivenöl.

FAQ - die wichtigsten Fragen und Antworten zu Erdnusspflanzen
Wie verarbeitet man Erdnüsse?

Nach dem Ausgraben der schon braun gewordenen Erdnusspflanzen im September werden die Hülsen von der Pflanze entfernt und sofort getrocknet. Dies kann in einem 20-25° warmen Raum mit guter Durchlüftung geschehen, oder auch in einem Dörrex. Danach können die Erdnüsschen gegessen oder auch gekocht und weiterverarbeitet werden. Sehr häufig werden sie auch bei ca. 150° geröstet, um sie knackiger, besser haltbar und auch nussiger zu machen. Die noch warmen Nüsschen können gewürzt oder gesüsst werden.

Wann muss man Erdnüsse säen und wann pflanzen?

Im März im Haus oder Gewächshaus aussäen, bei ca. 20°C; im Mai ins Beet oder in Töpfe pflanzen. Der Topf sollte mindestens 20cm Durchmesser haben.

Sind Erdnüsse wirklich Nüsse?

Nein, sie sind Hülsenfrüchtler, Leguminosen, vergleichbar am ehesten mit Bohnen.

Kann man Erdnusspflanzen wirklich selber anbauen?

Das geht auch in unsrem Klima nördlich der Alpen, zwischen der Schweiz und England. Mindestens eine, besser zwei der folgenden Voraussetzungen sind einzuhalten: Die Jungpflanzen müssen aus Samen ab Mitte März vorgezogen werden und die richtige Sortenwahl von robusten, Nässe-toleranten Sorten z.B. aus dem Not Just Peanuts®-Sortiment von Lubera verbessert ebenfalls die Erfolgschancen.

Wie blühen und fruchten Erdnüsse?

Die für Hülsenfrüchtler typischen Schmetterlingsblüten entstehen im Juni und Juli an den Trieben, nach der Selbstbefruchtung entsteht hinter der Frucht, aus dem Blütenboden ein Fruchtträger, der sofort eine Kurve beschreibt und die befruchtete Blüte als seine Triebspitze gegen den Boden ausrichtet und schliesslich in die Erde bohrt. Aus der Blütenspitze entstehen dann die Hülse und die Erdnüsschen.

Fragen, Antworten und Gartenstorys zu Erdnusspflanzen - (Not) Just Peanuts® (1)

Frage 12.02.2020 gefällt mir gefällt mir (1) gefällt mir nicht gefällt mir nicht (0) Antwort schreiben
Wie hoch werden Erdnusspflanzen?
Wie hoch werden die Erdnusspflanzen Just More und Just Black?
Antwort (2)